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Emm sichert sich 7,7 Mio. € für die Einführung des weltweit ersten intelligenten Menstruationsbechers

Das britische FemTech-Startup Emm hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 7,7 Mio. € eingesammelt, um seinen innovativen, vernetzten Menstruationsbecher auf den Markt zu bringen. Emm kombiniert medizinisches Silikon mit Sensortechnologie, um den Menstruationsfluss zu messen und Zyklusmetriken zu verfolgen. Die Daten werden über eine App bereitgestellt, die personalisierte Einblicke ermöglicht. Das Produkt wird Anfang 2026 auf den britischen Markt kommen.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
20. November 20253 min
Emm sichert sich 7,7 Mio. € für die Einführung des weltweit ersten intelligenten Menstruationsbechers

Das britische FemTech-Startup Emm hat in einer überzeichneten Seed-Finanzierungsrunde 7,7 Mio. € (9 Mio. $) eingesammelt, um seinen innovativen, vernetzten Menstruationsbecher auf den Markt zu bringen. Diese Investition unterstreicht das wachsende Interesse an Technologien, die die Gesundheit von Frauen durch datengestützte Lösungen verbessern.

"Menstruation wird oft als fünftes Vitalzeichen bezeichnet, doch der Wearable-Sektor hat dieses Thema bisher weitgehend ignoriert, sodass Millionen von Menschen ohne die notwendigen Daten sind, um ihren Körper besser zu verstehen und für sich selbst einzutreten", erklärt Jenny Button, Gründerin und CEO von Emm. "Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der die Menstruationsgesundheit ebenso umfassend gemessen und verstanden wird wie die kardiovaskuläre oder metabolische Gesundheit, und den Menschen objektive, umsetzbare Erkenntnisse zur Verfügung stehen, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden besser zu managen."

Finanzierungsrunde – Faktenbox

Startup: Emm
Hauptsitz: Bristol, Vereinigtes Königreich
Sektor: FemTech
Finanzierungsrunde: Seed
Volumen: 7,7 Mio. €
Gesamtfinanzierung: Nicht bekannt gegeben
Investoren: Lunar Ventures (Lead), Labcorp Venture Fund, Tiny VC, BlueLion Global, Alumni Ventures; Angel-Investoren: Amar Shah, Vivek Garipalli, Harpreet Rai
Verwendung der Mittel: Produktentwicklung und Markteinführung
Neue Ernennungen: Keine angekündigt

Emm: Pionierarbeit im Bereich der biowearable Technologie

Emm wurde 2020 von Jenny Button gegründet und hat seinen Sitz in Bristol, Vereinigtes Königreich. Das Unternehmen ist im FemTech-Sektor tätig und entwickelt den weltweit ersten intelligenten Menstruationsbecher. Dieses Produkt kombiniert medizinisches Silikon mit ultradünner Sensortechnologie, um den Menstruationsfluss zu messen und wichtige Zyklusmetriken zu verfolgen. Die gesammelten Daten werden über eine begleitende App bereitgestellt, die den Nutzerinnen personalisierte Einblicke in ihre Menstruationsgesundheit ermöglicht. Emm plant, das Produkt Anfang 2026 auf den britischen Markt zu bringen, mit weiteren Märkten, die folgen sollen.

Bedeutung der Finanzierungsrunde für Emm und den Markt

Die erfolgreiche Seed-Finanzierung von Emm in Höhe von 7,7 Mio. € positioniert das Unternehmen als einen der führenden Akteure im aufstrebenden FemTech-Sektor. Diese Investition ermöglicht es Emm, seine Produktentwicklung zu beschleunigen und die Markteinführung seines intelligenten Menstruationsbechers voranzutreiben. Die Beteiligung renommierter Investoren wie Lunar Ventures und des Labcorp Venture Fund unterstreicht das Vertrauen in Emms innovative Technologie und deren Potenzial, die Menstruationsgesundheit zu revolutionieren.

Diese Finanzierungsrunde spiegelt einen breiteren Trend im Bereich der Frauen-Gesundheitstechnologie wider. Beispielsweise sicherte sich das Londoner Startup Hormona kürzlich 7,8 Mio. € in einer Seed-Runde zur Weiterentwicklung seiner Hormon-Tracking-Plattform. Solche Investitionen zeigen das wachsende Interesse und die Anerkennung der Bedeutung von Technologien, die speziell auf die Gesundheitsbedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind.

Marktvergleich und Ausblick

Emm tritt in einen Markt ein, der zunehmend von innovativen FemTech-Lösungen geprägt ist. Während Unternehmen wie Hormona sich auf Hormon-Tracking konzentrieren, bietet Emm mit seinem intelligenten Menstruationsbecher eine einzigartige Lösung, die sowohl den Menstruationsfluss misst als auch wichtige Zyklusmetriken verfolgt. Diese Kombination aus Hardware und datengestützter Software hebt Emm von anderen Anbietern ab und adressiert ein bisher wenig beachtetes Segment im Bereich der Wearable-Technologie.

Herausforderungen könnten in der Markteinführung und der Akzeptanz des Produkts liegen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und die Integration in bestehende Gesundheitssysteme. Dennoch bietet die zunehmende Anerkennung der Bedeutung der Menstruationsgesundheit und das wachsende Interesse an FemTech-Produkten eine solide Grundlage für Emms zukünftiges Wachstum und die Skalierung seiner innovativen Lösung.

Fazit

Mit der erfolgreichen Seed-Finanzierung von 7,7 Mio. € steht Emm an der Spitze der Innovation im Bereich der Menstruationsgesundheit. Die Kombination aus fortschrittlicher Sensortechnologie und datengestützter Analyse verspricht, den Markt für Menstruationsprodukte nachhaltig zu verändern und den Nutzerinnen wertvolle Einblicke in ihre Gesundheit zu bieten.

Quellen

(eu-startups.com)

Startup-Website: https://www.emm.co