Alternative Investments 2026: Wie sich Private Markets, Impact und Real Assets für strategisch orientierte Anleger öffnen

Alternative Investments 2026: Wie BaFin-regulierte Dachfonds vermögenden Anlegern Zugang zu Private Equity, Infrastruktur und Impact Investments demokratisieren.

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum
11. Dezember 20257 Min
Alternative Investments 2026: Wie sich Private Markets, Impact und Real Assets für strategisch orientierte Anleger öffnen

Die Grenzen zwischen institutionellen und privaten Investoren verschwimmen. Was jahrzehntelang Family Offices und Vermögensverwaltern vorbehalten blieb, wird nun für eine wachsende Gruppe vermögender Selbstentscheider zugänglich. Regulatorische Neuerungen, professionelle Fondsstrukturen und digitale Plattformen demokratisieren den Zugang – ohne die Anforderungen an Qualität und Anlegerschutz zu senken.

Traditionelle Portfolios aus Aktien und Anleihen stoßen an ihre Grenzen. Die Konzentration in globalen Indizes, niedrige Realzinsen und die Suche nach unkorrelierten Renditen treiben Anleger dazu, ihre Strategien zu überdenken. Während institutionelle Investoren längst substanzielle Anteile in Private Markets allokiert haben, beginnen nun vermögende Selbstentscheider nachzuziehen – allerdings mit strukturellen Vorteilen, die es zuvor nicht gab.

Der deutsche Markt erlebt dabei eine bemerkenswerte Entwicklung: Mit der BaFin-Zulassung des iVC Venture Innovation Fund im Jahr 2024 entstand erstmals ein Venture-Capital-Dachfonds speziell für vermögende Selbstentscheider – ein konkretes Beispiel dafür, wie regulatorische Rahmenbedingungen und professionelle Produktstrukturen den Zugang demokratisieren.

Was Sie in diesem Artikel lernen:

  • Wie ELTIF 2.0 den Zugang zu Private Markets fundamental verändert hat

  • Welche Produktstrukturen für vermögende Selbstentscheider tatsächlich funktionieren

  • Warum Europa als Private-Markets-Standort an Attraktivität gewinnt

  • Welche praktischen Schritte beim Einstieg zu beachten sind

  • Für wen alternative Investments nicht geeignet sind

ELTIF 2.0: Von der Regulierung zum Werkzeug für Selbstentscheider

Die überarbeitete ELTIF-Verordnung markiert einen Wendepunkt für europäische Kapitalmärkte. Der European Long-Term Investment Fund sollte ursprünglich langfristige Investitionen in die Realwirtschaft fördern – blieb in seiner ersten Ausführung jedoch weitgehend ein Nischenprodukt mit restriktiven Zugangsbeschränkungen.

Mit der Reform, die Anfang 2024 in Kraft trat, fielen entscheidende Barrieren:

  • Mindestanlagesummen wurden vollständig aufgehoben

  • Portfoliobeschränkungen deutlich gelockert

  • Anlagespektrum erheblich erweitert

  • Evergreen-Strukturen mit periodischen Liquiditätsfenstern ermöglicht

Die BaFin schuf durch ihren detaillierten Fragenkatalog Klarheit für den deutschen Markt. Finanzanlagenvermittler dürfen ELTIFs nun an Kleinanleger vertreiben – ein Schritt, der neue Vertriebswege eröffnet und den Zugang demokratisiert.

Der europäische ELTIF-Markt könnte bis Ende der Dekade substanziell wachsen, getrieben durch das Zusammenspiel aus regulatorischer Unterstützung und zunehmendem Interesse vermögender Anleger. Dabei zeigt sich ein fundamentaler Unterschied zur traditionellen Finanzregulierung: Statt Zugang zu beschränken, schafft ELTIF 2.0 strukturierte Möglichkeiten für breite Anlegergruppen – vorausgesetzt, die Produkte erfüllen strenge Transparenz- und Schutzstandards.

Die vier Säulen alternativer Anlagen: Chancen und Charakteristika

Alternative Investments umfassen vier Hauptbereiche, die jeweils spezifische Charakteristika für unterschiedliche Anlegerprofile bieten.

Private Equity und Venture Capital: Europas Innovationskraft nutzen

Private Equity bezeichnet Eigenkapitalinvestitionen in nicht-börsennotierte Unternehmen. Diese Anlageklasse hat langfristig überdurchschnittliche Renditen geliefert – allerdings mit erheblicher Spreizung zwischen Top- und Durchschnittsperformern. Die Fondsauswahl ist entscheidend.

Europa bietet strukturelle Vorteile:

  • Bewertungen liegen tendenziell unter nordamerikanischen Niveaus

  • Starker Mittelstand sucht Kapital für Wachstum und Nachfolge

  • Führende Innovationszentren in CleanTech, DeepTech, HealthTech

  • Strukturelle Megatrends treiben langfristige Entwicklung

Der Zugang für vermögende Selbstentscheider erfolgt typischerweise über Dachfondsstrukturen, die in eine Vielzahl professioneller Zielfonds investieren. Die Diversifikation über verschiedene Jahrgänge ist dabei entscheidend – sie glättet die Auswirkungen unterschiedlicher Marktzyklen und minimiert Timing-Risiken erheblich.

Infrastruktur: Stabilität durch essenzielle Assets

Infrastrukturinvestitionen bieten Zugang zu Versorgungsstrukturen wie Energie- und Wassernetzen, Verkehrswegen oder Telekommunikationsanlagen. Charakteristisch sind:

  • Langfristig stabile Cashflows mit geringer Volatilität

  • Häufig inflationsgebundene Verträge als natürlicher Teuerungsschutz

  • Gesellschaftlicher Nutzen bei attraktiven Renditen

  • Wachsende Finanzierungslücke durch staatliche Budgetrestriktionen

Besonders dynamisch entwickelt sich digitale und nachhaltige Infrastruktur. Rechenzentren für KI-Anwendungen, Ladeinfrastruktur und Anlagen für erneuerbare Energien verbinden starke Nachfrage mit langfristig planbaren Erträgen.

Real Assets: Sachwerte als Portfolio-Stabilisator

Real Assets umfassen physische Vermögenswerte mit intrinsischem Wert – von Immobilien über natürliche Ressourcen bis zu land- und forstwirtschaftlichen Flächen.

Der zentrale Vorteil liegt in der geringen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen. Real Assets reagieren weniger stark auf Kursschwankungen an Börsen und bieten damit Diversifikationsvorteile in volatilen Marktphasen. Zusätzlich liefern viele dieser Anlagen regelmäßige Erträge durch Mieten, Pachteinnahmen oder Versorgungsverträge.

Impact Investing: Rendite mit gesellschaftlichem Mehrwert

Impact Investments verbinden finanzielle Renditeerwartungen mit messbarer positiver Wirkung auf Gesellschaft oder Umwelt. Der deutsche Markt weist beachtliches Volumen auf, doch die Bekanntheit bleibt gering. Von denjenigen, die das Konzept kennen, hat jedoch eine substanzielle Mehrheit bereits investiert – ein deutlicher Hinweis auf das Überzeugungspotenzial.

Die Investitionsbereiche sind vielfältig:

  • Umwelt und Energie: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft

  • Gesundheit: Verbesserte medizinische Versorgung, HealthTech-Lösungen

  • Bildung und Soziales: Mikrofinanzierung, soziale Infrastruktur

Die Wirkungsmessung erfolgt typischerweise anhand der UN Sustainable Development Goals mit transparenter Berichterstattung. Impact ist kein Marketing-Attribut, sondern erfordert klare Metriken, regelmäßige Überprüfung und ehrliche Kommunikation – auch über Herausforderungen.

Dachfonds: Institutionelle Mechanik in kleiner Stückelung

Die Wahl der richtigen Produktstruktur ist entscheidend. Für vermögende Selbstentscheider haben sich Dachfonds als praktikabelste Lösung etabliert.

Direktinvestments erfordern substanzielles Fachwissen, hohe Kapitaleinsätze und tragen das volle Einzelrisiko. Einzelfonds verbinden professionelles Management mit fokussierter Strategie, weisen aber hohe Mindestanlagen auf und tragen das volle Manager-Risiko.

Dachfonds investieren in eine Vielzahl von Zielfonds und erreichen dadurch mehrschichtige Diversifikation:

Niedrigere Einstiegshürden Durch die Bündelung vieler Anleger erreicht der Dachfonds die notwendigen Volumina für Investitionen in Top-Fonds – bei deutlich niedrigeren individuellen Mindestanlagen. Der iVC Venture Innovation Fund von inVenture Capital ist hierfür ein praktisches Beispiel: Als einziger BaFin-zugelassener Venture-Capital-Dachfonds für Privatanleger in Deutschland ermöglicht er Einstiege bereits ab einem mittleren fünfstelligen Betrag – während die zugrundeliegenden institutionellen Fonds typischerweise sechsstellige Mindestanlagen fordern.

Professionelle Fondsauswahl Spezialisierte Manager führen umfangreiche Due-Diligence-Prozesse durch und selektieren basierend auf Track Record, Team-Qualität und Anlagestrategie. Üblicherweise werden nur die besten gesichteten Fonds ausgewählt – eine Selektivität, die Einzelanleger kaum erreichen. In der Praxis bedeutet das: Dachfonds-Manager sichten jährlich eine Vielzahl von Fonds und investieren nur in die Top-Quartile. Der iVC Innovation Fund arbeitet beispielsweise mit etablierten europäischen VC-Managern wie Project A, b2venture, 468 Capital und HV Capital zusammen – Fonds, zu denen vermögende Selbstentscheider normalerweise keinen direkten Zugang hätten.

Optimale Risikostreuung Ein professioneller Dachfonds investiert typischerweise in zahlreiche Zielfonds, die ihrerseits in jeweils viele Unternehmen investieren. Dadurch ergibt sich eine Gesamtstreuung über mehrere hundert Einzelpositionen. Der iVC Innovation Fund strebt beispielsweise Investitionen in zehn bis fünfzehn Zielfonds an, die zusammen in über zweihundert europäische Startups investieren – von der Gründungsphase bis zur Wachstumsfinanzierung. Diese breite Streuung reduziert das Ausfallrisiko einzelner Investments erheblich.

Vintage-Year-Diversifikation Durch gestaffelte Investitionen über mehrere Jahre werden die Auswirkungen einzelner Marktzyklen geglättet – entscheidend, da die Performance von Private-Markets-Fonds stark vom Investitionszeitpunkt abhängen kann.

Praktische Umsetzung: Risikomanagement und Portfolio-Integration

Der erfolgreiche Einstieg in alternative Investments erfordert sorgfältige Planung und realistische Erwartungen.

Illiquidität verstehen und akzeptieren

Der zentrale Unterschied zu börsennotierten Anlagen liegt in der eingeschränkten Liquidität. Private-Markets-Investments sind typischerweise für deutlich zweistellige Jahreszeiträume gebunden. Rücknahmen sind während der Laufzeit in der Regel nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Diese Illiquidität ist jedoch nicht nur Nachteil, sondern auch Renditequelle. Die sogenannte Illiquiditätsprämie kompensiert Anleger für den Verzicht auf jederzeitige Verfügbarkeit. Neuere Produktstrukturen wie Evergreen-ELTIFs bieten periodische Liquiditätsfenster als Kompromiss zwischen langfristigem Charakter und gewisser Flexibilität.

Was heißt das konkret für Sie? Investieren Sie nur Kapital, das Sie langfristig entbehren können. Ausreichende liquide Reserven für kurzfristigen Bedarf sind unverzichtbar.

Diversifikation auf mehreren Ebenen

Erfolgreiche Private-Markets-Portfolios zeichnen sich durch mehrschichtige Streuung aus:

  • Manager-Diversifikation: Unterschiedliche Fondsmanager mit komplementären Stärken reduzieren das Risiko einzelner Fehlentscheidungen

  • Strategische Diversifikation: Kombination verschiedener Anlagestrategien von frühen Wachstumsphasen bis zu etablierten Unternehmen

  • Geografische und sektorale Streuung: Investitionen über verschiedene Regionen und Branchen reduzieren Konzentrationsrisiken

  • Zeitliche Staffelung: Kontinuierliche Investitionen über mehrere Jahrgänge glätten Marktzyklen

Portfolio-Integration strategisch angehen

Die Integration alternativer Investments in bestehende Portfolios sollte strategisch erfolgen. Institutionelle Investoren allokieren typischerweise substanzielle Anteile in Private Markets. Für vermögende Selbstentscheider empfehlen sich moderate Quoten, abhängig von:

  • Individuellem Anlagehorizont

  • Liquiditätsbedarf im Zeitverlauf

  • Risikobereitschaft und Verlusttoleranz

  • Struktur des bestehenden Portfolios

Alternative Investments sollten als strategischer Portfoliobaustein verstanden werden, nicht als Ersatz für traditionelle Anlagen. Eine moderate Allokation ermöglicht Teilhabe an den Chancen bei überschaubarem Risiko.

Regulierung und Anlegerschutz: BaFin-Aufsicht als Qualitätsmerkmal

Die regulatorische Landschaft für alternative Investments in Deutschland ist gut entwickelt. BaFin-zugelassene Produkte unterliegen strengen Anforderungen hinsichtlich:

  • Transparenz in der Kommunikation und Berichterstattung

  • Bewertung von Assets nach professionellen Standards

  • Liquiditätsmanagement mit definierten Prozessen

  • Regelmäßige Berichterstattung an Anleger

Für Dachfonds gelten zusätzliche Vorgaben: Ein einzelner Zielfonds darf maximal einen definierten Anteil des Gesamtvermögens ausmachen, und Investitionen in andere Dachfonds sind unzulässig, um Kaskadeneffekte zu vermeiden.

Diese Regulierung schützt Anleger vor intransparenten Strukturen und überhöhten Kosten. In der Praxis schätzen gerade vermögende Selbstentscheider die Klarheit regulierter Produkte gegenüber grauzonen-behafteten Alternativen. Der iVC Venture Innovation Fund wurde 2024 als erster Venture-Capital-Dachfonds für Privatanleger von der BaFin zugelassen – ein Meilenstein für die Demokratisierung des Zugangs zu institutionellen VC-Investments.

Transparenz und Kostenstruktur

Regulierte Produkte müssen umfassende Informationen bereitstellen. Der Verkaufsprospekt legt Anlagestrategie, Risiken, Kosten und Ablaufprozesse detailliert dar. Das Basisinformationsblatt fasst die wesentlichen Punkte komprimiert zusammen.

Bei professionellen Dachfonds werden typischerweise drei Kostenkomponenten transparent ausgewiesen: Initiale Kosten für Strukturierung und Platzierung, laufende Managementgebühren und erfolgsabhängige Vergütungen. Der iVC Innovation Fund weist beispielsweise laufende Kosten von knapp über einem Prozent jährlich aus – deutlich unter den Gesamtkosten, die bei Direktinvestments in einzelne VC-Fonds anfallen würden. Quartalsweise Berichte informieren über Portfolio-Entwicklung, neue Investments und Exits.

Europa als Private-Markets-Standort: Strukturelle Vorteile nutzen

Europa hat sich als attraktiver Markt für alternative Investments etabliert. Mehrere Faktoren unterstützen diese Entwicklung:

Innovationszentren mit globaler Strahlkraft Der Kontinent beherbergt führende Cluster in Zukunftstechnologien. Berlin als DeepTech- und FinTech-Hub, München für Hardware und Enterprise Software, Paris, Stockholm und London mit jeweils eigenen Stärken. Diese Ökosysteme verbinden exzellente Forschung, verfügbare Talente und zunehmend auch Risikokapital.

Der geografische Fokus auf Europa bietet vermögenden Selbstentscheidern mehrere Vorteile: Attraktive Bewertungen im Vergleich zu Nordamerika, regulatorisches Verständnis und kulturelle Nähe, Diversifikation gegenüber USA-lastigen ETF-Portfolios. Der iVC Innovation Fund investiert ausschließlich in europäische Zielfonds – von Deutschland über Frankreich und UK bis Skandinavien und Benelux – und ermöglicht damit gezieltes Exposure in die europäische Innovationslandschaft.

CleanTech und DeepTech als europäische Stärken Europa hat erstmals Nordamerika als größten Markt für Klimatechnologie-Investitionen überholt. DeepTech-Unternehmen – die an fundamentalen wissenschaftlichen Problemen arbeiten – zeigen in Europa höhere Erfolgsraten beim Erreichen von Unicorn-Status als in anderen Regionen.

Regulatorische Unterstützung Europäische Regierungen haben die strategische Bedeutung von Innovation und Kapitalmärkten erkannt. Initiativen zur Förderung von Wachstumskapital sollen die Finanzierung in späteren Phasen verbessern. Die ELTIF-Reform selbst ist Ausdruck des politischen Willens, Private Markets für breitere Anlegergruppen zugänglich zu machen.

Für wen sind Alternative Investments NICHT geeignet?

Ehrlichkeit bei der Zielgruppenbestimmung ist entscheidend. Alternative Investments sind nicht für jeden Anleger die richtige Wahl:

Bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf Wer sein Kapital innerhalb weniger Jahre benötigen könnte, sollte von illiquiden Anlageklassen absehen. Die Kapitalbindung ist real und kann nicht beliebig aufgelöst werden.

Ohne ausreichende liquide Reserven Alternative Investments sollten nur einen Teil des Gesamtvermögens ausmachen. Wer nicht über substanzielle liquide Mittel außerhalb dieser Investments verfügt, trägt unnötige Risiken.

Bei geringer Risikotoleranz Private Markets unterliegen Schwankungen und können zeitweise negative Entwicklungen zeigen. Wer sich bei Bewertungsrückgängen unwohl fühlt oder zum Verkauf im Tief neigt, sollte bei traditionellen Anlagen bleiben.

Ohne langfristigen Anlagehorizont Die Wertentwicklung in Private Markets entfaltet sich über Jahre, nicht Monate. Wer keine Geduld für deutlich zweistellige Jahreszeiträume mitbringt, wird die Anlageklasse nicht schätzen.

Bei fehlender Bereitschaft zur Auseinandersetzung Alternative Investments erfordern mehr Verständnis als ein ETF-Sparplan. Wer sich nicht mit Fondsstrukturen, Diversifikationslogik und Marktmechanismen auseinandersetzen möchte, sollte bei einfacheren Lösungen bleiben.

Zusammenfassung: Der strukturierte Weg ins Private-Markets-Portfolio

Alternative Investments bieten vermögenden Selbstentscheidern erhebliche Chancen zur Portfolio-Diversifikation und Renditeoptimierung. Die Öffnung durch ELTIF 2.0 und innovative Produktstrukturen ermöglicht Zugang zu Anlageklassen, die früher institutionellen Investoren vorbehalten waren.

Der erfolgreiche Einstieg folgt einer klaren Logik:

  1. Prüfung der Voraussetzungen: Langfristiger Anlagehorizont, ausreichende liquide Reserven, realistische Erwartungen

  2. Auswahl regulierter Produkte: BaFin-Aufsicht schafft Transparenz und Anlegerschutz. Der iVC Venture Innovation Fund ist aktuell der einzige BaFin-zugelassene VC-Dachfonds für Privatanleger in Deutschland.

  3. Bevorzugung von Dachfondsstrukturen: Breite Diversifikation als Risikomanagement-Instrument

  4. Moderate Allokation: Alternative Investments als Portfoliobaustein, nicht als Ersatz

  5. Kontinuierliche Überwachung: Regelmäßige Überprüfung der Portfolio-Entwicklung

Die Kombination aus Private Markets, Impact Investments und Real Assets schafft ein modernes Portfolio – angepasst an ein sich wandelndes Marktumfeld. Anlegen wie institutionelle Investoren bedeutet nicht, deren Portfolios zu kopieren. Es bedeutet, deren strukturierten Ansatz zu übernehmen: langfristig denken, professionell diversifizieren und Zugang zu qualitativ hochwertigen Investments sichern.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie unterscheidet sich ELTIF 2.0 von traditionellen geschlossenen Fonds?

ELTIF 2.0 bietet deutlich höhere Regulierungsstandards, EU-weite Zulassung und moderne Strukturen wie Evergreen-Fonds mit periodischen Liquiditätsfenstern. Im Gegensatz zu vielen geschlossenen Fonds gibt es keine Mindestanlagesummen mehr, und die Aufsicht durch BaFin und EU-Regulierung schafft zusätzlichen Anlegerschutz. Detaillierter Vergleich geschlossene Fonds vs. ELTIF

Wie gehe ich konkret vor, wenn ich mit alternativen Anlagen starten will?

Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wie hoch ist Ihr verfügbares Kapital nach Abzug aller liquiden Reserven? Welcher Anlagehorizont ist realistisch? Dann recherchieren Sie BaFin-regulierte Dachfondsprodukte mit transparenter Kostenstruktur.

Der iVC Venture Innovation Fund von inVenture Capital ist aktuell der einzige BaFin-zugelassene Venture-Capital-Dachfonds für Privatanleger in Deutschland – ein konkreter Einstiegspunkt für vermögende Selbstentscheider, die systematisch in europäische Startups investieren möchten. Sprechen Sie mit spezialisierten Finanzberatern, die Erfahrung mit alternativen Anlagen haben.

Starten Sie mit moderater Allokation und bauen Sie die Position über mehrere Jahre auf – nicht alles auf einmal investieren. Praktischer Leitfaden für Selbstentscheider

Welche typischen Fehler machen Selbstentscheider beim Einstieg?

Die häufigsten Fehler: Zu hohe Allokation ohne ausreichende liquide Reserve. Investition in Einzelfonds statt diversifizierte Dachfondsstrukturen. Unrealistische Renditeerwartungen ohne Verständnis der Risikostruktur. Zu kurzer Anlagehorizont mit Notwendigkeit zur vorzeitigen Liquidation. Vernachlässigung der Kostenstruktur und Wahl intransparenter Produkte. Fehlende Vintage-Year-Diversifikation durch Einmalinvestment statt kontinuierlichen Aufbau.

Sind Alternative Investments besser als ein ETF-Portfolio?

Alternative Investments sind nicht „besser", sondern anders. Sie ergänzen ein traditionelles Portfolio durch geringe Korrelation, Illiquiditätsprämie und Zugang zu nicht-börsennotierten Märkten. Ein ETF-Portfolio bildet die Basis mit hoher Liquidität und niedrigen Kosten. Alternative Investments kommen als strategischer Baustein hinzu – für Anleger mit langfristigem Horizont und ausreichenden Mitteln. Vergleich ETF vs. Venture Capital in Bärenmärkten

Wie erkenne ich seriöse Anbieter von alternativen Investments?

Seriöse Anbieter zeichnen sich aus durch: BaFin-Zulassung und EU-Regulierung. Transparente Kostenstruktur ohne versteckte Gebühren. Detaillierte Verkaufsunterlagen mit klarer Risikoaufklärung. Regelmäßige, aussagekräftige Berichterstattung. Nachvollziehbare Investitionsstrategie und Due-Diligence-Prozesse. Erfahrenes Team mit nachweisbarem Track Record. Kritisch werden sollten Sie bei: Unrealistischen Renditeversprechen. Intransparenten Strukturen. Hochdruck-Verkaufstaktiken. Fehlender Regulierung.

Wie entwickeln sich meine Investments, wenn es zu einer Wirtschaftskrise kommt?

Private Markets reagieren anders auf Krisen als börsennotierte Anlagen. Bewertungen werden typischerweise verzögert angepasst, was kurzfristige Volatilität reduziert. Langfristig orientierte Fonds können antizyklisch investieren und von niedrigeren Bewertungen profitieren. Illiquidität verhindert Panikverkäufe. Allerdings können Exits sich verzögern und Ausschüttungen später erfolgen. Die breite Diversifikation in Dachfonds federt Einzelausfälle ab. In der Praxis haben gut diversifizierte Private-Markets-Portfolios historisch auch Krisenzeiten überstanden – allerdings mit Geduld und langem Atem. VC-Exposure bei Marktschwäche hochfahren


Quellen

Allianz Global Investors. (2024). Private Markets: It's not easy to be evergreen. https://at.allianzgi.com/de-at/marktkommentare/kommentare/private-market-its-not-easy-to-be-evergreen

BaFin. (2024). Frequently Asked Questions zur Novellierung der ELTIF-Verordnung. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Brokervergleich. (2024). Trade Republic öffnet Private Markets für Privatanleger. https://www.brokervergleich.de/news/trade-republic-private-markets-privatanleger/

EB Sustainable Investment Management. (2025). Impact Investment Studie Deutschland 2025. https://eb-sim.de/wp-content/uploads/2025/04/Impact-Investment-Anlegerstudie-Deutschland-2025-EB-Sim.pdf

Handelsblatt. (2024). Alternative Chancen für private Investoren. https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/investmentfonds-alternative-chancen-fuer-private-investoren/100065786.html

Handelsblatt. (2024). Vom Elitensegment zum Massenmarkt: Wie Private Markets für Privatanleger zugänglich werden. https://live.handelsblatt.com/vom-elitensegment-zum-massenmarkt-wie-private-markets-fuer-privatanleger-zugaenglich-werden/

inVenture Capital. (2024). iVC Venture Innovation Fund: Fondspräsentation. https://inventure.capital/produkt

inVenture Capital. (2024). Inventure Capital lanciert deutschen Venture Capital Dachfonds für Privatanleger. https://inventure.capital/intelligence-hub/inventure-capital-lanciert-deutschen-venture-capital-dachfonds-fur-privatanleger-zugang-zu-institutionellen-venture-capital-fonds-nun-ab-10-000-euro-moglich

Linklaters. (2024). ELTIF 2.0 – jetzt auch in Deutschland. https://wissen.linklaters.de/de-de/publications/alerts-newsletters-and-guides/2024/february/15/eltif-20--jetzt-auch-in-deutschland

Mercer. (2024). Trends in Private Markets. https://www.mercer.com/de-de/insights/investments/market-outlook-and-trends/trends-in-private-markets

Merck Finck. (2024). Private Markets verstehen: Ihre Vorteile und Herausforderungen. https://www.merckfinck.de/de-de/analyse-und-ausblick/private-markets-verstehen-ihre-vorteile-und-herausforderungen

Preqin & BlackRock. (2024). Europa wird zum Hotspot für Private Markets. Private Banking Magazin.

Private Banking Magazin. (2024). Wie Privatanleger die Chancen der Private Markets nutzen. https://www.private-banking-magazin.de/wie-privatanleger-die-chancen-der-private-markets-nutzen-1/

Schroders. (2024). Liquidität: So funktionieren die Mechanismen neuer Fonds, die in Private Markets investieren. https://www.schroders.com/de-de/de/finanzberater/insights/liquiditat-so-funktionieren-die-mechanismen-neuer-fonds-die-in-private-markets-investieren/

Versicherungsbote. (2024). ELTIFs: BaFin klärt Zulässigkeit des Vertriebs an Kleinanleger. https://www.versicherungsbote.de/id/4914115/ELTIFs-BaFin-klart-Zulassigkeit-des-Vertriebs-an-Kleinanleger/

Wealth Management Deutsche Bank. (2024). Alternative Investments: Strategische Asset Allocation – Ein robuster Rahmen. https://wealth.db.com/content/dam/deutschewealth/cio-perspectives/cio-special-assets/alternatives-saa-robust-framework/alternative-investments-strategische-asset-allocation.pdf