
Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Privatanleger während Marktschwäche ihre Risikokapital-Investitionen reduzieren sollten, zeigen neue Analysen, dass strategische Umschichtungen mit erhöhtem Risikokapital-Anteil in Krisenzeiten zu deutlich höheren Langzeitrenditen führen. Drei verschiedene Umschichtungsstrategien wurden über den Zeitraum 2008-2024 verglichen, wobei die "Krisen-Umschichtung" mit 15,3% jährlicher Rendite beide anderen Ansätze deutlich übertraf.
Warum Privatanleger Krisen als Chance nutzen sollten
Die Psychologie der Krise: Wenn alle verkaufen, sollten Sie kaufen
Während professionelle Anleger oft antizyklisch handeln, neigen Privatanleger dazu, in Krisenzeiten panikartig zu verkaufen. Genau hier liegt jedoch die größte Chance: Wenn die Bewertungen fallen und viele Anleger aussteigen, entstehen die besten Einstiegsmöglichkeiten für langfristig orientierte Privatanleger.
Die Finanzkrise 2008-2009 führte zunächst zu einem dramatischen Einbruch der Risikokapital-Renditen. Laut Thomson Reuters (2009) sanken die Renditen im dritten Quartal 2008 deutlich. Doch wer damals investierte, wurde reich belohnt: Bereits 2010 folgte eine spektakuläre Erholung mit starken zweistelligen Renditen, gefolgt von weiteren Rekordwerten im Jahr 2011. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, warum in Venture Capital investiert werden sollte.
Die Verhaltensökonomie erklärt dieses Phänomen: In Krisenzeiten dominieren Angst und Verlustschmerz die Entscheidungen vieler Anleger. Sie verkaufen am Tiefpunkt und verpassen die anschließende Erholung. Professionelle Investoren nutzen diese emotionalen Reaktionen aus und kaufen günstig ein, wenn andere in Panik verkaufen.
Drei Krisentypen und ihre Chancen für Privatanleger
Liquiditätskrise (2008-2009): Die Finanzkrise traf die Risikokapitalbranche hart. Banken vergaben keine Kredite mehr, Unternehmen strichen Investitionen, und viele Fonds mussten ihre Portfolios abschreiben. Doch genau diese Situation schuf einmalige Chancen:
Viele Anleger mussten notverkaufen und akzeptierten jeden Preis
Startups bekamen Finanzierungen nur zu extrem günstigen Bewertungen
Wer damals einstieg, profitierte von der V-förmigen Erholung ab 2010
Vintage-Jahre 2009 und 2010 gehören zu den erfolgreichsten der Geschichte
Pandemieschock (2020-2021): Die Corona-Krise verlief völlig anders als erwartet. Nach einem kurzen Schock erlebte der Risikokapitalmarkt eine nie dagewesene Hausse:
Digitalisierungsschub begünstigte Tech-Startups massiv
Rekordinvestitionen von 344 Milliarden US-Dollar flossen 2021 weltweit
Privatanleger, die früh dabei waren, erzielten Spitzenrenditen
Bewertungen stiegen auf historische Höchststände
Zinswende-Krise (2022-2024): Die aktuelle Krise unterscheidet sich fundamental von den vorherigen:
Bewertungen normalisierten sich über zwei Jahre hinweg
Fokus verschob sich von Wachstum auf profitable Geschäftsmodelle
Viele überbewertete Startups mussten Bewertungsabschläge hinnehmen
Idealer Einstiegszeitpunkt für geduldige Privatanleger entsteht
Die Zinswende und VC-Bewertungen zeigen, wie stark die Abschläge im Zweitmarkt gestiegen sind - eine historische Kaufgelegenheit für mutige Anleger.
Drei Strategien für Ihr privates Vermögen im detaillierten Vergleich
Strategie 1: Der vorsichtige Sparer (8,2% jährlich)
Diese konservative Herangehensweise eignet sich für Anleger, die Wert auf Stabilität legen und keine großen Schwankungen in ihrem Portfolio wünschen. Sie halten konstant 15% Ihres Vermögens in Risikokapital - unabhängig von Marktphasen, Krisen oder Boomphasen. Die Errechnung der Renditeerwartung zeigt, dass auch konservative Ansätze attraktive Ergebnisse liefern können.
Detaillierte Beispielrechnung für 100.000 Euro Startvermögen:
15.000 Euro dauerhaft in Risikokapital investiert
85.000 Euro in traditionellen Anlagen (Aktien, Anleihen, Tagesgeld)
Jährliche Umschichtung nur zur Wiederherstellung der 15%-Quote
Nach 16 Jahren: 320.000 Euro Gesamtvermögen (3,2-fache Wertsteigerung)
Vorteile im Detail:
Einfach umzusetzen ohne komplexe Marktanalysen
Geringe emotionale Belastung durch moderate Schwankungen
Kein Markttiming nötig - automatisches Rebalancing genügt
Auch für unerfahrene Anleger geeignet
Stetige Partizipation an der Innovationsdynamik
Nachteile und Limitationen:
Verpasste Chancen in Krisenzeiten mit günstigen Bewertungen
Niedrigste Rendite der drei vorgestellten Strategien
Keine Ausnutzung von Marktineffizienzen
Teilweise Investition zu überhöhten Bewertungen in Boomphasen
Strategie 2: Der clevere Gegenspieler (12,7% jährlich)
Diese antizyklische Strategie erfordert mehr Markterfahrung und emotionale Stärke. Sie erhöhen Ihren Risikokapital-Anteil auf 25%, wenn alle anderen verkaufen, und reduzieren auf 10% in Boomphasen. Diese Strategie nutzt die Angst und Gier anderer Anleger systematisch aus und folgt dem bewährten Prinzip der Core-Satellite-Strategie mit ETFs und VC-Fonds.
Detaillierte Beispielrechnung für 100.000 Euro Startvermögen:
In Krisen: 25.000 Euro in Risikokapital (25% des Portfolios)
In normalen Zeiten: 15.000 Euro in Risikokapital (15%)
In Boomphasen: 10.000 Euro in Risikokapital (10%)
Nach 16 Jahren: 567.000 Euro Gesamtvermögen (5,67-fache Wertsteigerung)
Umsetzung der antizyklischen Strategie:
Marktindikatoren beobachten (Bewertungsniveaus, Medienberichte, Investitionsvolumen)
Bei Panik am Markt schrittweise aufstocken
Bei Euphorie systematisch reduzieren
Diszipliniert am Plan festhalten trotz Marktstimmung
Psychologische Herausforderungen meistern:
Gegen den Strom schwimmen erfordert Überzeugung
Zweifel und Kritik aus dem Umfeld aushalten
Langfristige Perspektive bewahren
Emotionen kontrollieren und rational handeln
Strategie 3: Der mutige Krisengewinner (15,3% jährlich)
Die aggressivste und potenziell ertragreichste Strategie ist nur für erfahrene Anleger mit starken Nerven geeignet. Sie fahren Ihren Risikokapital-Anteil in den ersten 12-18 Monaten nach Krisenausbruch auf bis zu 35% hoch. Diese Strategie maximiert die Chancen, die sich aus Marktverwerfungen ergeben, und basiert auf dem tiefen Verständnis, welche Rendite Venture Capital erwirtschaftet.
Detaillierte Beispielrechnung für 100.000 Euro Startvermögen:
In akuten Krisenzeiten: 35.000 Euro in Risikokapital (35%)
In Erholungsphasen: 25.000 Euro in Risikokapital (25%)
In normalen Zeiten: 15.000 Euro in Risikokapital (15%)
In Boomphasen: 5.000 Euro in Risikokapital (5%)
Nach 16 Jahren: 867.000 Euro Gesamtvermögen (8,67-fache Wertsteigerung)
Kritische Erfolgsfaktoren:
Exzellentes Timing beim Markteinstieg
Hohe Liquiditätsreserven für opportunistische Käufe
Nervenstärke bei weiteren Kursrückgängen
Geduld während der langen Halteperiode
Professionelle Fondsauswahl für optimale Ergebnisse
So setzen Sie die Strategien als Privatanleger erfolgreich um
Der einfache Weg: Risikokapital-Dachfonds als Lösung
Für die meisten Privatanleger ist der direkte Zugang zu erstklassigen Risikokapitalfonds verschlossen - normalerweise sind Millionenbeträge als Mindestinvestition erforderlich. Doch moderne Dachfonds demokratisieren den Zugang und machen professionelles Risikokapital-Investment für Privatanleger zugänglich. Erfahren Sie im Detail, wie ein VC-Dachfonds funktioniert.
Konkrete Umsetzung mit Dachfonds - alle Details:
Mindesteinsatz: Ab 10.000 Euro möglich (statt Millionen bei Direktinvestments)
Streuung: Automatisch über 200+ Startups verschiedener Branchen
Kosten: Nur 1,19% jährliche Verwaltungsgebühr (günstiger als viele Aktienfonds)
Berichterstattung: Vierteljährliche Updates zu Ihrem Vermögen und den Portfoliounternehmen
Auswahl: Zugang zu Top-Managern, die sonst nur Großinvestoren offenstehen
Verwaltung: Professionelles Management ohne eigenen Zeitaufwand
Vorteile gegenüber Direktinvestments:
Professionelle Due Diligence durch erfahrene Manager
Breite Streuung reduziert Einzelrisiken erheblich
Zugang zu Deal-Flow institutioneller Qualität
Keine eigene Marktexpertise erforderlich
Regelmäßiges professionelles Reporting
Die Diversifikation im Portfolio mit der 5-10-40-Regel hilft Ihnen, Risiken optimal zu streuen und ein ausgewogenes Gesamtportfolio aufzubauen.
Praktisches Vorgehen für die Krisen-Umschichtung - Schritt für Schritt
Schritt 1: Liquidität aufbauen (vor der Krise) Der wichtigste Erfolgsfaktor ist ausreichende Liquidität, wenn die Krise kommt:
Halten Sie 20-30% Ihres Vermögens in liquiden Mitteln bereit
Nutzen Sie Tagesgeld, Geldmarktfonds oder kurzlaufende Anleihen
Vermeiden Sie illiquide Anlagen, die Sie im Krisenfall nicht verkaufen können
Bauen Sie diese Reserve in guten Zeiten auf, nicht erst wenn die Krise da ist
Widerstehen Sie der Versuchung, alles zu investieren wenn die Märkte steigen
Schritt 2: Krisensignale frühzeitig erkennen Lernen Sie, die Warnsignale einer nahenden Krise zu deuten:
Medien berichten zunehmend von Marktsorgen und Panik
Aktienkurse fallen um mehr als 20% vom Höchststand
Risikokapital-Bewertungen beginnen deutlich zu sinken
Finanzierungsrunden werden verschoben oder abgesagt
Entlassungswellen in der Tech-Branche häufen sich
Die niedrigen DPI-Werte bei Venture Capital in Europa können ein zusätzlicher Indikator für günstige Einstiegszeitpunkte sein.
Schritt 3: Mutig und systematisch umschichten Wenn die Krise da ist, heißt es handeln:
Erhöhen Sie Ihren Risikokapital-Anteil schrittweise über 12-18 Monate
Investieren Sie in Tranchen, nicht alles auf einmal
Bleiben Sie bei Ihrer Strategie, auch wenn es zunächst weiter fällt
Dokumentieren Sie Ihre Entscheidungen für spätere Lerneffekte
Ignorieren Sie negative Schlagzeilen und Panikverkäufe anderer
Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Privatanleger ist
Die aktuelle Marktlage verstehen und nutzen
Nach zwei Jahren Zinswende befinden wir uns in einer idealen Ausgangslage für Privatanleger. Die Entwicklungen im Venture Capital Markt 2025 zeigen vielversprechende Trends für antizyklische Investoren.
Positive Signale für Neueinsteiger im Detail:
Bewertungen haben sich um 30-50% vom Höchststand korrigiert
Schwache Startups ohne tragfähiges Geschäftsmodell sind bereits ausgeschieden
Qualität und Profitabilität setzen sich wieder durch
Weniger Konkurrenz durch amerikanische Großinvestoren
Europäische Fonds sammeln wieder verstärkt Kapital ein
Erste Anzeichen einer Bodenbildung werden sichtbar
Konkrete Zahlen aus Deutschland, die Mut machen:
7,4 Milliarden Euro Risikokapital wurden 2024 in deutsche Startups investiert
Fokus liegt auf Frühphasen-Finanzierungen (über 50% des Volumens)
Europäische Startups als attraktive Anlagechance bieten enormes Potenzial
Deutsche Deep-Tech-Startups ziehen verstärkt internationales Interesse an
Berlin und München etablieren sich als führende europäische Tech-Hubs
Häufige Fehler von Privatanlegern vermeiden - aus Erfahrung lernen
Fehler 1: Zu früh aussteigen - Die Ungeduld-Falle
Viele Privatanleger verkaufen nach den ersten Verlusten oder bei ausbleibenden schnellen Gewinnen. Dabei zeigt die Historie eindeutig: Die größten Gewinne kommen oft nach den größten Verlusten. Wer 2009 in Panik verkaufte, verpasste die spektakuläre Vervielfachung der folgenden Jahre. Die Illiquidität als Chance erklärt ausführlich, warum Geduld sich auszahlt.
So vermeiden Sie diesen Fehler:
Definieren Sie von Anfang an einen 10-Jahres-Horizont
Ignorieren Sie kurzfristige Schwankungen konsequent
Führen Sie ein Investment-Tagebuch über Ihre Emotionen
Erinnern Sie sich an historische Erfolgsbeispiele
Setzen Sie nur Kapital ein, das Sie wirklich langfristig entbehren können
Fehler 2: Alles auf eine Karte setzen - Das Konzentrations-Risiko
Auch bei der aggressivsten Strategie sollten maximal 35% in Risikokapital fließen. Der Rest gehört in sichere Anlagen wie Anleihen, Tagesgeld oder Immobilienfonds - wobei VC oft die bessere Alternative ist.
Optimale Portfolio-Aufteilung je nach Risikotyp:
Konservativ: 15% VC, 60% Anleihen/Tagesgeld, 25% Aktien
Ausgewogen: 25% VC, 40% Anleihen/Tagesgeld, 35% Aktien
Aggressiv: 35% VC, 20% Anleihen/Tagesgeld, 45% Aktien
Fehler 3: Ungeduld - Die Zeit-Falle
Risikokapital ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die ersten Rückflüsse kommen oft erst nach 5-7 Jahren, die großen Gewinne noch später. Verstehen Sie Performance-Kennzahlen wie TVPI vs. MOIC, um realistische Erwartungen zu entwickeln.
Typischer Zeitverlauf einer VC-Investition:
Jahre 1-3: Kapitalabrufe und Aufbau des Portfolios
Jahre 3-5: Erste Bewertungssteigerungen, aber noch keine Ausschüttungen
Jahre 5-7: Erste kleinere Exits und Rückflüsse
Jahre 7-10: Hauptphase der Exits und großen Gewinne
Jahre 10+: Letzte Positionen werden veräußert
Steuerliche Aspekte clever nutzen - mehr Netto vom Brutto
Verlustverrechnung in Krisenzeiten optimal einsetzen
Wenn andere Anlagen in der Krise Verluste machen, können Sie diese steuerlich mit späteren Risikokapital-Gewinnen verrechnen. Das reduziert Ihre Steuerlast erheblich und verbessert die Nettorendite deutlich.
Konkrete Steueroptimierung:
Realisieren Sie Verluste aus Aktienverkäufen gezielt
Verrechnen Sie diese mit späteren VC-Gewinnen
Nutzen Sie den Verlustvortrag über mehrere Jahre
Beachten Sie die Teilfreistellung bei Fonds
Dokumentieren Sie alle Transaktionen sorgfältig
Langfristige Haltedauer als Steuervorteil
Nach einem Jahr Haltedauer profitieren Sie von reduzierten Steuersätzen. Bei Risikokapital mit 7-10 Jahren Laufzeit ist das automatisch gegeben. Zusätzlich greifen oft Sonderregelungen für Streubesitz.
Steuerliche Behandlung im Detail:
Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 25% plus Soli
Bei Fonds greift teilweise die Teilfreistellung
Verluste können mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden
Thesaurierende Fonds bieten Steuerstundungseffekte
Ihr konkreter Aktionsplan
Sofortmaßnahmen (Kurzfristig)
Vermögensaufstellung erstellen:
Listen Sie alle Ihre aktuellen Anlagen detailliert auf
Berechnen Sie Ihre aktuelle Asset-Allokation
Identifizieren Sie liquide Mittel für Umschichtungen
Prüfen Sie steuerliche Verlustvorträge
Liquidität prüfen und aufbauen:
Wie viel können Sie sofort umschichten?
Welche Anlagen können Sie bei Bedarf verkaufen?
Bauen Sie eine Liquiditätsreserve von 20-30% auf
Kündigen Sie unnötige Sparverträge mit schlechten Konditionen
Risikotoleranz ehrlich bestimmen:
Welche Strategie passt zu Ihrer Lebenssituation?
Wie reagieren Sie emotional auf Verluste?
Haben Sie den nötigen Anlagehorizont?
Besprechen Sie die Pläne mit Ihrer Familie
Erste Informationen einholen:
Erfahren Sie mehr über 4 Wege, um in Start-ups zu investieren
Vergleichen Sie verschiedene Dachfonds-Anbieter
Besuchen Sie Informationsveranstaltungen
Sprechen Sie mit erfahrenen VC-Investoren
Mittelfristige Planung
Einstieg wagen mit Bedacht:
Starten Sie mit einer kleineren Position (z.B. 10.000 Euro)
Wählen Sie einen etablierten Dachfonds mit Track Record
Richten Sie einen Sparplan für regelmäßige Investments ein
Dokumentieren Sie Ihre Investment-Entscheidungen
Erfahrungen sammeln und lernen:
Verfolgen Sie die Quartalsberichte aufmerksam
Verstehen Sie die Portfolio-Entwicklung
Lernen Sie die investierten Startups kennen
Tauschen Sie sich mit anderen Investoren aus
Bei Gelegenheit nachschichten:
Erhöhen Sie bei weiteren Marktrückgängen
Nutzen Sie Sondersituationen für Zukäufe
Bleiben Sie flexibel in der Umsetzung
Behalten Sie Ihre Liquiditätsreserve im Blick
Langfristige Perspektive (2026-2035)
Durchhalten in schwierigen Phasen:
Auch wenn es mal schlechter läuft - bleiben Sie dabei
Erinnern Sie sich an Ihre langfristigen Ziele
Ignorieren Sie kurzfristige Marktschwankungen
Vertrauen Sie auf die historischen Renditemuster
Ernten der ersten Früchte:
Erste Ausschüttungen kommen typischerweise ab Jahr 5-7
Freuen Sie sich über erfolgreiche Exits
Akzeptieren Sie, dass auch Totalverluste dazugehören
Die Gewinner gleichen die Verlierer mehr als aus
Reinvestieren für Vermögensaufbau:
Nutzen Sie Rückflüsse für neue Vintage-Jahre
Bauen Sie systematisch verschiedene Jahrgänge auf
Profitieren Sie vom Zinseszinseffekt
Erhöhen Sie schrittweise Ihre Investments
Die Zukunft gehört den Mutigen - aber mit Verstand
Warum Risikokapital für Privatanleger unverzichtbar wird
Die traditionellen Anlageformen verlieren zunehmend an Attraktivität. Der MSCI World im Minus zeigt die Grenzen reiner Aktienstrategien. Gleichzeitig bieten Sparbücher und Anleihen kaum noch reale Renditen. Risikokapital wird damit zur unverzichtbaren Renditequelle für den langfristigen Vermögensaufbau.
Der europäische Vorteil für deutsche Anleger
Europa und speziell Deutschland entwickeln sich zu echten Alternativen zum Silicon Valley. Paris als Startup-Metropole zeigt, was möglich ist. Deutsche Anleger können von dieser Entwicklung besonders profitieren:
Keine Währungsrisiken bei Euro-Investments
Besseres Verständnis der lokalen Märkte
Direkter Zugang zu europäischen Top-Fonds
Steuerliche Vorteile bei heimischen Investments
Unterstützung der lokalen Innovationslandschaft
Fazit: Mut wird belohnt - aber mit Verstand und System
Die empirische Analyse von 16 Jahren Risikokapital-Renditen zeigt eindeutig: Privatanleger, die in Krisenzeiten mutig in Risikokapital umschichten, erzielen dramatisch höhere Renditen als vorsichtige Sparer. Der Unterschied zwischen 8,2% und 15,3% jährlicher Rendite bedeutet über 16 Jahre den Unterschied zwischen 320.000 und 867.000 Euro Endvermögen bei 100.000 Euro Startkapital.
Die aktuelle Marktphase bietet Privatanlegern eine seltene historische Chance. Während der breite Markt schwächelt, können Sie antizyklisch in Europas Zukunft investieren. Lernen Sie von den Profis und legen Sie an wie die Reichen, um Ihr Portfolio gegen künftige Krisen zu sichern.
Die Erfolgsfaktoren sind klar definiert:
Ausreichende Liquiditätsreserven für opportunistische Investments
Breite Diversifikation über Fonds, Branchen und Regionen
Langfristige Anlagehorizonte von mindestens 10 Jahren
Systematische Herangehensweise statt emotionaler Entscheidungen
Professionelle Umsetzung über etablierte Dachfonds
Denken Sie daran: Die größten Vermögen entstehen, wenn mutige Anleger in schwierigen Zeiten investieren, während andere in Panik verkaufen. Die Geschichte zeigt, dass Krisen die besten Einstiegszeitpunkte bieten. Die aktuelle Marktschwäche ist Ihre Chance, zu den Gewinnern der nächsten Aufschwungphase zu gehören.
Werden Sie jetzt aktiv:
Analysieren Sie Ihre aktuelle Vermögenssituation
Wählen Sie die zu Ihnen passende Strategie
Nutzen Sie professionelle Dachfonds ab 10.000 Euro
Bleiben Sie langfristig dabei und ernten Sie die Früchte
Die Frage ist nicht, ob Sie in Risikokapital investieren sollten. Die Frage ist nur: Werden Sie zu den mutigen Gewinnern gehören oder zu den ängstlichen Verlierern? Die Entscheidung liegt bei Ihnen - aber die Zeit zum Handeln ist jetzt.
FAQ: VC-Exposure bei Marktschwäche hochfahren – Rebalancing und Rendite
Was bedeutet VC-Exposure und warum ist es in Krisenzeiten relevant?
VC-Exposure beschreibt den Anteil eines Portfolios, der in Venture Capital investiert ist. In Krisenzeiten können sich durch niedrigere Bewertungen und weniger Wettbewerb attraktive Einstiegschancen ergeben, die langfristig überdurchschnittliche Renditen ermöglichen.
Welche Rebalancing-Strategien gibt es für Venture Capital?
Konstant-Exposure: Fester VC-Anteil, unabhängig vom Marktumfeld.
Antizyklisches Rebalancing: Erhöhung des VC-Anteils bei Marktschwäche, Reduktion in Boomphasen.
Krisen-Rebalancing: Deutliche Erhöhung des VC-Anteils gezielt während und kurz nach Krisen.
Welche Strategie hat historisch die höchste Rendite erzielt?
Das Krisen-Rebalancing erzielte zwischen 2008 und 2024 die höchste jährliche Rendite (15,3% p.a.), gefolgt vom antizyklischen Ansatz (12,7% p.a.) und dem konstanten Exposure (8,2% p.a.).
Wie beeinflussen Krisen die Performance von VC-Investments?
Nach einem kurzfristigen Einbruch folgen oft starke Erholungsphasen, in denen Investments zu günstigen Bewertungen überdurchschnittliche Renditen erzielen können.
Welche Risiken bestehen bei erhöhter VC-Allokation in Krisenzeiten?
Illiquidität: Kapital ist langfristig gebunden.
Konzentrationsrisiko: Übergewichtung einzelner Jahrgänge oder Sektoren.
Regulatorische Limits: Institutionelle Investoren müssen Asset-Allocation-Vorgaben beachten.
Wie kann ich mein VC-Portfolio in Krisenzeiten optimal rebalancieren?
Liquiditätsreserven für Opportunitäten vorhalten.
Diversifikation über Fonds, Stages und Regionen sicherstellen.
Fokus auf erfahrene Fund-Manager und Due Diligence legen.
Wie entwickelt sich der deutsche VC-Markt aktuell?
2024 zeigt der deutsche VC-Markt eine vorsichtige Erholung mit steigendem Deal-Volumen und Fokus auf Early-Stage-Investments. Die Beteiligung internationaler Investoren ist rückläufig.
Für wen eignet sich die Krisen-Rebalancing-Strategie?
Für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont, ausreichender Liquidität und Bereitschaft, temporäre Volatilität zu akzeptieren. Institutionelle Anleger profitieren besonders, wenn sie flexibel agieren können.
Tipp: Eine individuelle Strategie sollte immer auf die eigenen Ziele, Risikotoleranz und regulatorischen Rahmenbedingungen abgestimmt werden.
Quellen
Cambridge Associates. (2024). Global private investment report Q3 2024. Cambridge Associates LLC.
Gompers, P., Kovner, A., Lerner, J., & Scharfstein, D. (2020). Performance persistence in entrepreneurship. Journal of Financial Economics, 96(1), 18–32. https://doi.org/10.1016/j.jfineco.2009.11.001
Howell, S. T., Lerner, J., Nanda, R., & Townsend, R. R. (2020). Financial distancing: How venture capital follows the economy down and curtails innovation. National Bureau of Economic Research Working Paper, 27150. https://doi.org/10.3386/w27150
Invest Europe. (2024). 2024 European private equity activity report. Invest Europe Association.
KfW Research. (2024). German venture capital barometer Q4 2024. KfW Bankengruppe.
KfW Research. (2025). German venture capital market started the year on a strong footing. KfW Bankengruppe. https://www.kfw.de/About-KfW/Newsroom/Latest-News/Pressemitteilungen-Details\_845697.html
Neuberger Berman. (2022). The historical impact of economic downturns on private equity. Neuberger Berman Group LLC.
Thomson Reuters. (2009). Venture capital performance declines slightly as of third quarter 2008. Thomson Reuters Corporation.https://ir.thomsonreuters.com/news-releases/news-release-details/venture-capital-performance-declines-slightly-third-quarter-2008
