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Fuvex sichert sich 1,7 Mio. € in Serie-A-Finanzierungsrunde zur Expansion in neue Märkte

Das spanische Drohnen-Startup Fuvex hat erfolgreich 1,7 Mio. € in der ersten Phase seiner Serie-A-Finanzierungsrunde eingeworben, um in neue Sektoren und internationale Märkte zu expandieren.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
21. Oktober 20254 min
Fuvex sichert sich 1,7 Mio. € in Serie-A-Finanzierungsrunde zur Expansion in neue Märkte

Das spanische Drohnen-Startup Fuvex hat erfolgreich 1,7 Mio. € in der ersten Phase seiner Serie-A-Finanzierungsrunde eingeworben. Diese Investition soll die Expansion in neue Sektoren wie Gaspipelines, Landwirtschaft und Sicherheits-/Verteidigungsanwendungen sowie die internationale Expansion in Europa und Lateinamerika unterstützen.

"Dies war unsere erste echte Finanzierungsrunde nach mehr als einem Jahrzehnt der Entwicklung und Produktion. Wir haben den größten Drohnen-Inspektionsvertrag für das UFD-Naturgy-Stromnetz unterzeichnet, über 25.000 km inspiziert und das Interesse strategischer Investoren geweckt, was uns angenehm überrascht hat. Dies ist erst der Anfang: Wir skalieren bereits in Richtung Gaspipelines, Landwirtschaft und Sicherheits-/Verteidigungssektor." – Carlos Matilla Codesal, CEO und Mitbegründer von Fuvex

Finanzierungsrunde – Faktenbox

Startup: Fuvex
Hauptsitz: Tudela, Spanien
Sektor: Drohnen-Technologie
Finanzierungsrunde: Serie A
Volumen: 1,7 Mio. €
Gesamtfinanzierung: Nicht bekannt gegeben
Investoren: Sodena (500 Tsd. €), weitere nicht genannte Investoren
Verwendung der Mittel: Produktentwicklung und Marktexpansion
Neue Ernennungen: Keine angekündigt

Fuvex: Pionier in der Drohnen-Inspektion

Gegründet im Jahr 2013 von Carlos Matilla Codesal, hat sich Fuvex auf die Entwicklung von Langstrecken-Drohnen spezialisiert, die für die Inspektion kritischer Infrastrukturen eingesetzt werden. Das Unternehmen mit Sitz in Tudela, Spanien, bietet eine kosteneffiziente Alternative zu traditionellen Inspektionsmethoden, indem es autonome Drohnen einsetzt, die in der Lage sind, große Entfernungen zu überwinden und dabei hochauflösende Daten zu liefern. Das Geschäftsmodell basiert auf der Bereitstellung von Inspektionsdienstleistungen für Energieversorger und andere Infrastrukturbetreiber, wobei der Fokus auf der Verbesserung der Sicherheit und Effizienz liegt.

Bedeutung der Finanzierungsrunde für Fuvex und den Markt

Die aktuelle Finanzierungsrunde ermöglicht es Fuvex, seine Betriebskosten im laufenden Jahr um 33 % zu senken, mit dem Ziel, bis 2027 eine Reduktion von 70 % zu erreichen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine Dienstleistungen auf neue Sektoren wie Gaspipelines, Landwirtschaft und Sicherheits-/Verteidigungsanwendungen auszuweiten. Diese Expansion steht im Einklang mit dem wachsenden Trend in der Venture-Capital-Landschaft, in Unternehmen zu investieren, die innovative Technologien zur Verbesserung der Infrastrukturinspektion und -wartung entwickeln.

Marktvergleich und Ausblick

Im europäischen Markt für Drohnen-Inspektionen haben in letzter Zeit mehrere Unternehmen bedeutende Finanzierungsrunden abgeschlossen. Beispielsweise hat das Zürcher Unternehmen Voliro 19,8 Mio. € aufgebracht, um seine Luftroboter für die Instandhaltung von Infrastrukturen zu erweitern. Ein weiteres Schweizer Startup, Flybotix, sicherte sich 8,5 Mio. €, um seine Drohneninspektionen in engen Räumen zu skalieren. In Deutschland schloss Energy Robotics eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von 11,5 Mio. € ab, um seine autonome Inspektionssoftware für Energie- und Versorgungsunternehmen voranzutreiben. Im Vergleich dazu mag die Finanzierung von Fuvex kleiner erscheinen, doch sie ist strategisch bedeutsam und markiert Spaniens Beitrag zum wachsenden europäischen Ökosystem von Drohnen- und Roboter-Inspektionsunternehmen.

Fuvex differenziert sich durch den Fokus auf Langstrecken-Drohnen, die speziell für die Inspektion von Energieversorgungsnetzen, Pipelines und Sicherheitsanwendungen entwickelt wurden. Diese Spezialisierung erweitert sowohl den geografischen als auch den operativen Umfang der autonomen Inspektionsfähigkeiten in Europa. Mit über 25.000 km inspizierten Stromleitungen seit 2022 und bestehenden Verträgen mit großen Energieunternehmen wie UFD-Naturgy und Endesa plant Fuvex, bis 2026 jährlich 40.000 km zu inspizieren und bis 2028 einen Marktanteil von 71 % in Spanien zu erreichen. Die Expansion in Märkte wie Portugal, Frankreich, Italien und Lateinamerika steht ebenfalls auf der Agenda.

Aktuell beschäftigt Fuvex über 50 Mitarbeiter und plant, in den nächsten 18 Monaten 15 bis 25 weitere Fachkräfte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Ingenieurwesen und Drohnenbetrieb einzustellen. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist es, bis 2030 führend im Bereich vollständig autonomer Langstrecken-Drohnen zu werden und somit zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen, Nachhaltigkeit und Prävention von Waldbränden beizutragen.

Fazit

Mit der erfolgreichen Serie-A-Finanzierungsrunde positioniert sich Fuvex als aufstrebender Akteur im europäischen Markt für Drohnen-Inspektionen. Die geplante Expansion in neue Sektoren und Märkte sowie die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung unterstreichen das Potenzial des Unternehmens, einen bedeutenden Beitrag zur Modernisierung und Sicherung kritischer Infrastrukturen zu leisten.

Quellen

(cincodias.elpais.com)

Startup-Website: https://www.fuvex.com