Hub/Magazine/Finanzierungsrunde

Kiku sichert sich 4 Mio. € Seed-Finanzierung zur Neugestaltung der Frontline-Rekrutierung mit KI

Das dänische Startup Kiku hat kürzlich eine Seed-Finanzierung in Höhe von 4 Mio. € abgeschlossen, um die Rekrutierung von Frontline-Mitarbeitern durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zu revolutionieren.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
21. Juli 20253 min
Kiku sichert sich 4 Mio. € Seed-Finanzierung zur Neugestaltung der Frontline-Rekrutierung mit KI

Das dänische Startup Kiku hat kürzlich eine Seed-Finanzierung in Höhe von 4 Mio. € abgeschlossen, um die Rekrutierung von Frontline-Mitarbeitern durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zu revolutionieren. Diese Finanzierungsrunde wurde von Cherry Ventures angeführt, mit Beteiligung von Yellow VC sowie den Angel-Investoren Fredrik Hjelm und Felipe Navio. Die Mittel sollen in die Produktentwicklung, Teamerweiterung und den Markteintritt in zentrale europäische Märkte fließen.

„Mit Kiku sind Skalierung und Qualität nicht länger Gegensätze. Wir nutzen KI, um zu beweisen, dass Kandidaten fair behandelt werden können, während Unternehmen ihre Arbeitsweise drastisch verbessern.“

Finanzierungsrunde – Faktenbox

  • Startup: Kiku

  • Sitz: Kopenhagen, Dänemark

  • Branche: Künstliche Intelligenz, Personalwesen

  • Finanzierungsrunde: Seed

  • Volumen: 4 Mio. €

  • Bisher eingesammelt: 4,5 Mio. €

  • Investoren: Cherry Ventures, Yellow VC, Fredrik Hjelm, Felipe Navio

  • Verwendung der Mittel: Produktentwicklung, Teamerweiterung, Markteintritt in zentrale europäische Märkte

  • Neue Personalien: Keine bekanntgegeben

Startup & Geschäftsmodell

Kiku wurde 2024 von Eric André (CEO) und Rasmus Andersen (CTO) gegründet. Das Unternehmen entwickelt eine KI-gestützte Rekrutierungsplattform, die speziell für die Anforderungen der Frontline-Mitarbeiter konzipiert ist. Diese Arbeitskräfte machen über 80 % der globalen Belegschaft aus, insbesondere in Branchen wie Einzelhandel, Gastgewerbe und Logistik. Trotz ihrer Bedeutung werden sie von traditionellen Rekrutierungstools oft vernachlässigt.

Die Plattform von Kiku bietet eine mobile, konversationsbasierte Anwendung, die es Kandidaten ermöglicht, rund um die Uhr in ihrer bevorzugten Sprache per Chat oder Sprache zu kommunizieren. Ein KI-gestützter Assistent namens „Sara“ stellt strukturierte Fragen und filtert automatisch die besten Kandidaten heraus, wobei potenziell voreingenommene Informationen wie Namen und Nationalität entfernt werden. Für Rekrutierungsteams automatisiert Kiku repetitive Aufgaben wie Sourcing, Screening und Referenzprüfungen, was zu einer Zeitersparnis von über 15 Stunden pro Position führt.

Bedeutung der Runde für Startup & Markt

Die erfolgreiche Seed-Finanzierung ermöglicht es Kiku, seine Produktentwicklung voranzutreiben und in zentrale europäische Märkte zu expandieren. Angesichts der hohen Fluktuationsraten von 60–80 % pro Jahr und durchschnittlichen Besetzungszeiten von über 40 Tagen in Frontline-Positionen adressiert Kiku ein dringendes Problem im Personalwesen. Durch den Einsatz von KI zur Automatisierung und Verbesserung des Rekrutierungsprozesses positioniert sich Kiku als Vorreiter in einem bisher wenig beachteten Marktsegment.

Ausblick oder Marktvergleich

Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz von KI im Personalwesen stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Rekrutierungsprozesse effizienter und fairer zu gestalten. Kiku setzt hier an, indem es eine Lösung bietet, die sowohl die Bedürfnisse der Unternehmen als auch der Kandidaten berücksichtigt. Im Vergleich zu traditionellen Rekrutierungstools, die oft auf Büroangestellte ausgerichtet sind, bietet Kiku eine spezialisierte Plattform für Frontline-Mitarbeiter und könnte somit einen neuen Standard in der Branche setzen.

Quellenangaben