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Planeat sichert sich 2,7 Mio. € zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung

Das italienische Food-Tech-Startup Planeat hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,7 Mio. € abgeschlossen. Mit diesem Kapital plant das Unternehmen, seine Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durch innovative Essenslösungen weiter auszubauen.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
8. Juli 20252 min
Planeat sichert sich 2,7 Mio. € zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung

Das italienische Food-Tech-Startup Planeat hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,7 Mio. € abgeschlossen. Mit diesem Kapital plant das Unternehmen, seine Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durch innovative Essenslösungen weiter auszubauen.

"Als wir Planeat gründeten, war unser Ziel, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Wir begannen mit dem Ansatz, qualitativ hochwertige Mahlzeiten in der richtigen Portionsgröße anzubieten und übermäßige Lebensmittelkäufe zu verhindern." – Nicola Lamberti, Gründer von Planeat

Finanzierungsrunde – Faktenbox

  • Startup: Planeat

  • Sitz: Mailand, Italien

  • Branche: Food-Tech

  • Finanzierungsrunde: Kapitalerhöhung

  • Volumen: 2,7 Mio. €

  • Bisher eingesammelt: Nicht veröffentlicht

  • Investoren: StarTip, Mercurio Holding, HB4, Sefea Impact, Gründer

  • Verwendung der Mittel: Ausbau des Angebots an Fertiggerichten und Kochboxen, Weiterentwicklung der Technologieplattform

  • Neue Personalien: Mauro Zan (Sefea Impact) tritt dem Vorstand bei

Startup & Geschäftsmodell

Planeat wurde Ende 2020 von Nicola Lamberti gegründet, der zuvor Trovaprezzi ins Leben rief. Das Unternehmen bietet portionierte, gewaschene und abgemessene Zutatenkits an, mit denen Kunden hochwertige Gerichte zu Hause zubereiten können. Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig den Kochprozess zu vereinfachen. Neben den Kochboxen entwickelt Planeat auch Fertiggerichte für Unternehmen und plant, seine Technologieplattform weiter auszubauen, um verschiedene Anwendungsbereiche abzudecken.

Bedeutung der Runde für Startup & Markt

Mit der neuen Finanzierung plant Planeat, seine Dienstleistungen landesweit auszuweiten und die Software an unterschiedliche Einsatzgebiete anzupassen. Ein geplanter Schritt ist die Einführung eines Kantinensystems, das Restaurants und Mitarbeiter benachbarter Unternehmen vernetzt, um die Planung und Kontrolle von Lebensmittelverschwendung zu verbessern. Im vergangenen Jahr verzeichnete Planeat ein Umsatzwachstum von über 50 % und schloss 2024 mit einem Umsatz von etwa 4,2 Mio. € ab. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von rund 7 Mio. € erwartet.

Ausblick oder Marktvergleich

Der globale Markt für Kochboxen hat ein Volumen von etwa 18 Mrd. $ erreicht und prognostiziert ein jährliches Wachstum von 12,4 % von 2025 bis 2034. In Italien berichtet das Waste Watcher Observatory, dass jede Person wöchentlich etwa 700 Gramm Lebensmittel verschwendet, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Seit seiner Gründung hat Planeat rund 82 Tonnen Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt, etwa 210 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden und rund 50 Millionen Liter Wasser eingespart. Diese Zahlen unterstreichen die Relevanz und das Potenzial von Planeats Geschäftsmodell im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

Quellenangaben