SolveAI sammelt 46,0 Mio. € in Serie A ein – No-Code-Plattform für Enterprise-Software
Das britische Startup SolveAI hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 46,0 Mio. € abgeschlossen. Die Runde wird von GV, dem Venture-Capital-Arm von Alphabet, angeführt und stellt einen starken Vertrauensbeweis für die No-Code-Bewegung im Enterprise-Segment dar. Mit dieser Kapitalspritze positioniert sich SolveAI als Lösungsanbieter für eines der drängendsten Probleme in der Softwareentwicklung: die Knappheit qualifizierter Entwickler und die lange Time-to-Market bei unternehmenskritischen Anwendungen.
Automatisierte Enterprise-Softwareentwicklung ohne Programmierkenntnis
SolveAI hat eine Plattform entwickelt, die es Mitarbeitern ohne technischen Hintergrund ermöglicht, vollständig funktionsfähige Enterprise-Software zu erstellen – ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Das System nutzt Natural Language Processing, um Anforderungen in natürlicher Sprache in konkrete Softwareproposals, technische Designs und lauffähige Anwendungen zu übersetzen. Die generierten Lösungen integrieren sich nahtlos in bestehende IT-Infrastrukturen und entsprechen den strengen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, die im Enterprise-Umfeld obligatorisch sind.
Das Geschäftsmodell adressiert ein fundamentales Problem großer Organisationen: Interne IT-Abteilungen sind chronisch überlastet, während die Nachfrage nach maßgeschneiderten Softwarelösungen ständig wächst. SolveAI democratisiert die Softwareentwicklung und ermöglicht es Business-Abteilungen, ihre eigenen digitalen Probleme zu lösen, ohne auf Entwickler warten zu müssen. Dies führt zu schnelleren Umsetzungszeiten, reduzierten Entwicklungskosten und höherer Mitarbeiterzufriedenheit – insbesondere bei technisch versiertem Personal, das von Routine-Aufgaben befreit wird.
Das Unternehmen unterscheidet sich von anderen No-Code-Anbietern durch seinen expliziten Fokus auf Enterprise-Anforderungen. Während viele Low-Code-Plattformen eher für kleinere Anwendungen konzipiert sind, garantiert SolveAI, dass generierte Anwendungen Governance-Richtlinien einhalten, mit bestehenden Sicherheitsinfrastrukturen kompatibel sind und skalierbar für unternehmensweite Deployment geeignet sind.
Starkes Investor-Konsortium mit globaler Expertise
GV führt die Runde an und bringt nicht nur Kapital, sondern auch das Netzwerk und die Erfahrung von Alphabets Innovation Labs mit. Das Konsortium wird ergänzt durch Accel, einen der führenden europäischen Venture-Capitalisten mit umfassender Expertise in Unternehmensoftware, sowie Northzone, bekannt für sein tiefes Verständnis des nordeuropäischen Tech-Ökosystems. Weitere Investoren sind Mantis VC, NeverLift sowie Business Angels wie Mike LoSapio, Pushmeet Kohli und Olivier Godement, die jeweils umfassende Erfahrung in den Bereichen Unternehmenstechnologie und KI-gestützter Automation mitbringen.
Das Kapital soll primär in die Produktentwicklung, die Expansion ins internationale Geschäft und den Aufbau eines starken Sales- und Support-Teams fließen. SolveAI plant, seine Plattform für zusätzliche Use Cases zu erweitern und tiefer in Schlüsselmärkte wie Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten einzudringen. Zudem wird das Unternehmen Partnerschaften mit großen Systemintegratoren und Beratungen aufbauen, um die Marktdurchdringung zu beschleunigen.
No-Code boomt im Enterprise-Segment
SolveAI profitiert von mehreren konvergenten Trends: Die anhaltende Knappheit an qualifizierten Softwareentwicklern, die steigende Unternehmens-Nachfrage nach schnelleren digitalen Transformationen und die zunehmende Reife von KI-Technologien im Kontext von Code-Generierung schaffen ideale Bedingungen für Lösungen wie SolveAI. Der No-Code-Markt wird Schätzungen zufolge bis 2030 auf über 100 Mrd. € wachsen, wobei Enterprise-fokussierte Angebote besonders starke Wachstumsraten verzeichnen.
Mit dieser Series-A-Runde reiht sich SolveAI in eine Serie erfolgreich finanzierter No-Code-Plattformen ein, hat aber durch seinen Fokus auf Compliance, Sicherheit und Enterprise-Integration eine Nische besetzt, in der kommerzielles Potenzial und technologische Komplexität zusammentreffen.
Nächste Phase des Wachstums
SolveAI ist mit Sitz im Vereinigten Königreich nun mit insgesamt 46,0 Mio. € kapitalisiert. Das Unternehmen plant, die gewonnenen Mittel zu nutzen, um seine Plattform zur führenden Lösung für automatisierte Enterprise-Software-Entwicklung zu entwickeln. Die kommenden 18 Monate werden für die geografische Expansion und die Etablierung von Kundenbeziehungen mit Fortune-500-Unternehmen entscheidend sein.


