
Zusammenfassung: Die Core-Satellite-Strategie kombiniert stabile ETF-Investments im Kern mit innovativen Anlageklassen wie Venture Capital als Satelliten. Dieser Ansatz ermöglicht vermögenden Anlegern eine Balance zwischen Sicherheit und Wachstumschancen. Mit dem richtigen Mix aus Core und Satelliten schaffen Sie ein Portfolio, das sowohl Stabilität als auch Renditepotenzial bietet.
Die Frage nach der optimalen Vermögensstruktur beschäftigt heute viele Anleger mit substanziellem Kapital. Während klassische Sparprodukte kaum noch Wertzuwachs generieren und die globalen Finanzmärkte zunehmend vernetzt agieren, suchen selbstentscheidende Investoren nach modernen Anlagestrategien, die über bewährte Konzepte hinausgehen. Die Core-Satellite-Strategie bietet genau diese Lösung – eine durchdachte Kombination aus Fundament und Innovation.
Tatsächlich stand der Zugang zu renditestarken Anlageklassen wie Venture Capital lange Zeit ausschließlich institutionellen Investoren offen. Vermögende Anleger mussten sich traditionell mit börsennotierten Aktien, Anleihen oder Immobilien arrangieren. Die Beteiligung an jungen, wachstumsstarken Unternehmen blieb ihnen verwehrt – und damit auch das Potenzial für außergewöhnliche Wertsteigerungen.
Das Core-Satellite-Portfolio als Antwort auf moderne Anforderungen
Mit der Core-Satellite-Strategie steht heute ein innovativer Ansatz zur Verfügung, der eine ausgewogene Mischung aus Stabilität und Wachstum ermöglicht. Das Prinzip dahinter ist elegant: Das Kernportfolio – der sogenannte Core – besteht aus breit gestreuten, kosteneffizienten Basisanlagen wie ETFs. Ergänzt wird dieses Fundament durch gezielte, innovative Investments in den Satelliten-Bereichen – beispielsweise durch Beteiligungen an Venture Capital Fonds.
Die wichtigsten Vorteile der Core-Satellite-Strategie auf einen Blick:
Breite Diversifikation durch den stabilen ETF-Kern
Gezieltes Innovationspotenzial durch Venture Capital als Satellite
Intelligente Risikosteuerung durch ausgewogenen Mix
Flexibilität bei der Anpassung an persönliche Anlageziele
Zugang zu exklusiven Anlageklassen, die zuvor institutionellen Investoren vorbehalten waren
Dieser systematische Ansatz ermöglicht es vermögenden Anlegern erstmals, von den Chancen exklusiver Anlageklassen zu profitieren, ohne auf die bewährten Vorteile klassischer, kosteneffizienter Anlagen verzichten zu müssen. Dabei spielt die richtige Balance zwischen Core und Satelliten eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erfolg.
ETFs als Core: Das stabile Fundament Ihres Portfolios
Der Core bildet das tragende Fundament jeder erfolgreichen Core-Satellite-Strategie. Im Zentrum dieser Basisallokation stehen börsengehandelte Indexfonds – besser bekannt als ETFs. Doch was macht gerade diese Anlageklasse zum idealen Kernbaustein für den langfristigen Vermögensaufbau?
Die Rolle des Core im Portfolio
Der Core steht für die solide, breit diversifizierte Basis eines jeden Depots. Sein primäres Ziel besteht darin, Marktentwicklungen langfristig abzubilden und durch breite Streuung das Risiko einzelner Ausreißer zu minimieren. ETFs bieten hierfür optimale Voraussetzungen, da sie einen ganzen Index – etwa den MSCI World, den FTSE All World oder den Euro Stoxx – kostengünstig und transparent nachbilden.
Die Idee hinter diesem Ansatz ist nicht neu. Bereits in den Sechzigerjahren entwickelten Wissenschaftler wie Eugene Fama die Markteffizienzhypothese, die besagt, dass Märkte alle verfügbaren Informationen bereits in den Kursen einpreisen. Fischer Black und Jack Treynor, zwei weitere einflussreiche Ökonomen, trugen maßgeblich zur modernen Portfoliotheorie bei und legten damit das theoretische Fundament für passive Anlagestrategien mit Indexfonds.
Warum ETFs als Core-Investment überzeugen
ETFs haben sich aus gutem Grund weltweit etabliert. Sowohl selbstentscheidende Investoren als auch institutionelle Anleger setzen auf diese effizienten Instrumente. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
Diversifikation über Märkte und Regionen
Ein einzelner ETF investiert automatisch in Dutzende bis Hunderte von Unternehmen über verschiedene Sektoren und Regionen hinweg. Diese breite Streuung reduziert das Einzeltitelrisiko erheblich und sorgt für mehr Stabilität im Depot.
Kosteneffizienz als Renditevorteil
Die laufenden Kosten von ETFs liegen typischerweise deutlich niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Diese Kosteneffizienz führt langfristig zu einem spürbaren Renditevorteil, da weniger Erträge durch Gebühren verloren gehen.
Handelbarkeit und Liquidität
Im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds können ETFs während der Börsenzeiten flexibel gehandelt werden. Diese Liquidität bietet Anlegern die Möglichkeit, auf Marktveränderungen zeitnah zu reagieren.
Transparenz als Vertrauensbasis
Die Zusammensetzung eines ETF ist jederzeit einsehbar. Diese Transparenz schafft Vertrauen und ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung bei der Portfolio-Konstruktion.
Die Bedeutung von Aktien-ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau
Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich Aktien-ETFs besonders gut, da sie eine verlässliche Marktrendite bieten und Kursausschläge einzelner Titel abfedern. Durch die automatische Wiederanlage von Dividenden bei thesaurierenden ETFs lässt sich der Zinseszinseffekt optimal nutzen – ein entscheidender Faktor für den Wertzuwachs über längere Zeiträume.
Auswahlkriterien für den optimalen Core
Bei der Auswahl geeigneter ETFs für das Core-Portfolio sollten vermögende Anleger auf mehrere Kriterien achten:
Indexauswahl und geografische Struktur
Global breit gestreute Indizes wie der MSCI World oder der FTSE All World bieten Zugang zu den wichtigsten Aktienmärkten weltweit. Wer stärker auf europäische Märkte setzen möchte, kann europäische ETFs als Ergänzung in Betracht ziehen.
Replikationsmethode
ETFs bilden Indizes entweder physisch ab – durch direkten Kauf der enthaltenen Aktien – oder synthetisch über Swapgeschäfte. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile hinsichtlich Genauigkeit, Kosten und Risiko.
Kostenstruktur im Detail
Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) sollte möglichst niedrig ausfallen. Auch wenn geringe Kostenunterschiede auf den ersten Blick marginal erscheinen, summieren sie sich über Jahre zu beachtlichen Beträgen.
Fondsvolumen und Handelsliquidität
Ein ausreichendes Fondsvolumen und hohe Handelsvolumina sorgen für stabile Kurse und enge Spreads beim Kauf und Verkauf. Dies erhöht die Effizienz bei der Umsetzung Ihrer Anlagestrategie.
Die historische Entwicklung der Core-Satellite-Strategie
Die Core-Satellite-Strategie entstand in den Neunzigerjahren im institutionellen Bereich, als Pensionsfonds und andere große Investoren nach Wegen suchten, Stabilität mit gezieltem Renditepotenzial zu kombinieren. Was damals nur großen Institutionen vorbehalten war, steht heute dank moderner Finanzprodukte und digitaler Plattformen auch vermögenden Anlegern zur Verfügung. Die Arbeit von Fischer Black, Jack Treynor und anderen Ökonomen bildete dabei das theoretische Fundament für diese Anlagestrategie.
Venture Capital Fonds als Satelliten: Innovation trifft auf Renditechancen
Der Satellite-Baustein innerhalb der Core-Satellite-Strategie eröffnet Anlegern die Möglichkeit, gezielt auf attraktive Renditechancen zu setzen und Innovationen frühzeitig in ihr Portfolio zu integrieren. Venture Capital Fonds heben sich dabei als besonders spannender Satellite von klassischen Alternativen wie Immobilienfonds oder Einzelinvestments in bestimmte Themen ab.
Warum Venture Capital als Satellite überzeugt
Venture Capital Fonds investieren in junge, innovative Unternehmen mit hohen Wachstumsambitionen – also Startups, die häufig neue Technologien oder disruptive Geschäftsmodelle entwickeln. Durch die frühe Beteiligung an solchen Unternehmen eröffnen sich Anlegern Renditechancen, die mit traditionellen Anlagen nicht erreichbar sind.
Im Vergleich zu Immobilienfonds oder Themen-ETFs bieten VC-Fonds mehrere einzigartige Vorteile:
Zugang zu disruptiven Innovationen
Venture Capital ermöglicht Investments in Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie oder nachhaltige Technologien – Sektoren, die das Potenzial haben, ganze Industrien zu transformieren.
Partizipation am Wachstum neuer Märkte
Wer frühzeitig in innovative Geschäftsmodelle investiert, profitiert vom exponentiellen Wachstum in der Anfangsphase. Diese Dynamik unterscheidet sich fundamental von etablierten, börsennotierten Unternehmen.
Langfristiges Wertsteigerungspotenzial
Die Beteiligung an Unternehmen vor dem Börsengang oder Exit bietet die Chance auf erhebliche Wertsteigerungen, die nach dem Going Public nicht mehr in dieser Form möglich sind.
Unterschiede zu klassischen Satellite-Investments
Während Immobilienfonds meist auf stabile Erträge und Inflationsschutz setzen und Themen-ETFs gezieltes Engagement in bestimmten Sektoren ermöglichen, richten sich Venture Capital Fonds auf das kollektive Wachstum vieler vielversprechender Unternehmen aus. Die Kombination dieser unterschiedlichen Ansätze innerhalb der Satelliten schafft zusätzliche Diversifikation.
Ein wesentlicher Unterschied liegt auch in der Struktur: Während ETFs jederzeit handelbar sind, erfordern VC-Investments einen längeren Anlagehorizont. Diese Illiquidität wird jedoch durch das überproportionale Renditepotenzial kompensiert.
Der Zugang zu Venture Capital für vermögende Anleger
Traditionell blieb der Zugang zu erstklassigen Venture Capital Fonds institutionellen Investoren vorbehalten – mit Mindestanlagesummen, die für viele vermögende Anleger unerreichbar waren. Diese Situation hat sich grundlegend verändert. Innovative Fondsstrukturen wie der iVC Venture Innovation Fund ermöglichen heute den Einstieg ab einem moderaten Mindestinvestment und bieten Zugang zu einem diversifizierten Portfolio aus institutionellen VC-Fonds.
Besonders relevant: Durch die Diversifikation über mehrere VC-Fonds und damit über zahlreiche Startups hinweg lässt sich das Einzelrisiko erheblich reduzieren. Diese breite Streuung war früher nur institutionellen Großinvestoren möglich.
Chancen und Herausforderungen im Überblick
VC-Investments bieten enormes Wachstumspotenzial, sind jedoch mit spezifischen Herausforderungen verbunden, die Anleger kennen sollten:
Chancen:
Überdurchschnittliches Renditepotenzial durch Beteiligung an High-Growth-Unternehmen
Diversifikation in nicht-korrelierte Anlageklassen
Teilhabe an der Gestaltung zukünftiger Märkte und Technologien
Zugang zu Deals, die sonst institutionellen Investoren vorbehalten sind
Herausforderungen:
Illiquidität: Beteiligungen sind typischerweise über mehrere Jahre gebunden
Langfristiger Anlagehorizont: Rückflüsse erfolgen in der Regel erst nach sieben bis zwölf Jahren
Transparenz: Informationen zu Portfoliounternehmen sind weniger verfügbar als bei börsennotierten Anlagen
Risiko: Ein Teil der Investments kann scheitern – die Diversifikation über viele Startups ist daher essentiell
Venture Capital im europäischen Kontext
Besonders interessant ist der Blick auf europäische Startups als Investitionsziel. Europa hat sich in den letzten Jahren zu einem dynamischen Innovations-Hub entwickelt, mit starken Ökosystemen in Berlin, Paris, London, Stockholm und anderen Metropolen. Die Bewertungen liegen oft noch unter US-Niveau, während die Qualität der Technologien und Geschäftsmodelle durchaus vergleichbar ist – eine attraktive Ausgangslage für Investoren.
Synergien und Diversifikation: Das optimale Zusammenspiel von Core und Satelliten
Die Kombination von ETFs und Venture Capital Fonds in einer Core-Satellite-Strategie bietet Anlegern weit mehr als nur die Summe ihrer Einzelvorteile. Vielmehr entstehen durch diese Verbindung echte Synergieeffekte, die das Gesamtportfolio stärken und optimieren.
Das Prinzip der Synergieeffekte verstehen
In der Finanzwelt bezeichnet man als Synergieeffekte jene positiven Auswirkungen, die durch die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen entstehen. Der Kern der Idee: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wenn verschiedene Investments intelligent kombiniert werden, kann die Gesamtperformance optimiert werden – sowohl hinsichtlich Rendite als auch Risiko.
Wie sich Core und Satelliten perfekt ergänzen
Die Kombination aus ETFs als Core und VC-Fonds als Satellite schafft eine Balance zwischen verschiedenen Anlagezielen:
Die stabilisierende Wirkung des Core:
Breite Marktabdeckung durch ETFs reduziert Volatilität
Liquidität für flexible Anpassungen bei Marktveränderungen
Kosteneffiziente Basis mit transparenter Performance
Kontinuierliche Erträge durch Dividenden und Wertsteigerung
Wachstumsimpulse durch die Satelliten:
Zugang zu Innovationen jenseits der Börse
Diversifikation in nicht-korrelierte Anlageklassen
Potenzial für überdurchschnittliche Renditen
Teilhabe an disruptiven Entwicklungen in Zukunftsmärkten
Diese Ergänzung funktioniert besonders gut, weil sich die Anlageklassen in ihrem Verhalten unterscheiden. Während ETFs die Entwicklung öffentlicher Märkte abbilden, partizipieren VC-Fonds am Wachstum privater Unternehmen – zwei Welten, die unterschiedlichen Einflüssen unterliegen und sich daher gegenseitig stabilisieren können.
Diversifikation auf mehreren Ebenen
Die Core-Satellite-Strategie ermöglicht Diversifikation im Portfolio auf verschiedenen Ebenen:
Geografische Diversifikation:
Während der Core über globale ETFs verschiedene Regionen abdeckt, können Satelliten gezielt auf bestimmte Regionen setzen – etwa auf das dynamische europäische Startup-Ökosystem.
Sektorale Streuung:
Der Core bietet breite Sektorenabdeckung, während Satelliten innovative Bereiche wie Biotechnologie, CleanTech oder digitale Plattformen fokussieren können.
Unternehmensphasen:
ETFs investieren in etablierte, börsennotierte Unternehmen. VC-Fonds hingegen begleiten Unternehmen von der Gründungs- bis zur Wachstumsphase – eine perfekte zeitliche Ergänzung im Lebenszyklus von Unternehmen.
Materielle und immaterielle Synergien im Detail
Die Synergien zwischen Core und Satellite lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
Materielle Synergien:
Ausgleich unterschiedlicher Rendite-Risiko-Profile
Optimierte Gesamtperformance durch verschiedene Marktzyklen
Effizientere Kapitalallokation über Anlageklassen hinweg
Reduzierung der Portfoliovolatilität durch geringe Korrelation
Immaterielle Synergien:
Frühzeitiger Zugang zu neuen Technologien und Trends
Verbesserte Marktkenntnis durch Einblicke in innovative Geschäftsmodelle
Lernerfahrungen aus unterschiedlichen Investmentwelten
Positioning für langfristige Megatrends
Gewichtung und Rebalancing: Die Balance finden
Die optimale Gewichtung zwischen Core und Satelliten hängt von individuellen Faktoren ab – von der Risikoneigung über den Anlagehorizont bis zu den persönlichen Renditezielen. Generell gilt: Der Core sollte den größeren Anteil des Portfolios ausmachen und für Stabilität sorgen, während die Satelliten gezielt Wachstumsimpulse setzen.
Ein regelmäßiges Rebalancing ist wichtig, um die ursprünglich geplante Struktur beizubehalten. Dabei muss berücksichtigt werden, dass VC-Investments weniger liquide sind als ETFs, was die Flexibilität beim Rebalancing beeinflusst. Eine durchdachte Planung der Liquidität ist daher ein wichtiger Teil der Strategie.
Die Bedeutung des Anlagehorizonts
Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Core-Satellite-Strategie ist der richtige Anlagehorizont. Während der Core flexibel gestaltet werden kann, erfordern Venture Capital Investments typischerweise Geduld über mehrere Jahre. Diese unterschiedlichen Zeiträume sollten bei der Portfoliokonstruktion berücksichtigt werden.
Interessanterweise zeigt die Erfahrung, dass gerade diese Illiquidität ein Vorteil sein kann: Sie verhindert emotional getriebene Verkäufe in volatilen Marktphasen und zwingt zur disziplinierten, langfristigen Anlage – ein Faktor, der nachweislich zu besseren Anlageergebnissen führt.
Praxisbeispiel: Core-Satellite-Strategie mit dem iVC Venture Innovation Fund
Mit einem konkreten Beispiel lässt sich am besten nachvollziehen, wie die Core-Satellite-Strategie für vermögende Anleger funktioniert – insbesondere wenn innovative Anlageklassen wie Venture Capital über moderne Fondsstrukturen zugänglich werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie ein ausgewogenes Portfolio konstruieren können.
Aufbau eines Core-Satellite-Portfolios in der Praxis
Schritt 1: Die Basis schaffen mit ETFs
Beginnen Sie mit der Auswahl gut diversifizierter ETFs als Fundament. Viele Anleger entscheiden sich für einen globalen Aktien-ETF, beispielsweise auf den MSCI World oder den FTSE All World, und ergänzen diesen je nach Risikoprofil um Anleihen-, Immobilien- oder Rohstoff-ETFs. Entscheidend sind geringe laufende Kosten, ausreichende Liquidität und eine breite geografische sowie sektorale Streuung.
Schritt 2: Die strategische Aufteilung festlegen
Die Aufteilung zwischen Core und Satelliten sollte Ihre persönliche Risikobereitschaft und Ihren Anlagehorizont widerspiegeln. Typischerweise bildet der Core den deutlich größeren Teil des Depots und sorgt für Stabilität, während ein kleinerer Anteil in Satelliten wie Venture Capital fließt und für zusätzliche Renditechancen sorgt.
Diese Struktur ermöglicht es, den Großteil des Vermögens breit gestreut und liquide zu halten, während Sie gleichzeitig gezielt von Innovationschancen profitieren. Die Balance zwischen Sicherheit und Wachstumspotenzial steht im Zentrum dieser Überlegung.
Schritt 3: Venture Capital als Satellite integrieren
Über digitale Plattformen wie inVenture Capital können vermögende Anleger bereits mit einem moderaten Mindestinvestment in den iVC Venture Innovation Fund investieren. Dieser Dachfonds bietet Zugang zu mehreren institutionellen VC-Fonds sowie einer breiten Palette an Startups aus verschiedenen Sektoren und Regionen. Der gesamte Zeichnungsprozess läuft digital ab – von der Identifikation über die Informationsbeschaffung bis zum Vertragsabschluss.
Die Vorteile einer strukturierten Fondsallokation
Besonders relevant für selbstentscheidende Investoren: Durch die Investition in einen Dachfonds erhalten Sie automatisch Zugang zu einer Vielzahl von VC-Fonds, die jeweils eigene Portfolios mit Dutzenden Startups halten. Diese mehrschichtige Diversifikation wäre durch Direktinvestments kaum zu erreichen und reduziert das Einzelrisiko erheblich.
Die Struktur des iVC Venture Innovation Fund ermöglicht es, nach Art eines institutionellen Investors zu agieren, ohne die typischen Eintrittsbarrieren überwinden zu müssen. Die Verwaltung erfolgt durch erfahrene Fondsmanager, die Zugang zu erstklassigen VC-Fonds haben und einen strengen Auswahlprozess durchführen.
Integration in bestehende Portfoliostrukturen
Falls Sie bereits ein ETF-Portfolio aufgebaut haben, lässt sich die Core-Satellite-Strategie schrittweise umsetzen. Sie müssen nicht Ihre bestehende Struktur komplett umwerfen, sondern können diese gezielt um den Satellite-Baustein erweitern. Dies ermöglicht einen kontrollierten, risikobewussten Einstieg in die Welt des Venture Capital.
Monitoring und langfristige Begleitung
Ein wichtiger Aspekt der Core-Satellite-Strategie ist das regelmäßige Monitoring. Während ETFs täglich handelbar sind und ihre Kurse transparent verfolgt werden können, erfordern VC-Investments einen anderen Blickwinkel. Quartalsweise Reportings informieren über Portfolioentwicklungen, neue Investments und Exit-Events.
Interessanterweise zeigt die Praxis, dass diese reduzierte Frequenz der Bewertung sogar vorteilhaft sein kann: Sie verhindert übereilte Reaktionen auf kurzfristige Marktschwankungen und fördert eine langfristige, disziplinierte Anlagehaltung – ein Faktor, der für den Erfolg der Core-Satellite-Strategie entscheidend ist.
Fazit: Mit der Core-Satellite-Strategie zum ausgewogenen Portfolio
Die Core-Satellite-Strategie vereint die Stärken unterschiedlicher Anlageklassen zu einem kohärenten Ganzen. Sie kombiniert die bewährte Stabilität und breite Diversifikation von ETFs als Core mit dem gezielten Innovationspotenzial von Venture Capital Fonds als Satellite. Dieser Ansatz ermöglicht es vermögenden Anlegern, von Zugang zu neuen Märkten, zukunftsweisenden Technologien und attraktiven Renditechancen zu profitieren – bei gleichzeitiger Kontrolle über das Gesamtrisiko.
Die entscheidenden Erfolgsfaktoren
Mehrere Faktoren tragen zum Erfolg der Core-Satellite-Strategie bei:
Disziplinierte Umsetzung: Eine klare Struktur und das Festhalten an der definierten Aufteilung sind entscheidend. Emotionale Entscheidungen in volatilen Marktphasen sollten vermieden werden.
Langfristiger Anlagehorizont: Besonders die Satelliten erfordern Geduld. Wer die nötige Zeit mitbringt, erhöht seine Chancen auf überdurchschnittliche Renditen erheblich.
Kontinuierliches Rebalancing: Die Balance zwischen Core und Satelliten sollte regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um die ursprüngliche Strategie beizubehalten.
Professionelle Begleitung: Gerade beim Einstieg in neue Anlageklassen wie Venture Capital kann eine fundierte Beratung wertvoll sein.
Ihre nächsten Schritte zur Umsetzung
Wenn Sie die Core-Satellite-Strategie für Ihr Portfolio in Erwägung ziehen, empfehlen sich folgende Schritte:
Bestandsaufnahme: Analysieren Sie Ihre aktuelle Portfolio-Struktur und identifizieren Sie bestehende Core- und Satellite-Anteile.
Zieldefinition: Klären Sie Ihre persönlichen Anlageziele, Ihre Risikoneigung und Ihren Anlagehorizont. Diese Faktoren bestimmen die optimale Gewichtung.
Informationsbeschaffung: Nutzen Sie weiterführende Ressourcen zu Venture Capital und modernen Portfoliostrategien.
Professionelle Beratung: Lassen Sie sich bei Bedarf von Experten beraten, um Ihre individuelle Anlagestrategie optimal zu gestalten.
Schrittweise Umsetzung: Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Ein gradueller Aufbau der Core-Satellite-Struktur ermöglicht Lernerfahrungen und Anpassungen.
Ausblick: Die Core-Satellite-Strategie in der Zukunft
Die Finanzlandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue Anlageklassen, regulatorische Veränderungen und technologische Innovationen schaffen laufend neue Möglichkeiten. Die Core-Satellite-Strategie bietet einen flexiblen Rahmen, der es ermöglicht, auf diese Entwicklungen zu reagieren, ohne die grundlegende Portfoliostruktur in Frage stellen zu müssen.
Besonders spannend: Die zunehmende Demokratisierung des Zugangs zu institutionellen Anlageklassen durch moderne Fondsstrukturen und digitale Plattformen. Was früher nur großen Institutionen vorbehalten war, steht heute vermögenden Anlegern zur Verfügung – eine Entwicklung, die die Umsetzung der Core-Satellite-Strategie erheblich vereinfacht.
Mit dem richtigen Mix aus bewährten und innovativen Investments gestalten Sie Ihr Portfolio zukunftsfähig. Weitere Informationen finden Sie in unserem Intelligence Hub oder kontaktieren Sie uns direkt – wir unterstützen Sie dabei, Ihr Portfolio systematisch weiterzuentwickeln.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Core-Satelliten-Ansatz?
Der Core-Satelliten-Ansatz ist eine Portfoliostrategie, die ein stabiles Fundament aus breit gestreuten Basisinvestments (den Core) mit gezielten, spezialisierteren Anlagen (den Satelliten) kombiniert. Der Core besteht typischerweise aus kostengünstigen ETFs, die breite Märkte abbilden und für Stabilität sorgen. Die Satelliten ergänzen dieses Fundament durch gezielte Investments in spezifische Anlageklassen, Regionen oder Themen – etwa Venture Capital, Emerging Markets oder innovative Sektoren. Diese Kombination ermöglicht es Anlegern, von der Stabilität passiver Indexinvestments zu profitieren, während sie gleichzeitig gezielt auf zusätzliche Renditechancen setzen können.
Was ist die Core-Satellite-Strategie?
Die Core-Satellite-Strategie ist eine strukturierte Methode zur Portfoliokonstruktion, die Stabilität und Wachstumspotenzial ausgewogen kombiniert. Sie basiert auf der Idee, dass der Großteil des Vermögens in einem stabilen, breit diversifizierten Kern angelegt wird, während ein kleinerer Anteil in spezialisierte, potenziell renditestarke Satelliten-Investments fließt. Diese Strategie ermöglicht es vermögenden Anlegern, das Beste aus beiden Welten zu nutzen: die Kosteneffizienz und breite Streuung von Indexfonds im Core sowie gezieltes Engagement in innovativen Anlageklassen wie Venture Capital in den Satelliten. Die Balance zwischen beiden Komponenten wird individuell auf die Risikoneigung und Anlageziele des jeweiligen Investors abgestimmt.
Wie funktioniert die Core-Satellite-Strategie im Finanzfluss?
Im praktischen Finanzfluss funktioniert die Core-Satellite-Strategie durch eine klare Aufteilung der Kapitalströme. Der Core erhält den überwiegenden Teil neuer Investitionen und bildet das stabile Fundament, das kontinuierlich wächst. Dieser Teil generiert in der Regel regelmäßige Erträge durch Dividenden oder Zinsen und lässt sich flexibel anpassen. Die Satelliten erhalten einen definierten, kleineren Anteil des Kapitals und werden gezielt für längerfristige Wachstumschancen eingesetzt. Wichtig ist ein regelmäßiges Rebalancing: Wenn sich die Gewichtung durch unterschiedliche Wertentwicklungen verschiebt, werden Anpassungen vorgenommen, um die ursprüngliche Struktur wiederherzustellen. Bei illiquiden Satelliten wie Venture Capital erfolgt dies primär durch die Steuerung neuer Mittelzuflüsse.
Welche ETFs sollte man für die Core-Satellite-Strategie wählen?
Die Auswahl der ETFs für den Core hängt von individuellen Präferenzen ab, doch einige Grundprinzipien gelten universell. Zentral ist eine breite geografische Diversifikation, idealerweise über einen globalen Aktien-ETF wie den MSCI World oder FTSE All World. Diese Instrumente bieten Zugang zu Hunderten von Unternehmen aus entwickelten Märkten weltweit. Je nach Risikoprofil können ergänzende ETFs sinnvoll sein – etwa auf europäische Märkte für stärkeres regionales Engagement oder auf Emerging Markets für zusätzliches Wachstumspotenzial. Auch die Beimischung von Anleihen-ETFs kann für mehr Stabilität sorgen. Entscheidend sind niedrige Kosten, ausreichende Liquidität und eine transparente Struktur. Die konkrete Auswahl sollte immer die persönliche Risikobereitschaft, den Anlagehorizont und die individuellen Ziele berücksichtigen.
Quellen
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Silicon Valley Bank. (2022). Family Offices Investing in Venture Capital. SVB Financial Group.
Treynor, J. L., & Black, F. (1973). How to Use Security Analysis to Improve Portfolio Selection. The Journal of Business, 46(1), 66-86.
