Cybersecurity-Startup Sola Security schließt 35 Mio. $ Series‑A – Microsofts M12 beteiligt
Das 2024 gegründete israelische Cybersecurity‑Startup Sola Security aus Tel Aviv sichert sich 35 Mio. $ in einer Series‑A, angeführt von S32 und mit Beteiligung von Microsofts M12, um seine AI‑gestützte No‑Code‑Plattform auszubauen und international zu skalieren.


Sola Security, ein 2024 gegründetes israelisches Cybersecurity-Startup aus Tel Aviv, hat eine Series‑A-Finanzierungsrunde über 35 Mio. $ abgeschlossen. Die Runde, angeführt von Rückkehrinvestor S32 und mit Beteiligung des Microsoft‑Venturefonds M12 sowie weiterer Kapitalgeber, soll das AI‑gestützte No‑Code‑Produkt weiterentwickeln und die Marktposition ausbauen.
„Our industry needs to move faster, and to do what needs to be done so solutions are simple, lightweight and tailored to specific needs.“
– Guy Flechter, Co‑Founder und Chief Executive Officer. (siliconangle.com)
Finanzierungsrunde – Faktenbox
Startup: Sola Security
Sitz: Tel Aviv, Israel. (sola.security)
Branche: Cybersecurity, AI‑gestützte No‑Code‑Plattform für Sicherheits‑Apps. (siliconangle.com, sola.security)
Finanzierungsrunde: Series A. (prnewswire.com, siliconangle.com)
Volumen: 35 Mio. $. (prnewswire.com, siliconangle.com)
Bisher eingesammelt: 65 Mio. $ (vorherige Seed‑Runde 30 Mio. $). (prnewswire.com, en.globes.co.il)
Investoren: Lead S32; Beteiligte: M12 (Microsoft), New Era Capital Partners; weitere bestehende Investoren wie Mike Moritz, S Capital und Glilot Capital Partners. (prnewswire.com, siliconangle.com)
Verwendung der Mittel: Ausbau der AI‑Fähigkeiten, Weiterentwicklung der Plattform, internationale Expansion und operative Skalierung (Unternehmensangaben). (prnewswire.com, sola.security)
Neue Personalien: Keine CEO‑Wechsel berichtet; konkrete Personalzugänge wurden nicht veröffentlicht. Unternehmensbewertung wurde nicht veröffentlicht. (prnewswire.com, sola.security)
Startup & Geschäftsmodell
Sola Security bietet eine AI‑gestützte, no‑code Plattform, mit der Sicherheitsteams ohne umfangreiche Entwicklerressourcen eigene Erkennungs‑ und Monitoring‑Apps bauen können. Nutzer definieren, welche Systeme und welche Risikoarten sie überwachen wollen; die Plattform verbindet sich mit den Zielsystemen, sammelt relevante Telemetrie und generiert automatisch Abfragen, Visualisierungen und Workflows. Zu den Anwendungsbereichen zählen Cloud‑Konfiguration, Identitäts‑ und Zugriffsmanagement, Compliance und Posture‑Monitoring. (siliconangle.com, sola.security)
Das Produkt verfolgt einen Self‑Service‑Ansatz: Neben einer „App Gallery“ mit vorkonfigurierten Use‑Cases stellt Sola ein Studio zur Verfügung, in dem Teams per No‑Code‑Interface oder Prompt‑gesteuert maßgeschneiderte Security‑Apps erzeugen. Dadurch adressiert Sola sowohl größere Enterprises, die schnell spezifische Kontrollen implementieren wollen, als auch kleinere Security‑Teams, die keine dedizierten DevOps‑Ressourcen haben. Die Gründer, Guy Flechter und Ron Peled, bringen dabei operative Erfahrung aus Cider Security und LivePerson mit, was bei der Produktgestaltung und Go‑to‑Market‑Positionierung sichtbar ist. (sola.security, en.globes.co.il)
In den sechs Monaten seit dem Launch aus dem „Stealth“ berichtet Sola von über 2.000 Nutzern und mehr als 1.000 selbst erstellten Security‑Apps – Kennzahlen, die als frühe Produkt‑Markt‑Validierung gewertet werden können, allerdings ohne genaue Angaben zur Zusammensetzung dieser Nutzer (Kostenpflichtig vs. Trial, Unternehmensgröße) veröffentlicht wurden. (siliconangle.com, sola.security)
Bedeutung der Runde für Startup & Markt
Die Serie‑A ist aus zwei Gründen relevant: Erstens signalisiert die Beteiligung von M12 nicht nur Kapital, sondern strategische Nähe zu Microsoft‑Ökosystemen, was für Integrationen und Go‑to‑Market‑Kooperationen von hoher Relevanz sein kann. Einige Berichte erwähnen eine Kooperationsvereinbarung im Zusammenhang mit der Finanzierung; Sola selbst nennt die Unterstützung durch M12 als Rückenwind für die Produktentwicklung. (calcalistech.com, prnewswire.com)
Zweitens verschafft die Runde Sola Reichweite und Ressourcen, um die AI‑Funktionalität weiter zu automatisieren und die Plattform‑Skalierbarkeit zu erhöhen. In einem Markt, der von spezialisierten Point‑Solutions und komplexen Sicherheits‑Stacks geprägt ist, adressiert Sola die wachsende Nachfrage nach flexiblen, schnell einsetzbaren Tools, die Anpassungen ohne langwierige Engineering‑Projekte erlauben. Die Kombination aus No‑Code‑Usability und generativer AI zur App‑Generierung positioniert Sola am Schnittpunkt zweier starker Trends im Enterprise‑Softwaremarkt. (securityweek.com, techfundingnews.com)
Finanziell zeigt die Folgefinanzierung auch ein Investorenvertrauen in die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells: Die Darstellung, dass Seed‑Mittel teilweise noch vorhanden sind, legt nahe, dass die Series‑A primär strategisch motiviert war (z. B. Microsoft‑Beteiligung) und für beschleunigtes Wachstum genutzt werden soll. Eine offizielle Unternehmensbewertung wurde nicht veröffentlicht. (calcalistech.com, prnewswire.com)
Ausblick oder Marktvergleich
Kurzfristig wird Sola die nächsten Monate nutzen müssen, um nachzuweisen, dass die Plattform in produktiven Unternehmensumgebungen wiederkehrende, messbare Sicherheitsverbesserungen liefert und nicht nur explorative Proof‑of‑Value‑Projekte. Wichtige KPIs werden Mutationsrate von Trial zu zahlenden Kunden, durchschnittlicher Vertragswert sowie die Fähigkeit sein, komplexe Enterprise‑Datenquellen sicher und performant zu integrieren.
Verglichen mit etablierten Cloud‑Security‑ und SIEM‑Anbietern setzt Sola auf Modularität und Geschwindigkeit statt auf ein monolithisches Toolset. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Es kann schnelle Adoption begünstigen, aber gleichzeitig Integrations‑ und Compliance‑Hürden in regulierten Branchen aufwerfen. Strategisch könnte die Partnerschaft mit Microsoft hierbei als Beschleuniger dienen, sofern tiefere Integrationen in Azure‑Umgebungen und Vertriebskanäle erfolgen. (calcalistech.com, securityweek.com)
Für Investoren bleibt zu prüfen, ob die Unit Economics bei wachsendem Enterprise‑Fokus robust skalieren und ob Sola genug Differenzierung gegenüber anderen No‑Code/Low‑Code‑Plattformen und spezialisierten Security‑Vendors bieten kann. Sollte Sola die versprochenen Zeit‑zu‑Wert‑Vorteile in standardisierten Messgrößen belegen, besteht Potenzial für schnelle Marktanteilsgewinne in Segmenten mit begrenzten Security‑Engineering‑Ressourcen.
Quellenangaben
SiliconANGLE: https://siliconangle.com/2025/09/04/cybersecurity-startup-sola-security-closes-35m-round-backed-microsoft/
Tech in Asia: https://www.techinasia.com/news/israeli-cybersecurity-firm-sola-raises-35m-series
Startup-Website: https://sola.security