Einklang sammelt 2,2 Millionen Euro für Energy-as-a-Service-Lösung ein
Das Berliner Startup Einklang hat in einer Seed-Runde 2,2 Mio. € eingesammelt. Das Unternehmen adressiert mit seiner Plattform ein wachsendes Problem mittelständischer Unternehmen und Industriebetriebe: die Optimierung ihrer Stromkosten angesichts volatiler Energiepreise und steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit.
Intelligente Energieverwaltung für Unternehmen
Einklang bietet eine integrierte Energy-as-a-Service-Lösung, die dynamische Stromtarife, Batteriespeicher und intelligente Steuerungssysteme kombiniert. Die Plattform ermöglicht es mittelständischen und industriellen Kunden, ihre Stromverbrauchsmuster zu optimieren und dadurch erheblich Kosten zu senken. Das Besondere am Ansatz von Einklang: Das System verbindet Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent mit einer bis zu 50-prozentigen Unabhängigkeit durch die Integration erneuerbarer Energien. Damit adressiert das Startup zwei zentrale Herausforderungen für Unternehmen – wirtschaftliche Effizienz und Klimaneutralität.
Das Geschäftsmodell funktioniert als ganzheitliche Lösung: Einklang konfiguriert und verwaltet nicht nur die technische Infrastruktur rund um Speichersysteme und intelligente Steuerung, sondern verhandelt auch dynamische Stromtarife mit Versorgern. Dies ermöglicht es Kunden, automatisch von günstigen Preisperioden zu profitieren – eine Aufgabe, die manuell für größere Betriebe kaum bewältigbar ist. Durch die Kombination dieser Elemente entsteht eine echte Optimierungslösung, die insbesondere für Unternehmen mit hohem Stromverbrauch und schwankenden Lastprofilen relevant ist.
Investorenrunde mit etablierten Playern
Die Runde wurde von Vireo Ventures angeführt, einem Investor mit Fokus auf Klimatechnologie und Energieinfrastruktur. Neben dem Lead-Investor beteiligten sich SI Ventures, Saxovent, Angel Invest, Heimatboost und DnA Ventures an der Finanzierung. Dieses Portfolio deutet auf ein ausgewogenes Konsortium aus spezialisierten Klimatechnik-Investoren, etablierteren Venture-Playern und regionalen Investmentgesellschaften hin.
Die Mittel sollen laut Unternehmen primär in die technische Produktentwicklung, den Aufbau des Vertriebsteams und die geografische Expansion fließen. Für ein Energy-as-a-Service-Startup ist der Fokus auf Vertrieb und Kundenakquise zentral, da der Erfolg stark von der Fähigkeit abhängt, größere Kundenprojekte zu landen und umzusetzen.
Wachsendes Marktumfeld für Energieoptimierung
Die Finanzierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem mittelständische Unternehmen unter erheblichem Druck stehen: Energiekosten sind seit 2021 signifikant gestiegen, und viele Betriebe suchen nach Lösungen zur Kosteneinsparung ohne große Kapitalinvestitionen. Gleichzeitig treiben regulatorische Anforderungen (CO2-Bepreisung, EU-Taxonomie) Unternehmen in Richtung Energieeffizienz und Erneuerbare.
Der Markt für intelligente Energiemanagementsysteme und Demand-Side-Management wächst europaweit, wenngleich Deutschland mit seiner hohen Industriedichte und ambitionierten Klimazielen besonders attraktiv ist. Einklang konkurriert mit etablierteren Anbietern im B2B-Energiesektor sowie mit kleineren Startups, die auf spezifische Teilaspekte (etwa reine Speicherlösungen oder Tarifoptimierung) fokussieren. Der integrierte Ansatz des Unternehmens ist ein Differenziator, erfordert aber auch erhebliche operative Komplexität.
Mit der Serie-Seed-Finanzierung verfügt Einklang jetzt über ausreichend Kapital, um die ersten großen Kundenimplementierungen zu skalieren und sein Team auszubauen – entscheidende Faktoren für den Erfolg in diesem kapitalintensiven Markt.
Nächste Phase der Skalierung
Einklang sitzt in Berlin und hat mit dieser Seed-Runde bislang insgesamt 2,2 Mio. € eingesammelt. Die nächsten Schritte dürften in der Gewinnung von Pilot- und Großkunden im deutschsprachigen Raum liegen, um die Skalierbarkeit des Modells zu demonstrieren. Langfristig positioniert sich das Unternehmen für weiteres Wachstum in einem Markt, in dem die Kombination aus Kosteneffizienz und Dekarbonisierung ein Schlüsselthema für Industrie und Mittelstand bleiben wird.



