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Loft Dynamics sammelt 24 Mio. $ ein und skaliert VR‑Training für Airlines und Hubschrauberoperatoren

Loft Dynamics aus Zürich hat eine Series‑B‑Finanzierung über 24 Mio. $ abgeschlossen, um seine vollbeweglichen VR‑Trainingslösungen in den Airline‑Bereich zu skalieren. Lead: Friedkin; Beteiligung u. a. von Alaska Airlines – insgesamt rund 60 Mio. $ Gesamtkapital.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
22. August 20254 min
Loft Dynamics sammelt 24 Mio. $ ein und skaliert VR‑Training für Airlines und Hubschrauberoperatoren
Finanzierungsdaten
Betrag24,0 Mio. $
RundeSeries B
SektorMobility
StandortDübendorf (Zürich), CH
Investoren (6)
TF
The Friedkin GroupLead
Family Office
AS
Alaska Star Ventures (Alaska Airlines)
Corporate Investor
BM
Ben Marcus
Angel Investor
CV
Craft Ventures
Venture Capital Fund
SD
Sky Dayton
Angel Investor
U
UP.Partners
Venture Capital Fund
Mittelverwendung

Entwicklung und Kommerzialisierung neuer vollbeweglicher VR‑Simulatoren für Boeing 737 und Airbus A320; Ausbau bestehender Hubschraubersimulatoren; Entwicklung cloudverbundener Trainingssoftware; AI‑gestützte Trainingsanalytik; Entwicklung eines räumlichen Heimbasis‑Trainingskits.

Unternehmen
Gegr. 2016|80+ Mitarbeiter

Die Zürcher Loft Dynamics hat eine Series‑B‑Finanzierung in Höhe von 24 Mio. $ abgeschlossen, mit dem Ziel, ihre VR‑Trainingslösungen in den kommerziellen Airline‑Bereich zu skalieren. Die Runde, angeführt von Friedkin und mit Beteiligung von Alaska Airlines sowie bestehenden Investoren, hebt das Gesamtfinanzierungsvolumen des Unternehmens auf rund 60 Mio. $ an.

„Pilot training hasn’t kept pace with the rest of aviation.“
– Fabi Riesen, Gründer und CEO

Finanzierungsrunde – Faktenbox

  • Startup: Loft Dynamics

  • Sitz: Dübendorf (Schweiz) / North America: Santa Monica, CA, USA

  • Branche: Virtuelle Realität (VR) für Flug‑ und Pilotentraining / Simulationstechnologie

  • Finanzierungsrunde: Series B

  • Volumen: 24 Mio. $

  • Bisher eingesammelt: ca. 60 Mio. $ ( kumuliert )

  • Investoren: Führend: Friedkin; Teilnahme: Alaska Airlines (Alaska Star Ventures) sowie bestehende Investoren wie Sky Dayton und Craft Ventures; UP.Partners.

  • Verwendung der Mittel: Entwicklung und Kommerzialisierung neuer vollbeweglicher VR‑Simulatoren für Boeing 737 und Airbus A320, Ausbau bestehender Hubschraubersimulatoren, Entwicklung cloudverbundener Trainingssoftware, AI‑gestützte Trainingsanalytik und ein räumliches Heimbasis‑Trainingskit.

  • Neue Personalien: Dan Friedkin wird Mitglied des Vorstands von Loft Dynamics.

Startup & Geschäftsmodell

Loft Dynamics hat sich auf immersive, full‑motion VR‑Simulatoren spezialisiert, die nach Firmenangaben sowohl von der EASA als auch der FAA qualifiziert sind. Das Produktportfolio umfasst bereits Hubschraubersimulatoren, die bei Betreibern wie Airbus Helicopters, dem Los Angeles Police Department und Air Greenland im Einsatz sind. Technologisch kombiniert Loft Dynamics VR‑Headsets, 360°‑Panoramadarstellung, dynamische Motion‑Plattformen, replicas realer Cockpits sowie Körper‑ und Eye‑Tracking, um ein reales Trainingsgefühl in deutlich kompakterer Form zu liefern als traditionelle Full‑Flight‑Simulatoren.

Das Geschäftsmodell bedient mehrere Kundensegmente: Betreiber von Hubschraubern und Airlines, OEMs, Trainingszentren und Luftfahrtbehörden. Einnahmenquellen sind der Verkauf bzw. das Leasing von FSTD‑Einheiten (Flight Simulation Training Devices), Service‑ und Wartungsverträge, Software‑Abonnements für cloudbasierte Trainingsplattformen und Lizenzierungen von Trainingsinhalten sowie mögliche Umsätze aus verbundenen Remote‑Trainingsangeboten. Die Kombination aus Hardware, verbundenen Softwarediensten und datengetriebener Auswertung eröffnet wiederkehrende Erlösströme und Upsell‑Potenzial, etwa durch LofTWIN‑Module (virtuelle Demonstrations‑ und Replay‑Funktionen) und AI‑basierte Leistungsberichte.

Bedeutung der Runde für Startup & Markt

Die von Friedkin geführte Series‑B‑Runde ist mehr als eine reine Kapitalzufuhr: sie ist strategisch aufgeladen. Die Beteiligung von Alaska Airlines und die Einbindung von Dan Friedkin in den Vorstand schaffen direkten Zugang zu Industrieexpertise, regulatorischen Entscheidern und Pilotschulen, die für die kommerzielle Zulassung und Skalierung von Airline‑Trainingslösungen wichtig sind. In einem Markt, der von großen, stationären Full‑Flight‑Simulatorsystemen dominiert wird, adressiert Loft Dynamics zwei zentrale Herausforderungen: Kosten‑ und Platzbedarf traditioneller Simulatoren sowie die Notwendigkeit häufiger, standardisierter Trainingsdurchläufe zur Verbesserung der Flugsicherheit.

Die erzielten Skalenvorteile – deutlich geringere Größe, deutlich geringere Kosten und geringere CO₂‑Emissionen gegenüber klassischen FFS‑Angeboten – sind für Airlines, die Trainingskapazitäten dezentralisieren oder kosteneffizient ausbauen wollen, besonders relevant. Vor dem Hintergrund anhaltender Pilotengpässe und steigender regulatorischer Anforderungen an regelmäßige, realistische Trainingsszenarien gewinnen modulare, qualifizierte VR‑Systeme an Attraktivität. Die Genehmigungen durch EASA und FAA verschaffen Loft Dynamics einen Credibility‑Vorsprung, da sie die Grundlage für die Anerkennung von Trainingsstunden und Prüfungen bilden.

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Finanzseitig signalisiert die Runde Vertrauen etablierter Industriepartner und VCs in die Skalierbarkeit des Modells. Mit einem kumulierten Finanzierungsstand von rund 60 Mio. $ verfügt Loft Dynamics nun über Mittel, um Entwicklung, Zertifizierungsprozesse und Markteintritt in Richtung großer Airlines zu beschleunigen. Gleichzeitig erhöht das Wachstumsszenario den Bedarf an qualitativer Validierung durch Rekordeinsätze bei Betreibern und durch weitere behördliche Anerkennungen – Faktoren, die sich unmittelbar auf Akzeptanz und Umsätze auswirken.

Ausblick oder Marktvergleich

Kurzfristig ist von einer Fokussierung auf die Serienreife der 737‑ und A320‑VR‑Einheiten auszugehen, kombiniert mit Feldversuchen und Partnerschaften zur Integration in Airline‑Trainingsprogramme. Die Entwicklung eines Heimbasis‑Kits und cloudverbundener Trainingsplattformen bietet zudem die Möglichkeit, hybride Trainingspfade zu etablieren, in denen theoretische und praktische Elemente effizient miteinander verknüpft werden. Mittelfristig könnte Loft Dynamics in einem bereits fragmentierten Simulationsmarkt eine führende Rolle bei dezentralen, kosteneffizienten Trainingslösungen einnehmen, sofern Skalierungs- und Zertifizierungsrisiken erfolgreich gesteuert werden.

Im Wettbewerbsvergleich grenzt sich Loft Dynamics durch die Kombination aus regulatorischer Qualifikation (EASA, FAA), full‑motion‑Hardware und AI‑gestützter Trainingsintelligenz ab. Wettbewerber mit Fokus auf reine Software‑ oder Fixed‑Base‑Trainings werden sich gegenüber einem Anbieter positionieren müssen, der sowohl physische als auch digitale Assets integriert. Für Investoren ergibt sich dadurch ein Chancen‑ und Risikoprofil: hohe Wachstumsoptionen in einem adressierbaren Markt, aber auch Abhängigkeit von langen Zertifizierungszyklen, hohen Produktions‑ und Serviceanforderungen sowie der Notwendigkeit, breite industrielle Akzeptanz zu erreichen.

Für die Venture‑ und Aviation‑Community ist die Runde ein Indikator dafür, dass institutionelles Kapital und Industriepartner bereit sind, in alternative Trainingsarchitekturen zu investieren. Der Erfolg hängt nun davon ab, wie schnell Loft Dynamics die neuen Airliner‑Simulatoren in einer Weise zertifiziert, liefert und in Trainingscurricula integriert, dass Airlines den Umstieg oder die Ergänzung zu bestehenden FFS‑Netzen wirtschaftlich und regulatorisch rechtfertigen können.

Quellenangaben

Startup-Website: https://loftdynamics.com

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