Maxwell+Spark sichert 9 Mio. € in erster Series‑B‑Tranche – Alantra’s Klima führt Runde an
maxwell+spark hat in einer ersten Schließung seiner Series‑B‑Finanzierung 9 Mio. € vom Energy Transition Fund „Klima“ von Alantra eingesammelt. Das Kapital soll Expansion in Europa und den USA, Produktentwicklung und Markteintritt beschleunigen; eine weitere Schließung ist später im Jahr geplant.


maxwell+spark hat in einer ersten Schließung seiner Series‑B‑Finanzierung 9 Mio. € eingesammelt. Die Mittel stammen vom Energy Transition Fund „Klima“ von Alantra und sollen den Ausbau in Europa und den USA beschleunigen sowie Produktentwicklung und Markteintrittsaktivitäten stärken. Eine weitere Schließung der Runde ist für später im Jahr angekündigt.
„We’re propelling our mission to deliver simple, intelligent, cost‑cutting energy for industrial logistics.“
– Clinton Bemont, CEO
Finanzierungsrunde – Faktenbox - Startup:
Startup: maxwell+spark
Sitz: Rotterdam, Niederlande (Wurzeln in Südafrika).
Branche: Lithium‑Ion‑Batterielösungen / Greentech für industrielle Logistik.
Finanzierungsrunde: Series B (erste Schließung). )
Volumen: 9 Mio. €.
Bisher eingesammelt: Frühere Finanzierungsinformationen sind nicht vollständig offen; frühere Investoren und Runden wurden in Datenprofilen genannt, eine kumulierte Summe wurde nicht veröffentlicht.
Investoren: Alantra – Energy Transition Fund „Klima“ (Lead, erste Schließung); weitere Mittel in späterer Schließung erwartet.
Verwendung der Mittel: Internationales Wachstum (EU & USA), Skalierung von Produktion und After‑Sales, F&E und Kommerzialisierung der modularen Batterie‑ und Refrigeration‑Systeme.
Neue Personalien: Keine spezifischen Neueinstellungen oder Führungspersonen in der Ankündigung genannt.
Startup & Geschäftsmodell
maxwell+spark entwickelt und vertreibt modulare Lithium‑Ion‑Batteriesysteme und elektrische Transport‑Kühlaggregatlösungen für industrielle Anwendungen wie Staplerflotten, Kühltransporte und Baustellen. Das Produktportfolio umfasst „motive.li“ für Flurförderzeuge, „advantage.li“ für Transportkühlung sowie Lösungen zur Zweitverwendung der Batterien für stationäre Anwendungen. Das Geschäftsmodell kombiniert Hardware‑Verkauf mit Lifecycle‑Services, After‑Sales, Fleet‑Telematik und Energiemanagement, um Gesamtkosten und Emissionen gegenüber dieselbetriebenen Systemen zu reduzieren. Die Firma betont insbesondere TCO‑Argumente (Total Cost of Ownership) und Betriebssicherheit als Verkaufsargumente gegenüber traditionellen Blei‑ oder Diesel‑Lösungen.
Die Firma wurde 2017 gegründet und hat ihre operativen Wurzeln in Südafrika; heute operiert sie nach eigenen Angaben in der EU, in Südafrika und in den USA. In Kundenreferenzen und technischen Beschreibungen positioniert sich maxwell+spark als Lösungsanbieter für „hard‑to‑abate“ Sektoren, in denen Lärm, Emissionen und Betriebskosten hohe Relevanz haben. Der Verkaufskanal läuft über OEM‑Partnerschaften, Händlernetzwerke und Direktvertrieb an Flottenbetreiber.
Bedeutung der Runde für Startup & Markt
Die erste Tranche über 9 Mio. € ist vor allem ein Wachstums‑ und Internationalisierungs‑Finanzierungsinstrument: Alantra‑Klima signalisiert institutionelles Interesse an operationaler Dekarbonisierung in der Logistik‑ und Kühlkettenbranche. Für maxwell+spark bedeutet die Kapitalzufuhr, Fertigungskapazitäten in Europa weiter auszubauen, Markteintritte in Kernmärkten der EU und der USA zu beschleunigen sowie die Vertriebs‑ und Serviceinfrastruktur zu stärken, um größere Flottenprojekte umzusetzen.
Marktseitig ist die Runde ein Indiz dafür, dass spezialisierte Batterieanbieter, die sich auf industrielle Anwendungen und auf Ersatz von Dieselaggregaten spezialisieren, weiterhin Kapital von Fonds erhalten, die auf die Energiewende setzen. Alantra’s Klima‑Fonds ist auf technologiegetriebene Transition‑Investitionen ausgerichtet, was die strategische Passung der Allianz erklärt. Die Ankündigung einer zweiten Schließung lässt darauf schließen, dass maxwell+spark für größere Skalierungspläne zusätzliche Investoren anziehen möchte.
Risiken bleiben: Industriekunden erwarten nachweisbare Lebensdauer, Sicherheit (insbesondere bei Li‑Ion‑Batterien) und ein belastbares Service‑Netzwerk. Zudem konkurriert das Unternehmen gegen etablierte Batteriehersteller und neue Scale‑Ups, die ähnliche TCO‑Versprechen für Logistik und Kältetransport geben. Für Investoren ist die Validierung durch Referenzprojekte, standardisierte Tests und eine robuste Lieferkette entscheidend, bevor größere Flottenumstellungen erfolgen.
Ausblick oder Marktvergleich
Kurzfristig wird die nächste zwölfmonatige Priorität darin liegen, die angekündigte zweite Schließung der Series B zu sichern und gleichzeitig erste EU‑ und US‑Projekte in größerem Umfang auszuliefern. Strategisch sinnvoll wäre der Einsatz der Mittel, um lokale Fertigung oder Montagekapazitäten aufzubauen, um Lieferkettenrisiken zu reduzieren und die Margen bei Hardware‑Verkäufen zu verbessern. Ein weiterer Hebel ist die Erweiterung des Servicegeschäfts, denn After‑Sales und Telematik können wiederkehrende Umsätze generieren und TCO‑Argumente stärken.
Im Vergleich zu reinen Batterie‑OEMs positioniert sich maxwell+spark als systemorientierter Anbieter mit Fokus auf Branchenanwendungen (Reefer, Flurförderzeuge, Standby). Diese Nische kann nachhaltig profitabel sein, setzt jedoch voraus, dass das Unternehmen Skaleneffekte bei Produktion und Service realisiert. Sollte die weitere Kapitalaufnahme gelingen und die Produkte in relevanten EU‑ und US‑Projekten überzeugen, könnte maxwell+spark als Kandidat für strategische Partnerschaften oder industrielle Konsolidierungen in der Logistik‑Batteriebranche gelten.