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Magentic sichert sich 5,5 Mio. $ zur Optimierung von Lieferketten durch KI

Das Londoner Startup Magentic hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde 5,5 Mio. $ eingesammelt, um seine KI-gestützten Lösungen zur Kostensenkung in globalen Lieferketten weiterzuentwickeln.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
22. Juli 20253 min
Magentic sichert sich 5,5 Mio. $ zur Optimierung von Lieferketten durch KI

Das Londoner Startup Magentic hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde 5,5 Mio. $ eingesammelt, um seine KI-gestützten Lösungen zur Kostensenkung in globalen Lieferketten weiterzuentwickeln. Diese Investition unterstreicht die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Supply-Chain-Management, insbesondere in Zeiten zunehmender Handelsbarrieren und komplexer globaler Märkte.

„Supply Chains sind die verborgenen Motoren unserer Welt, verantwortlich für jedes Telefon, jedes Medikament und jedes Flugzeug in unserem Leben. Beschaffungsteams stehen am Rande ihrer Belastbarkeit, verbringen Stunden mit der Navigation durch unstrukturierte Informationen, immer komplexere Anforderungen und nun auch globale Konflikte und Zölle.“

Finanzierungsrunde – Faktenbox

  • Startup: Magentic

  • Sitz: London, Vereinigtes Königreich

  • Branche: Künstliche Intelligenz im Supply-Chain-Management

  • Finanzierungsrunde: Seed-Runde

  • Volumen: 5,5 Mio. $

  • Bisher eingesammelt: 5,5 Mio. $

  • Investoren: Sequoia Capital (Lead), The Westly Group, First Momentum Ventures sowie Angel-Investoren von SAP, Airbus, McKinsey & Company, Hugging Face, Ironclad und Rosberg Ventures

  • Verwendung der Mittel: Erweiterung des Teams und Weiterentwicklung der KI-Plattform

  • Neue Personalien: Keine bekanntgegeben

Startup & Geschäftsmodell

Magentic wurde von Robin Van Aeken und Odhran O’Donoghue gegründet. Van Aeken leitete zuvor Teams bei McKinsey & Company für globale Hersteller, während O’Donoghue einen PhD in Machine Learning von der University of Oxford besitzt und fortschrittliche KI-Projekte bei OpenAI, der NASA und dem Crick Institute leitete. Das Unternehmen entwickelt KI-Agenten, die speziell für den Einsatz in Beschaffungs- und Lieferkettenprozessen konzipiert sind. Diese digitalen Mitarbeiter integrieren sich nahtlos in bestehende Geschäftsprozesse und identifizieren Einsparpotenziale, selbst in unstrukturierten Umgebungen mit unvollständigen oder inkonsistenten Stammdaten. Kunden von Magentic stammen aus den Bereichen Konsumgüter, Pharmazeutik und Fertigungsindustrie in den USA und Europa. Die KI-Teams unterstützen bei der Vorbereitung und Durchführung von Lieferantenpreisverhandlungen, identifizieren wirtschaftliche Chancen und setzen diese um, stets unter menschlicher Aufsicht.

Bedeutung der Runde für Startup & Markt

Die erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht es Magentic, seine KI-Lösungen weiterzuentwickeln und das Team auszubauen. Angesichts der zunehmenden Komplexität globaler Lieferketten und der Auswirkungen von Handelszöllen auf die Beschaffungskosten bietet Magentic Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die Beteiligung renommierter Investoren wie Sequoia Capital und The Westly Group unterstreicht das Vertrauen in das Potenzial von Magentic und die Relevanz von KI im Supply-Chain-Management.

Ausblick oder Marktvergleich

Der Markt für KI-gestützte Lösungen im Supply-Chain-Management wächst stetig. Unternehmen wie Llamasoft und Blue Yonder bieten bereits ähnliche Dienstleistungen an, jedoch fokussiert sich Magentic auf die Integration von KI-Agenten als digitale Mitarbeiter, die direkt in bestehende Teams eingebunden werden. Dieser Ansatz könnte einen Wettbewerbsvorteil darstellen, da er eine schnellere Implementierung und höhere Akzeptanz innerhalb der Unternehmen ermöglicht. Mit der aktuellen Finanzierung ist Magentic gut positioniert, um seine Marktpräsenz auszubauen und weitere Kunden zu gewinnen.

Quellenangaben