Seabound sichert sich über die UK Clean Maritime Demonstration Competition (Runde 6) £1,1 Mio., um mit STAX bargebasierte, modulare Einheiten in Southampton zu integrieren und gleichzeitig CO2 sowie Luftschadstoffe an Liegeplätzen zu erfassen.




Vorbereitende Arbeiten für die Southampton‑Pilotanlage: Logistik und Systemintegration auf STAX‑Barges, Feinabstimmung der nächsten Generation von Capture‑Units, Testen von Container‑Swap‑Abläufen und Aufbau der Grundlagen für eine bargebasierte Flotte.
Seabound, ein britisches Climate‑Tech‑Startup für maritime CO₂‑Abscheidung, hat über Round 6 des UK Clean Maritime Demonstration Competition eine Förderung in Höhe von £1,1 Mio. erhalten. Das Projekt sieht die Integration von Seabounds modularen Einheiten mit STAX‑Bargesystemen am Hafen von Southampton vor und zielt darauf ab, gleichzeitig CO₂ und Luftschadstoffe an Liegeplätzen zu erfassen. (prnewswire.com, siliconcanals.com)
„This is the first time in the world that carbon and air pollution capture will be combined and deployed at full commercial scale in a port.“
– Alisha Fredriksson, CEO & Co‑Founder, Seabound. (prnewswire.com)
Startup: Seabound
Sitz: London, Vereinigtes Königreich
Branche: Maritime Carbon Capture / Clean Tech
Finanzierungsrunde: Öffentlich bekanntgegebene staatliche Förderzuwendung (CMDC6)
Volumen: £1,1 Mio. (ca. 1,2 Mio. €)
Bisher eingesammelt: Rund 6,8 Mio. $ an Eigenkapital sowie bisherige Zuschüsse aus CMDC (gesamt ca. £2,3 Mio. an Fördermitteln laut Unternehmensangaben).
Investoren: Namentlich bekannte Investoren der Vorfinanzierung umfassen Lowercarbon Capital, Y Combinator, Eastern Pacific Shipping, Elemental Impact und Collaborative Fund.
Verwendung der Mittel: Vorbereitende Arbeiten für die Southampton‑Pilotanlage (Logistik, Systemintegration auf Barges, Feinabstimmung der nächsten Generation von Capture‑Units), Testen von Container‑Swap‑Abläufen, Aufbau der Grundlagen für eine bargebasierte Flotte. (seabound.co, prnewswire.com)
Neue Personalien: Keine spezifischen Neueinstellungen im Rahmen dieser Ankündigung veröffentlicht; das Unternehmen nennt jedoch wachsende Teams in Engineering und Operations. (seabound.co)
Seabound wurde Ende 2021 gegründet und entwickelt modulare, container‑große CO₂‑Absorber, die direkt an Schiffsauslässe angebracht werden können. Die Technik wandelt CO₂ in feste Karbonate („Pebbles“), die in Häfen entladen, gespeichert oder als Feedstock weiterverwendet werden können. Das Geschäftsmodell kombiniert Hardware‑Verkauf bzw. Leasing an Schiffseigner mit Service‑Leistungen für Offload‑Logistik, Wartung und Monitoring; zusätzlich sieht Seabound Erlösmodelle über verkaufte CO₂‑Abgaben oder Vergütungen im Rahmen entstehender Kohlenstoffmärkte vor. Die Lösung ist so ausgelegt, dass sie ohne Schiffsumrüstungen oder großflächige Hafeninfrastruktur funktioniert und damit als unmittelbare Alternative zu Shore‑Power‑Investitionen positioniert wird. (seabound.co)
Seabound hat bereits Praxiserfahrung: Frühere Demonstrationen auf einem Containerschiff (Pilot mit Lomar/Hapag‑Lloyd) und eine Port‑Demonstration in Long Beach mit STAX belegten in Tests zweistellige CO₂‑Abscheidegrade (Berichte sprechen von rund 78–80% in Trials). Diese Feldnachweise stützen die Skalierungsstrategie, die von einzelnen Einheiten bis zu einer austauschbaren Flotte reicht. (seabound.co, siliconcanals.com)
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Die £1,1‑Mio.‑Förderung ist nicht als klassisches Eigenkapitalinvestment zu verstehen, sondern als staatliche Projektfinanzierung zur Voraufbereitung und Skalierung eines konkreten Demonstrators im Hafenbetrieb. Für Seabound bedeutet dies eine unmittelbare Reduzierung des technischen und logistischen Risikos vor kommerziellem Roll‑out: Die Mittel finanzieren Tests zur Integration mit STAX‑Bargesystemen, den Nachweis logistischer Abläufe am Port of Southampton und die Einrichtung wiederholbarer Prozesse für weitere Häfen. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Hafenbetreiber und Reeder kurzfristig Verträge für At‑berth‑Abscheidung abschließen. (prnewswire.com, marinelink.com)
Auf Marktebene liefert die Kombination aus emissions‑ und CO₂‑Abscheidung einen neuen Lösungsansatz für zwei Engpässe: Luftqualitätsauflagen in Hafenstädten und die regulatorische Lücke, bis alternative Kraftstoffe breit verfügbar sind. Die Integration auf barges statt auf Schiffsretrofits oder teure Hafeninfrastruktur macht das Angebot besonders interessant für große, heterogene Flotten und für Häfen, die schnelle Verbesserungen der Luftqualität benötigen. Institutionelle Akteure wie ABP signalisieren Skalierungsabsicht; das erhöht die Chance auf Folgeaufträge und breitere Infrastrukturpartnerschaften. (siliconcanals.com, globenewswire.com)
Gleichzeitig bleibt das Geschäftsrisiko materiell: Marktakzeptanz hängt von klaren Regelwerken für erfasste Emissionen, wirtschaftlichen Anreizen im Kohlenstoffmanagement und operativen Kosten pro Tonne erfassten CO₂ ab. Auch die Frage der Endlagerung oder Verwertung der Karbonate ist entscheidend für langfristige Unit‑Economics. Das aktuelle CMDC‑Projekt adressiert vorrangig technische Integration und Logistik, weniger die Marktmechanismen zur Monetarisierung der erfassten Mengen. (apply-for-innovation-funding.service.gov.uk, seabound.co)
Kurzfristig steht ein erfolgreicher Abschluss der Southampton‑Phase auf dem Prüfstand: Wenn Seabound und Partner die erwarteten Effizienzen und logistischen Abläufe nachweisen, eröffnet das einen direkten Pfad zu weiteren Häfen in UK und international. Die Kombination mit STAX‑Bargesystemen reduziert Markteintrittsbarrieren gegenüber Shore‑Power‑Projekten, die meist hohe Kapitalaufwendungen und lange Planungszyklen erfordern. (seabound.co, globenewswire.com)
Im Wettbewerb fallen zwei Merkmale ins Gewicht: Nachweisbare Abscheidegrade und die Gesamtbetriebskosten pro Tonne CO₂. Seabound hat mit Investoren wie Lowercarbon und Y Combinator sowie mit Partnerschaften (Lomar, Hapag‑Lloyd, ABP) relevante industrielle Verankerung. Sollte das Unternehmen seine Technologie wirtschaftlich darstellen, könnte es sich als kurzfristig skalierbare Brückentechnologie positionieren, bis alternative Treibstoffe oder andere Dekarbonisationspfade dominieren. Ein wichtiger Erfolgsfaktor bleibt die Abstimmung mit Regulatorik und Kohlenstoff‑Marktmechanismen, die kommerzielle Einnahmen stabilisieren würden. (seabound.co, prnewswire.com)
Silicon Canals: https://siliconcanals.com/londons-seabound-nets-1-2m/
MarineLink: https://www.marinelink.com/news/seabound-secures-m-grant-develop-carbon-529135
FinSMEs: https://www.finsmes.com/2025/08/seabound-receives-1-1m-grant-from-uk-government.html
Startup-Website: https://seabound.co
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