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Proxima Fusion sichert sich zusätzliche 15 Mio. € zur Beschleunigung der Hardware-Entwicklung

Das Münchner Fusionsenergie-Startup Proxima Fusion hat seine Serie-A-Finanzierungsrunde um 15 Mio. € erweitert und erhöht damit das Gesamtvolumen auf 200 Mio. €. Die neuen Mittel sollen die Hardware-Entwicklung beschleunigen, insbesondere den Bau des Stellarator Model Coil (SMC) und die Demonstrationsanlage "Alpha".

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
12. September 20253 min
Proxima Fusion sichert sich zusätzliche 15 Mio. € zur Beschleunigung der Hardware-Entwicklung

Das Münchner Fusionsenergie-Startup Proxima Fusion hat seine Serie-A-Finanzierungsrunde um 15 Mio. € erweitert und erhöht damit das Gesamtvolumen auf 200 Mio. €. Diese Investition unterstreicht das wachsende Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, die Entwicklung von Stellarator-basierten Fusionskraftwerken voranzutreiben.

Die zusätzlichen Mittel stammen von CDP Venture Capital (Cassa Depositi e Prestiti Group), dem European Innovation Council Fund (EICF) und Brevan Howard. Zuvor hatte Proxima Fusion im Juni 2025 bereits 130 Mio. € in einer von Cherry Ventures und Balderton Capital angeführten Finanzierungsrunde erhalten. Mit der aktuellen Erweiterung beläuft sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens nun auf 200 Mio. €.

Proxima Fusion plant, die neuen Mittel für die Beschleunigung der Hardware-Entwicklung einzusetzen, insbesondere für den Bau des Stellarator Model Coil (SMC) bis 2027 und die Demonstrationsanlage "Alpha" bis 2031. Diese Schritte sind entscheidend, um das Ziel zu erreichen, in den 2030er Jahren das weltweit erste kommerzielle Fusionskraftwerk auf Basis eines Stellarator-Designs zu realisieren.

Finanzierungsrunde – Faktenbox

  • Startup: Proxima Fusion

  • Sitz: München, Deutschland

  • Branche: Fusionsenergie

  • Finanzierungsrunde: Serie-A-Erweiterung

  • Volumen: 15 Mio. €

  • Bisher eingesammelt: 200 Mio. €

  • Investoren: CDP Venture Capital, European Innovation Council Fund, Brevan Howard

  • Verwendung der Mittel: Beschleunigung der Hardware-Entwicklung, Bau des Stellarator Model Coil (SMC), Entwicklung der Demonstrationsanlage "Alpha"

  • Neue Personalien: Keine bekanntgegeben

Startup & Geschäftsmodell

Proxima Fusion wurde 2023 als erstes Spin-out des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von Fusionskraftwerken basierend auf dem Stellarator-Design, einer Technologie, die eine stabile und kontinuierliche Energieerzeugung ermöglichen soll. Durch den Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitern und fortschrittlicher Optimierungstechniken strebt Proxima Fusion an, die Herausforderungen der Fusionsenergie zu meistern und eine nachhaltige Energiequelle bereitzustellen.

Bedeutung der Runde für Startup & Markt

Die Erweiterung der Serie-A-Finanzierung um 15 Mio. € stärkt die Position von Proxima Fusion als führendes Unternehmen im europäischen Fusionsenergiesektor. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen es dem Unternehmen, seine Entwicklungsziele schneller zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt zu erhöhen. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach sauberen und nachhaltigen Energiequellen könnte der Erfolg von Proxima Fusion einen bedeutenden Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung leisten.

Ausblick oder Marktvergleich

Mit der aktuellen Finanzierung ist Proxima Fusion gut positioniert, um die nächsten Entwicklungsphasen erfolgreich zu durchlaufen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen im Fusionsenergiesektor, die oft auf Tokamak-Designs setzen, verfolgt Proxima Fusion mit dem Stellarator-Ansatz einen alternativen Weg, der langfristig Vorteile in Bezug auf Stabilität und Betriebskontinuität bieten könnte. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob dieser Ansatz den erhofften Durchbruch in der kommerziellen Nutzung der Fusionsenergie ermöglicht.

Quellenangaben