Hub/Magazine/Finanzierungsrunde

Euler sichert sich 2 Mio. € zur Skalierung KI-gestützter 3D-Druck-Software

Das isländische Software-Startup Euler hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Mio. € abgeschlossen, um seine KI-gestützte Software für den industriellen 3D-Druck weiterzuentwickeln und zu skalieren. Die Runde wurde von Frumtak Ventures und Kvanted angeführt.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
14. November 20253 min
Euler sichert sich 2 Mio. € zur Skalierung KI-gestützter 3D-Druck-Software

Das isländische Software-Startup Euler hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Mio. € abgeschlossen, um seine KI-gestützte Software für den industriellen 3D-Druck weiterzuentwickeln und zu skalieren. Die Runde wurde gemeinsam von Frumtak Ventures und Kvanted angeführt.

"Additive Fertigung hat ihr disruptives Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft. Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Skalierbarkeit und Qualitätssicherung bestehen weiterhin. Euler hilft Herstellern bereits, diese Probleme zu überwinden, und diese Investition wird es uns ermöglichen, unser Wachstum fortzusetzen und exponentiell zu expandieren, um die additive Fertigung als zuverlässigen Produktionsprozess zu etablieren." – Dr. Eythor Runar Eiriksson, Mitbegründer und CEO von Euler.

Finanzierungsrunde – Faktenbox

Startup: Euler

Hauptsitz: Reykjavík, Island

Sektor: Software für additive Fertigung

Finanzierungsrunde: Seed

Volumen: 2 Mio. €

Gesamtfinanzierung: Nicht bekannt gegeben

Investoren: Frumtak Ventures, Kvanted

Verwendung der Mittel: Produktentwicklung und Marktexpansion

Neue Ernennungen: Ásthildur Otharsdóttir (Frumtak Ventures) und Eerik Paasikivi (Kvanted) treten dem Vorstand bei

Euler: KI-gestützte Qualitätssicherung im 3D-Druck

Euler wurde als Spin-off der Technischen Universität Dänemark gegründet und hat seinen Hauptsitz in Reykjavík, Island. Das Unternehmen entwickelt Softwarelösungen für den industriellen 3D-Druck, insbesondere für Verfahren wie das Laser-Pulverbettschmelzen (LPBF) und das selektive Lasersintern (SLS). Die Software von Euler integriert sich nahtlos in bestehende 3D-Drucker und nutzt vorhandene Kameradaten, um mithilfe von KI-Algorithmen potenzielle Defekte in Echtzeit zu erkennen und vorherzusagen. Dies ermöglicht es Herstellern, Fehler frühzeitig zu identifizieren und zu beheben, ohne zusätzliche Hardware installieren zu müssen. Das Geschäftsmodell von Euler basiert auf Lizenzgebühren für die Nutzung der Software sowie auf Beratungsdienstleistungen zur Implementierung und Optimierung der Qualitätssicherungsprozesse.

Bedeutung der Finanzierungsrunde für Euler und den Markt

Die aktuelle Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Mio. € markiert einen bedeutenden Meilenstein für Euler und unterstreicht das Vertrauen der Investoren in das Potenzial des Unternehmens. Mit den Mitteln plant Euler, die Einführung seiner Plattform zu beschleunigen, das Team insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Marketing zu erweitern und die Produktentwicklung voranzutreiben. Diese Investition erfolgt im Vorfeld der Formnext in Frankfurt, der weltweit führenden Messe für additive Fertigung, auf der Euler seine Produkte offiziell vorstellen und Partnerschaften mit Unternehmen wie Autodesk und Scanlab bekannt geben wird. Die Finanzierung spiegelt auch einen breiteren Trend im Risikokapital wider, bei dem verstärkt in Unternehmen investiert wird, die KI zur Verbesserung von Fertigungsprozessen einsetzen.

Wettbewerb und Marktvergleich

Der Markt für 3D-Druck-Software ist wettbewerbsintensiv, mit etablierten Akteuren wie Ultimaker Cura und Repetier-Host, die Open-Source-Lösungen für die Druckvorbereitung anbieten. Jedoch konzentrieren sich diese Tools hauptsächlich auf die Slicing-Phase und bieten keine umfassende Echtzeit-Qualitätsüberwachung während des Druckprozesses. Euler differenziert sich durch seine KI-gestützte Echtzeit-Fehlererkennung, die es ermöglicht, Defekte während des Drucks zu identifizieren und zu korrigieren, was zu einer höheren Produktionsqualität und Effizienz führt. Herausforderungen für Euler könnten in der Integration mit verschiedenen Druckersystemen und der Überzeugung konservativer Industrien von der Notwendigkeit solcher Überwachungssysteme liegen. Dennoch positioniert sich Euler mit seiner innovativen Lösung als Vorreiter in der Qualitätssicherung für den industriellen 3D-Druck und hat das Potenzial, die Akzeptanz und Skalierung der additiven Fertigung in verschiedenen Branchen voranzutreiben.

Fazit

Mit der erfolgreichen Seed-Finanzierung und der bevorstehenden Produktvorstellung auf der Formnext steht Euler an der Schwelle zu einer neuen Phase des Wachstums. Die Kombination aus KI-gestützter Echtzeit-Überwachung und nahtloser Integration in bestehende Systeme bietet einen erheblichen Mehrwert für Hersteller, die die Qualität und Effizienz ihrer 3D-Druckprozesse verbessern möchten. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Marktakzeptanz zu testen und weitere Partnerschaften zu etablieren, die Eulers Position im Bereich der additiven Fertigung stärken.

Quellen

https://tech.eu/2025/11/12/euler-closes-eur2m-to-scale-ai-powered-3d-printing-software/

https://paaomasijoittajat.fi/en/ajankohtaista/news/30989/euler-has-closed-a-e2-million-seed-round-co-led-by-frumtak-ventures-and-kvanted/

https://frumtak.is/blog/euler-closes-2mn-seed-round-co-led-by-frumtak-and-kvanted-to-scale-ai-powered-3d-printing-software

https://www.founderstoday.news/euler-raises-2-millions-in-funding/

https://www.euler3d.com/

Startup-Website: https://www.euler3d.com/