BIOWEG sichert sich 1,5 Mio. € für die Entwicklung einer nachhaltigen Plattform zur Rückgewinnung seltener Erden
Das deutsche Biotechnologie-Startup BIOWEG hat eine Finanzierung in Höhe von 1,5 Mio. € von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) erhalten, um eine innovative Plattform zur Rückgewinnung seltener Erden aus industriellen Abfallströmen zu entwickeln. Die Partnerschaft mit der TU Berlin stärkt die wissenschaftliche Grundlage des Projekts.


Das deutsche Biotechnologie-Startup BIOWEG hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) eine Finanzierung in Höhe von 1,5 Mio. € erhalten, um eine innovative Plattform zur Rückgewinnung von seltenen Erden (Rare Earth Elements, REE) aus industriellen Abfallströmen zu entwickeln. Diese Förderung stammt von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) im Rahmen der Tech Metal Transformation Challenge, die darauf abzielt, neuartige Prozesse zur Rückgewinnung kritischer Metalle aus komplexen Abfallströmen zu entwickeln und zu validieren.
"Die Förderung durch SPRIND ermöglicht es uns, die Entwicklung einer nachhaltigen und biobasierten REE-Rückgewinnungsplattform in Zusammenarbeit mit der TU Berlin zu beschleunigen. Sie basiert auf BIOWEGs Expertise in der Fermentation von Abfallströmen und grüner Chemie und erweitert die Anwendungsmöglichkeiten der Fähigkeiten, die wir bereits in der Produktion von bakterieller Zellulose im industriellen Maßstab einsetzen." – Dr. Prateek Mahalwar, Mitgründer und CEO von BIOWEG.
Finanzierungsrunde – Faktenbox
Startup: BIOWEG GmbH
Hauptsitz: Quakenbrück, Deutschland
Sektor: Biotechnologie
Finanzierungsrunde: Förderung
Volumen: 1,5 Mio. €
Gesamtfinanzierung: Nicht bekannt
Investoren: SPRIND (Bundesagentur für Sprunginnovationen)
Verwendung der Mittel: Entwicklung einer Plattform zur Rückgewinnung seltener Erden
Neue Ernennungen: Keine angekündigt
BIOWEG: Pionierarbeit in der nachhaltigen Biotechnologie
BIOWEG wurde 2019 von Dr. Prateek Mahalwar und Srinivas Karuturi gegründet und hat seinen Sitz in Quakenbrück, Deutschland. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung von biologisch abbaubaren, mikroplastikfreien Inhaltsstoffen spezialisiert, die mithilfe von bakterieller Zellulose und grüner Chemie hergestellt werden. Diese Produkte finden Anwendung in den Bereichen Kosmetik, Körperpflege, Landwirtschaft und Lebensmittel. BIOWEG nutzt Präzisionsfermentation, um Nebenströme der Lebensmittelindustrie in bakterielle Zellulose umzuwandeln, die anschließend zu funktionalen Materialien veredelt wird. Das Unternehmen betreibt eine Pilotproduktionsanlage in Quakenbrück mit einer Kapazität von bis zu sechs Tonnen sowie ein Materialwissenschafts-, Formulierungs- und Anwendungslabor auf dem Campus von Bayer Crop Science in Monheim.
Bedeutung der Finanzierung für BIOWEG und den Markt
Die jüngste Finanzierung in Höhe von 1,5 Mio. € ermöglicht es BIOWEG, seine Forschung und Entwicklung im Bereich der Rückgewinnung seltener Erden aus industriellen Abfallströmen voranzutreiben. Dies ist besonders relevant, da seltene Erden für zahlreiche High-Tech-Anwendungen unerlässlich sind und ihre nachhaltige Gewinnung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Partnerschaft mit der TU Berlin stärkt die wissenschaftliche Basis des Projekts und unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen zwischen Startups und akademischen Institutionen. Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem wachsenden Trend, innovative und umweltfreundliche Technologien zur Ressourcengewinnung zu fördern.
Ausblick und Marktvergleich
BIOWEG positioniert sich mit seiner Technologie zur Rückgewinnung seltener Erden in einem wachsenden Markt für nachhaltige Rohstoffgewinnung. Die Fähigkeit, wertvolle Metalle aus Abfallströmen zu extrahieren, bietet nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche Chancen. Herausforderungen könnten in der Skalierung der Technologie und der Integration in bestehende industrielle Prozesse liegen. Dennoch zeigt der Erfolg von BIOWEG, dass innovative biotechnologische Ansätze das Potenzial haben, traditionelle Methoden der Rohstoffgewinnung zu revolutionieren und einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten.
Fazit
Mit der neuen Finanzierung und der Partnerschaft mit der TU Berlin stärkt BIOWEG seine Position als Vorreiter in der nachhaltigen Biotechnologie. Die Entwicklung einer Plattform zur Rückgewinnung seltener Erden aus Abfallströmen könnte einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit leisten. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie effektiv BIOWEG diese Technologie skalieren und in den Markt integrieren kann.
Quellen
Startup-Website: https://bioweg.com/