FineHeart sichert sich 83 Mio. € zur Förderung der Entwicklung von Herzunterstützungsgeräten
Das französische Medizintechnikunternehmen FineHeart erhält 83 Mio. € Finanzierung zur Weiterentwicklung seines Herzunterstützungsgeräts FlowMaker®, welches Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz unterstützt. Die Mittel stammen aus einer Serie-C-Finanzierungsrunde und europäischen Zuschüssen und beschleunigen Entwicklung und Marktexpansion.


Das französische Medizintechnikunternehmen FineHeart hat kürzlich eine Finanzierung in Höhe von insgesamt 83 Mio. € abgeschlossen, um die Entwicklung seines innovativen Herzunterstützungsgeräts FlowMaker® voranzutreiben. Diese Summe setzt sich aus einer ersten Tranche von 35 Mio. € der Serie-C-Finanzierungsrunde und 48 Mio. € an Zuschüssen aus dem europäischen IPCEI-Tech4Cure-Programm zusammen.
„Diese Finanzierung stärkt unser Bestreben, disruptive, patentgeschützte Technologien zu entwickeln, die eine präzisere, personalisierte, präventive und partizipative Medizin ermöglichen und gleichzeitig die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Gesundheitsautonomie Europas fördern.“ – Arnaud Mascarell, CEO und Mitbegründer von FineHeart
Finanzierungsrunde – Faktenbox
Startup: FineHeart S.A.
Hauptsitz: Bordeaux, Frankreich
Sektor: Medizintechnik
Finanzierungsrunde: Serie C
Volumen: 35 Mio. €
Gesamtfinanzierung: 83 Mio. €
Investoren: Groupe Pasteur Mutualité, Groupe Etchart, European Innovation Council (EIC) über den EIB-Fonds; bestehende Investoren: FH Founders, Lurra, IRDI, Groupe Doliam, NACO
Verwendung der Mittel: Produktentwicklung und Marktexpansion
Neue Ernennungen: Keine angekündigt
FineHeart und das Geschäftsmodell
FineHeart S.A., gegründet 2010 von Arnaud Mascarell, Dr. Stéphane Garrigue, Dr. Philippe Ritter und Philippe Plas, hat seinen Hauptsitz in Bordeaux, Frankreich. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich der Kardiologie spezialisiert. Ihr Hauptprodukt, der FlowMaker®, ist das weltweit erste vollständig implantierbare Gerät zur Beschleunigung des Herzzeitvolumens, das Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz unterstützt. Der FlowMaker® kombiniert Merkmale eines Herzschrittmachers und eines Herzunterstützungsgeräts, arbeitet synchron mit den natürlichen Herzkontraktionen und erfordert keinen aortalen Bypass, wodurch der natürliche Blutfluss des Herzens erhalten bleibt. Das Gerät wird über ein transkutanes Energiesystem aufgeladen, was das Infektionsrisiko reduziert und die Lebensqualität der Patienten verbessert. Die Implantation erfolgt minimalinvasiv bei schlagendem Herzen und dauert durchschnittlich 90 Minuten.
Bedeutung der Finanzierungsrunde für FineHeart und den Markt
Die aktuelle Finanzierungsrunde ermöglicht es FineHeart, die klinische und industrielle Entwicklung des FlowMaker® zu beschleunigen. Die Kombination aus privatem Kapital und öffentlichen Zuschüssen unterstreicht das Vertrauen in die Technologie und das Potenzial des Unternehmens. Als führender Partner im IPCEI-Tech4Cure-Programm spielt FineHeart eine zentrale Rolle bei der Strukturierung des europäischen Sektors für aktive implantierbare medizinische Geräte. Diese Positionierung stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sondern auch die europäische Gesundheitsindustrie insgesamt.
Marktvergleich und Ausblick
Im Bereich der Herzunterstützungsgeräte konkurriert FineHeart mit etablierten Unternehmen wie Abbott, deren HeartMate-Geräte den Markt dominieren. Jedoch bietet der FlowMaker® durch seine vollständige Implantierbarkeit und Synchronisation mit den natürlichen Herzkontraktionen einen innovativen Ansatz, der ihn von bestehenden Lösungen abhebt. Herausforderungen könnten in der klinischen Validierung und der Marktzulassung liegen, doch die aktuelle Finanzierung und die Unterstützung durch europäische Programme positionieren FineHeart gut für zukünftiges Wachstum. Mit der fortschreitenden Entwicklung des FlowMaker® und der geplanten Markteinführung könnte FineHeart einen bedeutenden Beitrag zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz leisten.
Fazit
FineHeart hat mit der Sicherung von 83 Mio. € einen bedeutenden Meilenstein erreicht, der die Entwicklung und Kommerzialisierung des FlowMaker® vorantreiben wird. Durch die Kombination aus privatem Kapital und öffentlichen Zuschüssen sowie der führenden Rolle im IPCEI-Tech4Cure-Programm ist das Unternehmen gut positioniert, um den Markt für implantierbare Herzunterstützungsgeräte nachhaltig zu beeinflussen und die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz zu verbessern.
Quellen
Startup-Website: https://fineheart.fr/