Private Markets gehen an die Öffentlichkeit

Trade Republic öffnet Private Markets ab 1 € – inVenture Capital bietet Beratern Zugang zu kuratierten Venture-Capital-Fonds.

Zachary Robel
Zachary Robel
18. September 20257 min read
Private Markets gehen an die Öffentlichkeit

Die €1 Revolution

Am 15. September schrieb Trade Republic Geschichte.

Das Berliner Fintech kündigte ein Produkt an, das seinen 10 Millionen Nutzern ermöglicht, bereits ab einem Euro in Private Markets zu investieren. Gemeinsam mit Apollo und EQT – zwei der weltweit führenden Private-Equity-Häuser – öffnet das Unternehmen Kleinanlegern den Zugang zu einer Anlageklasse, die bislang ausschließlich Institutionen und Superreichen vorbehalten war.

Das ist nicht einfach nur ein neues Feature. Es ist ein struktureller Umbruch.

Jahrzehntelang operierte Private Equity im Schatten der öffentlichen Märkte: unzugänglich, illiquide und mit Eintrittsbarrieren von mindestens 200.000 Euro. Einige Plattformen begannen, diese Exklusivität leicht aufzubrechen – doch der wirkliche Sprung in den Massenmarkt blieb bislang aus.

Trade Republic hat es gerade getan.

Mit nahtlosem Onboarding, null Papierkram und monatlicher Liquidität sind Private Markets nun so einfach zugänglich wie ETFs. Was einst ein geschlossenes System war, liegt jetzt in den Händen von Millionen alltäglicher Anleger.

Das ist kein verwässertes Private Equity – es ist neu designtes Private Equity. Und damit erweitert Trade Republic nicht nur den Zugang. Das Unternehmen zieht die Grenzen neu: Wer Wohlstand aufbaut – und wie er aufgebaut wird.

Private Markets: Vom Exklusiven zum Erwarteten

Private Equity war schon immer eine hohe Mauer in der Investmentwelt. Wer hineinwollte, brauchte ein dickes Portemonnaie, persönliche Banker und die Bereitschaft, jahrelang auf Liquidität zu warten. Das waren die Kompromisse der Exklusivität. Und jahrzehntelang waren sie nicht verhandelbar.

Mit dem Aufstieg von Plattformen wie Moonfare und Liqid begann sich dieses Status quo zu verschieben. Durch gesenkte Mindestbeträge auf 20.000 oder 50.000 Euro und ein vereinfachtes Onboarding öffneten sie die Tore – aber nur teilweise. Der wohlhabende Mittelstand erhielt Zugang. Doch der echte Kleinanleger blieb außen vor.

Trade Republic hat die Tür nun weit aufgestoßen. Mit Private-Markets-Investments ab 1 Euro, monatlichen Rückgaben und kompletter App-Integration hat das Unternehmen Zugänglichkeit neu definiert. Was früher ein erstrebenswertes Ziel war, ist heute etwas, das man in der Mittagspause ausprobieren kann.

Das Ergebnis? Private Equity ist kein Luxusprodukt mehr. Es entwickelt sich zur Standarderwartung – zu einem festen Bestandteil moderner Portfolios, gleichberechtigt neben ETFs und Aktien. Dieser Wandel vergrößert nicht nur die Zielgruppe. Er verändert die Bedeutung von Private Markets grundlegend. Sie sind nicht länger nur für Insider da – sondern für alle.

Was Trade Republic gestartet hat – und warum es wichtig ist

Auf den ersten Blick wirkt das neue Produkt von Trade Republic wie ein schickes UI für eine bekannte Anlageklasse. Doch unter der Oberfläche steckt ein komplettes Redesign, wie Private Equity zugänglich, gehalten und verstanden wird.

Durch Partnerschaften mit Apollo und EQT können Nutzer von Trade Republic nun in institutionelle Private-Equity-Strategien investieren – ohne Mindestanlage, ohne Papierkram und mit der Möglichkeit, monatlich über einen internen Marktplatz zu verkaufen. Das ist meilenweit entfernt vom traditionellen Modell mit 250.000 € Mindestanlage und mehrjährigen Lock-ups.

Um die Nutzung anzuschieben, bietet Trade Republic außerdem einen 1 %-Bonus für Investments in den ersten 30 Tagen. Ein klassischer Fintech-Growth-Play – angewendet auf eine der konservativsten Ecken der Finanzwelt.

Und das ist nur der Anfang. Private Markets sind die erste von drei neuen Anlageklassen, die Trade Republic bis Jahresende launchen will. Damit vollzieht das Unternehmen den Schritt vom günstigen Broker hin zur umfassenden Vermögensplattform.

Mit über 150 Mrd. € Assets und 10 Mio. Nutzern handelt es sich nicht um ein Nischenexperiment. Es ist ein struktureller Wandel im europäischen Maßstab – mit dem Potenzial, die Art und Weise, wie Private Markets verpackt, distribuiert und wahrgenommen werden, grundlegend zu verändern.

Private Equity wird Mainstream

Private Equity lief stets im Hintergrund der öffentlichen Märkte – und generierte dort leise, aber überdurchschnittliche Renditen für die wenigen, die Zugang hatten. Für Privatanleger blieb es abstrakt: eine Welt aus milliardenschweren Buyouts und institutioneller Exklusivität. Diese Grenze ist nun gefallen.

Der Schritt von Trade Republic bricht die psychologischen wie auch die praktischen Barrieren auf. Private Equity erfordert kein Vermögen, keine Kontakte und keinen Papierkram mehr. Es ist so einfach zugänglich wie ein ETF. Anleger können per App 5 € in Apollo investieren – im selben Interface, das sie auch für ihren Sparplan nutzen. Das ist nicht nur bequem. Es ist ein Paradigmenwechsel.

Für die Portfoliotheorie ist es ein Einschnitt. Berater haben seit langem argumentiert, dass private Assets eine sinnvolle Ergänzung zu öffentlichen sein sollten. Nun wird aus Theorie gelebtes Verhalten. Privatanleger bauen Portfolios mit beiden Komponenten. Die Frage ist nicht mehr, ob Private Markets im Mainstream ankommen – sie sind es bereits. Die Frage lautet jetzt: Wer hilft den Anlegern, über die Basics hinauszugehen?

Eine strategische Antwort auf das neue Normal

In einer Welt, in der Trade Republic Private Equity ab 1 € anbietet, ist Zugang kein Differenzierungsmerkmal mehr. Er ist der Ausgangspunkt. Die eigentliche Chance liegt nun in dem, was danach kommt.

Genau hier setzt inVenture Capital an.

Wir konkurrieren nicht mit Retail-Apps. Wir bauen darauf auf. Mit einem kuratierten Portfolio an Venture-Capital-Fonds richtet sich iVC an Vermögensverwalter und Berater, die über das Massengeschäft hinausgehen wollen.

Mit unserer Fondsstruktur (Fund-of-Funds) und einer Mindestanlage von 10.000 € steht iVC für eine andere Art von Zugang. Nicht einfach zu Private Equity im Allgemeinen, sondern gezielt zu erstklassigen Venture-Capital-Fonds, die für Kleinanleger weitgehend unsichtbar bleiben. Im Zentrum stehen Namen wie Project A, Senovo und Angel Invest – Manager, die sich auf Early-Stage, wachstumsstarke und thematisch fokussierte Unternehmen in Europa spezialisiert haben. Das ist Zugang zur Speerspitze der Startup-Ökonomie – nicht nur zu den etablierten Giganten der Private-Equity-Welt.

Wir bieten Vermögensverwaltern ein Produkt, das individuell, thematisch und zukunftsgerichtet wirkt. Es eröffnet Investoren den Schritt über passive Exponierung hinaus – hin zu etwas Unternehmerischerem. Und es gibt Beratern ein Werkzeug, mit dem sie ihre Rolle neu definieren können: nicht als Gatekeeper, sondern als Kuratoren von Chancen.

Wo Trade Republic Einfachheit bietet, setzen wir auf Spezialisierung. Wo Trade Republic Private Markets für die Masse öffnet, ermöglichen wir Beratern, ihren Kunden tiefere Strategien zu eröffnen – für alle, die mehr wollen als nur passive Exponierung.

Und vor allem: Wir sind für B2B2C gebaut. Mit unserer BaFin-Zulassung und digitalen Infrastruktur machen wir es Vermögensverwaltern leicht, sich in einer Welt standardisierter Alternativen zu differenzieren.

Private Equity ist nicht mehr selten. Aber echter Venture-Zugang – mit thematischem Fokus und kuratierter Strategie – ist es nach wie vor. iVC gibt Beratern die Werkzeuge, um diesen Moment zu nutzen und ihre Kunden in das nächste Kapitel zu führen.

Von Exklusivität zum Ökosystem

Trade Republic hat nicht einfach nur ein Produkt gelauncht. Es hat eine neue Ära eingeläutet.

Private Markets sind vom abgeschotteten Club in den Mainstream gewandert. Was früher Reichtum und Geduld verlangte, kostet heute einen Euro und einen Swipe. Das Gatekeeping-Modell ist vorbei. Und das verändert die Machtverhältnisse – für Plattformen, für Berater und für Investoren.

An die Stelle von Exklusivität tritt das Ökosystem. Der Eintritt ist einfach. Doch die Navigation in dieser neuen Landschaft erfordert weiterhin Expertise, Struktur und Vision. Trade Republic gibt den Menschen die Schlüssel. Die nächste Frage lautet: Wohin wollen sie gehen – und wer begleitet sie dorthin?

Genau hier beginnt die nächste Phase der Private Markets. Für Plattformen wie iVC ist es die Chance, nicht mit Zugang, sondern mit Insight zu führen. Für Berater ist es der Aufruf, ihren Wert neu zu definieren. Für Investoren ist es die Einladung, tiefer zu gehen – und vom Massenmarkt-Exposure zur echten Strategie zu wechseln.

Exklusivität war das alte Differenzierungsmerkmal. Ökosystem ist das neue. Und in dieser neuen Welt werden diejenigen erfolgreich sein, die kuratieren, aufklären und Mehrwert schaffen.