Power-Law erklärt: Warum wenige VC-Deals Ihr Vermögen vervielfachen können

Stellen Sie sich vor, Sie investieren in zehn vielversprechende Start-ups. Neun davon entwickeln sich mäßig oder scheitern komplett – doch das zehnte wird zum nächsten Spotify oder Klarna. Diese eine Erfolgsgeschichte macht nicht nur die Verluste wett, sondern vervielfacht Ihr eingesetztes Kapital. Genau das beschreibt das Power-Law-Prinzip im Venture Capital: Die extremste Form der Ungleichverteilung, die gleichzeitig die größten Chancen birgt.

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum
28. Juli 202512 min read
Power-Law erklärt: Warum wenige VC-Deals Ihr Vermögen vervielfachen können

Das Pareto-Prinzip auf Steroiden

Das Power-Law-Prinzip basiert auf dem bekannten Pareto-Prinzip, auch 80/20-Regel genannt. Doch im Venture Capital ist diese Verteilung noch extremer: Hier sorgen oft nur 1% der Investments für 50% der gesamten Wertschöpfung der Branche (Liqid, 2023). Diese scheinbar unfaire Verteilung ist kein Zufall, sondern die DNA des Risikokapitals.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur etwa 50% aller VC-Fonds schaffen es überhaupt, das investierte Kapital an ihre Anleger zurückzuzahlen (AQVC, 2024). Diese ernüchternde Statistik zeigt, warum das Verständnis des Power-Law-Prinzips für jeden VC-Investor überlebenswichtig ist.

Die Mathematik hinter dem Milliardenerfolg

Die typische Renditeverteilung eines VC-Portfolios folgt einem vorhersehbaren Muster, das von führenden VC-Experten bestätigt wird (Govclab, 2023):

  • 50% der Unternehmen scheitern komplett oder bringen nur minimale Rückflüsse

  • 30% liefern solide, aber unspektakuläre Renditen

  • 10-20% werden zu großen Erfolgen

  • Das letzte 1% wird zum "Unicorn" und macht den Großteil des Gewinns aus

Diese Verteilung erklärt, warum die Median-Performance europäischer VC-Fonds bei nur 3,5% IRR liegt, während die Top 5% der US-Fonds über 40% IRR erwirtschaften (BVkap, 2021). Der Unterschied? Die besten Fondsmanager verstehen es, ihre Chancen auf den einen großen Treffer zu maximieren.

Die Extremverteilung in Zahlen

Eine Analyse von über 21.000 VC-Investments der letzten 20 Jahre zeigt die Dramatik des Power-Law-Effekts (Rundit, 2023): Die besten 0,4% aller Deals generierten Renditen von über 50x. Diese wenigen Mega-Erfolge kompensierten nicht nur alle Verluste, sondern sorgten für den Großteil der Branchenrenditen.

Europas Unicorn-Fabrik: Erfolgsbeispiele aus der Praxis

Europa hat in den letzten Jahren bewiesen, dass das Power-Law-Prinzip keine amerikanische Erfindung ist. Allein 2024 entstanden 8 neue europäische Unicorns mit einem Gesamtwert von 3,2 Milliarden Euro (Tech.eu, 2025). Die Erfolgsgeschichten zeigen eindrucksvoll, wie einzelne Investments ganze Portfolios tragen können.

Celonis: Der Münchner Decacorn

Das 2011 gegründete Process-Mining-Unternehmen Celonis ist das perfekte Beispiel für Power-Law-Renditen. Nach fünf Jahren Bootstrap-Phase nahm das Unternehmen erstmals externes Kapital auf. Heute, mit einer Bewertung von 13 Milliarden Euro, ist Celonis nicht nur ein Unicorn, sondern ein Decacorn (Bitkom, 2025). Frühe Investoren vervielfachten ihr Kapital um das Hundertfache. BMW, Bosch, Lufthansa und Siemens zählen zu den Kunden des Münchner Erfolgsunternehmens (Gründer.de, 2024).

Klarna: Schwedens Payment-Revolution

Mit 37,4 Milliarden Euro Bewertung ist Klarna Europas wertvollstes Fintech-Unicorn (Sifted, 2024). Das schwedische Unternehmen macht allein die Hälfte der gesamten Unicorn-Bewertung Nordeuropas aus – ein Paradebeispiel dafür, wie ein einzelnes Investment ein ganzes Portfolio tragen kann. Die Erfolgsgeschichte begann 2005 mit einer simplen Idee: Online-Shopping sicherer machen.

N26: Die mobile Bank aus Berlin

Die 2013 gegründete Smartphone-Bank zeigt, wie europäische Start-ups traditionelle Branchen aufmischen. Mit über 8 Millionen Kunden in 24 Ländern hat N26 das Banking revolutioniert (Deutsche-Startups, 2024). Frühe Investoren konnten ihre Einsätze vervielfachen, als N26 zur Unicorn-Bewertung aufstieg.

Weitere europäische Power-Law-Gewinner

Die Liste erfolgreicher europäischer Unicorns wächst stetig. BioNTech aus Mainz revolutionierte nicht nur die Impfstoffentwicklung, sondern bescherte frühen Investoren astronomische Renditen. Trade Republic demokratisiert den Aktienhandel, während Personio die HR-Prozesse digitalisiert (Finanzen.net, 2024). Jedes dieser Unternehmen folgt dem Power-Law-Muster: außergewöhnliche Renditen für wenige, visionäre Frühphasen-Investoren.

Warum Diversifikation im VC überlebenswichtig ist

Das Power-Law-Prinzip macht eines klar: Ohne breite Streuung ist Venture Capital russisches Roulette. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner VC-Fonds das investierte Kapital nicht zurückbringt, liegt bei 24%. Durch Investition in einen VC-Dachfonds sinkt dieses Risiko auf unter 1% (Liqid, 2023).

Die optimale Portfoliogröße

Professionelle VC-Manager investieren typischerweise in 20 bis 100 Unternehmen pro Fonds (Companisto, 2024). Diese Strategie folgt einer klaren mathematischen Logik:

  • Ab 20 Investments erreicht man eine grundlegende Risikostreuung

  • Mit 50 Investments steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, einen "Home Run" zu landen

  • Bei 100+ Investments maximiert sich die Chance auf Power-Law-Gewinne

Die Forschung bestätigt: Je größer das Portfolio, desto stabiler und vorhersagbarer werden die Renditen (FasterCapital, 2024). Ein gut diversifiziertes VC-Portfolio bietet ein attraktives Chancen-Risiko-Profil, da sich die Auswirkungen einzelner Totalausfälle über viele Investments verteilen.

Diversifikation auf mehreren Ebenen

Erfolgreiche VC-Diversifikation berücksichtigt verschiedene Dimensionen (Venture Capital Magazin, 2023):

Geografische Streuung: Die klassische Aufteilung sieht USA (50-60%), Europa (20-30%) und Asien (10-20%) vor. Europäische Start-ups bieten dabei oft unterbewertete Chancen, besonders in Bereichen wie FinTech, DeepTech und CleanTech.

Phasenverteilung: Von Pre-Seed über Series A bis Growth-Stage – jede Phase hat ihr eigenes Risiko-Rendite-Profil. Frühe Phasen bieten höhere Renditen bei höherem Risiko.

Sektorale Diversifikation: Technology dominiert, ergänzt durch Life Sciences, Mobility und Sustainability-Themen.

Zeitliche Diversifikation: Investitionen über mehrere Jahrgänge verteilen, um Marktzyklen auszugleichen. Diese "Vintage-Diversifikation" glättet die Performance über Zeit.

Der Dachfonds-Weg: VC für Privatanleger

Lange Zeit war Venture Capital eine geschlossene Gesellschaft. Traditionelle VC-Fonds verlangen Mindestinvestitionen von 200.000 Euro oder mehr – für die meisten Privatanleger eine unüberwindbare Hürde (Das Investment, 2024). Dachfonds revolutionieren nun den Zugang.

Wie funktioniert ein VC-Dachfonds?

Ein Dachfonds bündelt das Kapital vieler Privatanleger und investiert es in verschiedene spezialisierte VC-Fonds. Diese Struktur bietet mehrere entscheidende Vorteile:

Professionelle Diversifikation: Statt in einzelne Start-ups zu investieren, erhalten Anleger Zugang zu über 200 wachstumsstarken Unternehmen über mehr als 10-15 Zielfonds.

Reduzierte Mindestanlage: Während direkte VC-Investments oft Millionenbeträge erfordern, ermöglichen Dachfonds Investments bereits ab 10.000 Euro.

Institutionelle Konditionen: Privatanleger profitieren von denselben Konditionen wie große Stiftungen und Family Offices.

Professionelle Fondsauswahl: Erfahrene Manager wählen die vielversprechendsten VC-Fonds aus – eine Expertise, die Privatanleger kaum selbst aufbauen können.

Der deutsche Markt für VC-Dachfonds

Der "Wachstumsfonds Deutschland" mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro gehört zu den größten VC-Dachfonds Europas (KfW, 2024). Über 20 institutionelle Investoren wie Allianz, BlackRock und SIGNAL IDUNA beteiligen sich an diesem Vehikel.

Private Anbieter erschließen zunehmend den Markt für Privatanleger. LIQID sammelte 130 Millionen Euro für ihren zweiten Fonds ein – 185% über dem ursprünglich geplanten Volumen (Handelsblatt, 2024). Diese Erfolge zeigen das wachsende Interesse von Privatanlegern an der Anlageklasse Venture Capital.

Ein besonders interessantes Angebot für deutsche Privatanleger ist der iVC Venture Innovation Fund von inVenture Capital. Als einziger von der BaFin zugelassener VC-Dachfonds für Privatanleger in Deutschland bietet er Zugang ab 10.000 Euro Mindestanlage. Das Ziel: Investitionen in 10-15 führende europäische VC-Fonds, die wiederum in über 200 Start-ups investieren. Mit einer angestrebten Rendite von etwa 10% IRR und einer Gesamtausschüttung von rund 220% im mittleren Szenario folgt der Fonds dem klassischen Power-Law-Ansatz durch maximale Diversifikation.

Die richtige Dosierung: Wie viel VC gehört ins Portfolio?

Die Frage nach der optimalen VC-Allokation beschäftigt sowohl private als auch institutionelle Investoren. Studien renommierter Institutionen wie Neuberger Berman und Hardman & Co kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Eine VC-Allokation von 10-20% des Gesamtvermögens kann die jährlichen Renditen um 0,5-1% steigern, ohne das Gesamtrisiko signifikant zu erhöhen (Syndicateroom, 2023).

Empfohlene Allokationsbereiche

Die optimale VC-Quote hängt vom individuellen Risikoprofil ab (MarktlinkCapital, 2024):

  • 5-10%: Für konservative Anleger als Beimischung

  • 10-15%: Für ausgewogene Portfolios mit mittlerem Risikoprofil

  • 15-20%: Für wachstumsorientierte Investoren

  • Über 20%: Nur für erfahrene Anleger mit hoher Risikotoleranz

Als Orientierung: Die Yale University – ein Vorreiter im Endowment-Management – hat eine Zielallokation von 23,5% in Venture Capital (Deutsche Wealth, 2024). Professionelle Investoren allokieren typischerweise 10-30% ihrer Assets in Private Markets, wovon etwa 30% in Venture Capital fließen.

Das Endowment-Modell für Privatanleger

Das Ivy-League-Portfolio-Modell zeigt, wie institutionelle Investoren langfristig überdurchschnittliche Renditen erzielen. Die Kernelemente:

  • Hohe Allokation in alternative Anlagen (40-60%)

  • Davon signifikanter Anteil in Venture Capital

  • Langfristiger Anlagehorizont (15+ Jahre)

  • Kontinuierliche Reinvestition der Erträge

Praktische Umsetzungsregeln

Für die erfolgreiche Integration von VC in Ihr Portfolio gelten klare Regeln (Hörtkorn Finanzen, 2024):

Nur freies Vermögen einsetzen: VC sollte ausschließlich einen Teil des frei verfügbaren Vermögens umfassen – niemals Geld, das kurzfristig benötigt wird.

Langer Atem erforderlich: Planen Sie einen Anlagehorizont von mindestens 10-15 Jahren ein. VC-Investments sind illiquide und brauchen Zeit zur Wertentwicklung.

Schrittweiser Aufbau: Beginnen Sie mit 5% und erhöhen Sie die Quote graduell, sobald Sie Erfahrungen gesammelt haben.

Regelmäßige Commitments: Ähnlich einem Sparplan sollten VC-Investments über mehrere Jahre verteilt werden.

Marktzyklen und Timing: Der antizyklische Vorteil

Der deutsche VC-Markt zeigt die typische Volatilität der Branche: Nach dem Rekordjahr 2021 mit 15 Milliarden Euro Investitionsvolumen fiel das Volumen 2022 auf 9,4 Milliarden Euro (-37%) und 2023 auf etwa 6,5 Milliarden Euro (PwC, 2024). Diese Schwankungen sind kein Grund zur Sorge, sondern eine Chance.

Historische Analysen zeigen: Gerade in Marktabschwüngen gelegte VC-Investments erzielen oft die besten Renditen. Die Gründe sind vielfältig:

  • Realistischere Bewertungen: In Krisenzeiten verschwinden überzogene Bewertungen

  • Marktbereinigung: Schwache Geschäftsmodelle scheitern, starke setzen sich durch

  • Innovationsdruck: Krisen beschleunigen disruptive Innovationen

  • Weniger Wettbewerb: Viele Investoren ziehen sich zurück, was bessere Konditionen ermöglicht

Die nächste Unicorn-Generation

Experten sehen besonders in folgenden Bereichen Potenzial für die nächsten europäischen Unicorns (Deutsche Startups, 2024):

Die Schattenseiten des Power-Law

Bei aller Euphorie dürfen die Risiken nicht verschwiegen werden. Das Power-Law-Prinzip hat auch Schattenseiten:

Psychologische Herausforderungen: Die meisten Investments im Portfolio werden scheitern – das muss man aushalten können.

Liquiditätsfalle: VC-Investments sind über Jahre gebunden. Vorzeitige Exits sind selten und teuer.

Informationsasymmetrie: Privatanleger haben weniger Zugang zu Informationen als institutionelle Investoren.

Gebührenstruktur: VC-Fonds und Dachfonds verlangen Management-Gebühren (typisch 2%) und Erfolgsbeteiligung (20% Carry).

Diese Herausforderungen machen professionelle Strukturen wie Dachfonds für Privatanleger besonders wertvoll. Sie bieten nicht nur Diversifikation, sondern auch das notwendige Expertenwissen.

Die Zukunft gehört den Mutigen

Das Power-Law-Prinzip im Venture Capital ist brutal ehrlich: Die meisten Investments scheitern, aber die wenigen Gewinner können Ihr Vermögen vervielfachen. Dieser scheinbare Widerspruch ist kein Bug, sondern ein Feature des Systems.

Für Privatanleger, die diese Dynamik verstehen und nutzen wollen, war der Zugang nie einfacher. Durch professionell gemanagte Dachfonds können Sie mit überschaubaren Beträgen ab 10.000 Euro am Power-Law-Prinzip partizipieren. Die breite Diversifikation über hunderte Start-ups maximiert Ihre Chancen auf den einen großen Treffer, während das Risiko von Totalverlusten minimiert wird.

Die Erfolgsgeschichten von Celonis, Klarna, N26 und vielen anderen zeigen: Europa hat das Potenzial, weltverändernde Technologieunternehmen hervorzubringen. Mit der richtigen Strategie, professioneller Diversifikation und einem langen Atem können auch Sie von diesem Potenzial profitieren.

Das Power-Law-Prinzip lehrt uns: Im Venture Capital gewinnt nicht, wer alle Risiken vermeidet, sondern wer sie intelligent streut. Die Mathematik ist auf Ihrer Seite – wenn Sie die Spielregeln verstehen und richtig anwenden.

Häufige Fragen (FAQ)

Was genau ist das Power-Law-Prinzip im Venture Capital?

Das Power-Law-Prinzip beschreibt die extreme Ungleichverteilung der Renditen im VC-Bereich. Während die meisten Investments scheitern oder nur moderate Erträge bringen, erwirtschaften wenige Ausnahme-Investments außerordentlich hohe Renditen, die das gesamte Portfolio profitabel machen. Typischerweise sind nur 1% der Investments für 50% der gesamten Wertschöpfung verantwortlich.

Wie viele Start-ups sollte ein VC-Portfolio mindestens enthalten?

Experten empfehlen mindestens 20 Investments für eine Grunddiversifikation. Optimal sind 50 bis 100 Beteiligungen, um die Wahrscheinlichkeit für einen "Home Run" zu maximieren. Professionelle VC-Fonds investieren typischerweise in 20-100 Unternehmen, um vom Power-Law-Effekt zu profitieren.

Welche Renditen kann ich von Venture Capital erwarten?

Die Renditen variieren stark. Während die Median-Performance europäischer VC-Fonds bei nur 3,5% IRR liegt, erwirtschaften die Top 5% der US-Fonds über 40% IRR. Ein gut diversifiziertes VC-Dachfonds-Investment strebt typischerweise eine Rendite von etwa 10% IRR an, bei einer Gesamtausschüttung von rund 220% über die Laufzeit.

Wie kann ich als Privatanleger in Venture Capital investieren?

Der einfachste Weg führt über VC-Dachfonds, die bereits ab 10.000 Euro zugänglich sind. Diese bündeln Investments in verschiedene spezialisierte VC-Fonds und bieten damit professionelle Diversifikation. Direktinvestments in einzelne Start-ups erfordern meist deutlich höhere Summen und mehr Expertise.

Welche Risiken birgt Venture Capital?

Das Hauptrisiko ist der mögliche Totalverlust bei einzelnen Investments – etwa 50% aller VC-finanzierten Unternehmen scheitern. Zudem sind VC-Investments illiquide und erfordern einen Anlagehorizont von 10-15 Jahren. Durch breite Diversifikation über Dachfonds lässt sich das Verlustrisiko jedoch auf unter 1% reduzieren.

Wann ist der beste Zeitpunkt für VC-Investments?

Historisch erzielen in Marktabschwüngen getätigte VC-Investments oft die besten Renditen, da Bewertungen realistischer sind. Wichtiger als perfektes Timing ist jedoch eine langfristige Strategie mit kontinuierlichen Investments über verschiedene Marktzyklen hinweg.

Wie unterscheidet sich das Power-Law von der 80/20-Regel?

Während die klassische 80/20-Regel besagt, dass 20% der Ursachen für 80% der Wirkung verantwortlich sind, ist die Verteilung im VC noch extremer: Hier sorgen oft nur 1% der Investments für 50% der Gesamtrendite. Diese Extremverteilung macht professionelle Diversifikation umso wichtiger.

Kann ich meine VC-Anteile vorzeitig verkaufen?

VC-Investments sind grundsätzlich illiquide und auf 10-15 Jahre ausgelegt. Sekundärmärkte für VC-Anteile entwickeln sich zwar, aber Verkäufe sind oft nur mit erheblichen Abschlägen möglich. Planen Sie daher nur mit Kapital, das Sie langfristig nicht benötigen.

Wie werden VC-Erträge besteuert?

Die Besteuerung von VC-Erträgen ist komplex und hängt von der Fondsstruktur ab. Generell fallen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag an. Bei Dachfonds können zusätzliche Aspekte relevant sein. Konsultieren Sie für Ihre individuelle Situation unbedingt einen Steuerberater.

Was unterscheidet erfolgreiche von weniger erfolgreichen VC-Fonds?

Erfolgreiche VC-Fonds zeichnen sich durch exzellenten Dealflow, tiefe Branchenexpertise, aktive Portfoliobetreuung und ein starkes Netzwerk aus. Die Trackrecord der Manager ist entscheidend – Top-Performer schaffen es konsistent, die besten Start-ups früh zu identifizieren und zu fördern.

Quellen

AQVC. (2024). In VC-Fonds investieren. https://www.aqvc.com/in-vc-funds-investieren

Bitkom. (2025). GetStarted Unicorn Report. https://www.bitkom.org/sites/main/files/2025-01/getstarted-unicorn-report.pdf

BVkap. (2021). Newsletter VC - Markt & Performance Mai 2021. https://www.bvai.de/fileadmin/Themenschwerpunkte/Infrastruktur/Leitfaeden\_Whitepapers\_Studien/Newsletter\_VC\_M\_P\_Mai\_2021.pdf

Companisto. (2024). Venture Capital Strategien zur Risikostreuung. https://www.companisto.com/de/academy/anlageformen-und-strategien/venture-capital-strategien-zur-risikostreuung

Das Investment. (2024). Venture Capital: Beteiligungskapital für Gründer. https://www.dasinvestment.com/venture-capital-beteiligungskapital-gruender-beteiligung/?page=6

Deutsche Startups. (2024). Deutschland Unicorn Startups. https://www.deutsche-startups.de/deutschland-unicorn-startups/

Deutsche Wealth. (2024). Portfolios with Venture Capital. https://www.deutschewealth.com/en/insights/investing-insights/asset-class-insights/venture-capital-investing-closer-look/portfolios-venture-capital.html

FasterCapital. (2024). Diversifizierung: Verbesserung der Portfolio-Diversität mit Risikokapital. https://fastercapital.com/de/inhalt/Diversifizierung--Verbesserung-der-Portfolio--Diversitaet-mit-Risikokapitalstrups.html

Finanzen.net. (2024). Die erfolgreichsten deutschen Einhörner. https://www.finanzen.net/nachricht/geld-karriere-lifestyle/milliarden-bewertung-die-erfolgreichsten-deutschen-einhoerner-10240974

Govclab. (2023). The Power Law in VC. https://govclab.com/2023/08/09/the-power-law-in-vc/

Gründer.de. (2024). Erfolgreichsten deutschen Unicorns. https://www.gruender.de/startups/erfolgreichsten-deutschen-unicorns/

Handelsblatt. (2024). Online-Vermögensverwalter übertrifft mit VC-Fonds für Privatanleger alle Erwartungen. https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/wagniskapital-online-vermoegensverwalter-uebertrifft-mit-vc-fonds-fuer-privatanleger-alle-erwartungen/100031158.html

Hörtkorn Finanzen. (2024). Risikokapital. https://www.hoertkorn-finanzen.de/investment-wiki/risikokapital/

KfW. (2024). Wachstumsfonds Deutschland. https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details\_787712.html

Liqid. (2023). Venture Capital und das Power Law. https://www.liqid.de/liqid-essentials/venture-capital-und-das-power-law

Liqid. (2023). Diversifikation entscheidet auch bei VC. https://www.liqid.de/liqid-essentials/diversifikation-entscheidet-auch-bei-vc

Liqid. (2023). Welche Renditen erzielt Venture Capital. https://www.liqid.de/liqid-essentials/welche-renditen-erzielt-venture-capital

MarktlinkCapital. (2024). Portfolio Allocation Private Equity Venture Capital. https://www.marktlinkcapital.com/en/articles/portfolio-allocation-private-equity-venture-capital

PwC. (2024). Venture Capital Marktstudie. https://www.pwc.de/de/deals/venture-capital-marktstudie.html

Rundit. (2023). Understanding the Venture Capital Power Law. https://rundit.com/blog/understanding-the-venture-capital-power-law/

Sifted. (2024). European Startup Unicorns 2024. https://sifted.eu/articles/european-startup-unicorns-2024

Startup Insider. (2024). Index Ventures erhält 2,3 Milliarden US-Dollar für zwei neue Fonds. https://www.startup-insider.com/article/index-ventures-erhaelt-23-milliarden-us-dollar-fuer-zwei-neue-fonds

Syndicateroom. (2023). How Much of Your Portfolio Should Be in VC. https://www.syndicateroom.com/articles/how-much-of-your-portfolio-should-be-in-vc

Tech.eu. (2025). Building a Thriving Tech Ecosystem: European Tech Companies That Became Unicorns in 2024. https://tech.eu/2025/01/30/building-a-thriving-tech-ecosystem-european-tech-companies-that-became-unicorns-in-2024/

Venture Capital Magazin. (2023). Venture Capital und Aktiensektoren. https://venturecapitalmagazin.de/blog/2023/09/11/venture-capital-und-aktiensektoren/