ETF Nachteile: Diese Risiken sollten Sie vor der Investition kennen

ETF Nachteile, die Sie kennen sollten: Von Marktrisiken über Swap-ETFs bis zu steuerlichen Fallstricken. Erfahren Sie, welche Risiken Exchange Traded Funds wirklich bergen.

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum
6. November 202531 min read
ETF Nachteile: Diese Risiken sollten Sie vor der Investition kennen

ETFs gelten als die perfekte Geldanlage für selbstentscheidende Anleger – kostengünstig, transparent und einfach zu handeln. Doch trotz ihrer unbestreitbaren Vorteile bringen Exchange Traded Funds auch erhebliche Nachteile und Risiken mit sich, die viele Anlegerinnen und Anleger unterschätzen oder gar nicht kennen.

Während ETF-Anbieter und Finanzmedien meist die Vorteile von ETFs hervorheben, bleibt eine kritische Betrachtung der Schattenseiten oft aus. Dabei können die Nachteile von ETFs gerade in Krisenzeiten oder bei falscher Anwendung zu erheblichen Verlusten führen. Wer sein Vermögen langfristig aufbauen möchte, sollte beide Seiten der Medaille kennen.

In diesem umfassenden Ratgeber beleuchten wir die wichtigsten ETF-Nachteile und zeigen Ihnen, welche Risiken Sie vor einer Investition unbedingt kennen sollten. Sie erfahren, wie Sie diese Nachteile minimieren können und für welche Anlegertypen ETFs trotz ihrer Schwächen geeignet sind.

Die wichtigsten ETF-Nachteile im Überblick

Die folgende Auflistung zeigt die acht größten Nachteile von ETFs, die jeder Anleger vor der Investition kennen sollte:

  1. Vollständige Marktabhängigkeit: ETFs folgen ihrem Index auch ins Minus, ohne sich defensiv anpassen zu können

  2. Keine Überrendite möglich: Passive Verwaltung schließt das Schlagen des Marktes kategorisch aus

  3. Kontrahentenrisiko: Bei Swap-ETFs droht Totalverlust, wenn die Partnerbank ausfällt

  4. Währungsrisiko: Internationale ETFs sind Wechselkursschwankungen unterworfen

  5. Tracking-Differenz: ETFs weichen immer leicht von der Indexperformance ab

  6. Fehlende Stimmrechte: Anlegerinnen und Anleger haben kein Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen

  7. Liquiditätsrisiko: In Krisenzeiten können extreme Spreads und Handelsstopps auftreten

  8. Steuerliche Nachteile: Komplexe Besteuerung und Vorabpauschale belasten die Rendite

Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds können ETFs nicht flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Während ein Fondsmanager in Krisenzeiten defensive Positionen aufbauen oder Gewinne realisieren kann, folgt ein ETF stur seinem Index. Gegenüber Einzelaktien fehlt Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, gezielt unterbewertete Werte auszuwählen oder Stimmrechte auszuüben.

Besonders problematisch werden diese Nachteile für kurzfristig orientierte Anleger, Menschen ohne ausreichende Diversifikation und Investoren, die die Risiken verschiedener ETF-Typen nicht verstehen. Langfristig orientierte vermögende Anleger mit einem diversifizierten Portfolio können viele dieser Nachteile jedoch erfolgreich managen – ähnlich wie es Family Offices bei ihren Investitionsstrategien tun.

Marktrisiko und Kursschwankungen

Das größte Risiko von ETFs liegt in ihrer vollständigen Abhängigkeit vom zugrundeliegenden Index. Anders als aktive Fonds können ETFs den Markt nicht "schlagen" und bieten keinen Schutz vor Kursverlusten. Dieses systematische Risiko betrifft alle Anlageformen an der Börse, wird bei passiven Indexfonds jedoch besonders deutlich.

Konkrete Verlustbeispiele aus der Vergangenheit

Die Geschichte zeigt, dass auch breit diversifizierte ETFs dramatische Verluste erleiden können. Diese Beispiele verdeutlichen die Nachteile von ETFs in Krisenzeiten:

  • Finanzkrise 2008: Der MSCI World verlor innerhalb von 17 Monaten über die Hälfte seines Wertes. Anlegerinnen und Anleger, die zu Höchstkursen eingestiegen waren, mussten Jahre warten, bis ihre Positionen wieder im Plus lagen.

  • Corona-Crash 2020: Innerhalb von nur fünf Wochen brachen die Märkte dramatisch ein. ETFs auf den FTSE All World und andere breite Indizes verloren in dieser kurzen Zeit mehr als ein Drittel ihres Wertes.

  • Dotcom-Krise 2000-2002: Technologie-ETFs verloren bis zu vier Fünftel ihres Wertes. Wer in dieser Phase auf einen Index wie den NASDAQ setzte, erlebte einen der schwersten Bärenmärkte der Börsengeschichte.

Besonders dramatisch wird das Marktrisiko bei längeren Verlustphasen. Analysen zeigen, dass Anleger nach schweren Marktkrisen teilweise über ein Jahrzehnt warten müssen, bis sie ihre Verluste wieder ausgeglichen haben. Der japanische Nikkei 225 beispielsweise erreichte seinen Höchststand von 1989 bis heute nicht wieder – ein mahnendes Beispiel für die Grenzen des "Buy and Hold"-Ansatzes.

Verstärkung durch Herdentrieb-Effekte

ETFs verstärken Marktbewegungen durch ihre Struktur zusätzlich. Wenn viele Anlegerinnen und Anleger gleichzeitig verkaufen, müssen ETF-Anbieter automatisch die zugrundeliegenden Wertpapiere veräußern. Dies kann zu Kaskadeneffekten führen, die Kursstürze beschleunigen – ein Phänomen, das bei aktiv gemanagten Fonds in dieser Form nicht auftritt.

Besonders problematisch ist diese Dynamik bei Nischen-ETFs und Sektor-ETFs. Ein Wasserstoff-ETF kann beispielsweise innerhalb weniger Wochen mehr als die Hälfte seines Wertes verlieren, wenn der gesamte Sektor unter Druck gerät. Anleger haben keine Möglichkeit, sich vor solchen sektorspezifischen Risiken zu schützen, außer durch Verkauf des gesamten ETF.

Diese Konzentrations-Risiken sind ein wichtiger Aspekt, den Sie bei Ihrer Anlagestrategie berücksichtigen sollten. Während ein Fondsmanager aktiv Positionen reduzieren könnte, folgt der Indexfonds mechanisch seiner Benchmark – auch wenn diese in gefährliche Bereiche führt.

Passive Verwaltung als Schwachstelle

Die passive Verwaltung, oft als Vorteil von ETFs gepriesen, erweist sich in vielen Situationen als erheblicher Nachteil. ETFs können grundsätzlich nicht besser abschneiden als ihr zugrundeliegender Index – eine mathematische Gewissheit, die viele Anlegerinnen und Anleger unterschätzen.

Unfähigkeit zur Marktanpassung

Während aktiv gemanagte Fonds in überhitzten Märkten Positionen reduzieren oder in Crashphasen defensive Aktien übergewichten können, folgen ETFs mechanisch ihrer Indexzusammensetzung. Dies führt zu systematischen Problemen, die gerade bei größeren Investitionen ins Gewicht fallen – hier können alternative Anlagestrategien wie Venture Capital Investments eine interessante Ergänzung sein.

Ein ETF auf den S&P 500 muss auch dann weiter Apple, Microsoft und andere Tech-Giganten stark gewichten, wenn diese offensichtlich überbewertet sind. Die automatische Gewichtung nach Marktkapitalisierung kann zu gefährlichen Klumpenrisiken führen. Zum Zeitpunkt der Höchstbewertungen machen die zehn größten Positionen oft deutlich mehr als ein Viertel des gesamten Index aus.

Diese strukturelle Schwäche der passiven Verwaltung zeigt sich besonders deutlich in Blasenzeiten. Der Index kauft automatisch die teuersten Aktien am stärksten – genau das Gegenteil einer antizyklischen Investitionsstrategie, wie sie erfolgreich langfristig investierende Anleger verfolgen.

Keine Krisenreaktion möglich

In Zeiten von Marktturbulenzen oder fundamentalen Veränderungen können aktive Fondsmanager theoretisch Verluste begrenzen. Sie haben verschiedene Möglichkeiten:

  • Cashpositionen aufbauen und auf günstigere Einstiegskurse warten

  • Defensive Sektoren wie Basiskonsumgüter oder Versorger übergewichten

  • Volatile Positionen gezielt reduzieren oder abstoßen

  • Mit Derivaten von fallenden Kursen profitieren oder sich absichern

ETFs hingegen bleiben ihrer mechanischen Replikation treu und fahren mit dem sinkenden Markt nach unten. Dies erklärt, warum viele aktive Fonds in Bärenmärkten oft besser abschneiden als passive Indexfonds. Die Vorteile von ETFs – niedrige Kosten und Transparenz – werden in solchen Phasen durch die Nachteile der starren Struktur teilweise aufgewogen.

Die Unfähigkeit zur aktiven Anpassung macht ETFs besonders für Anleger problematisch, die auf kurz- bis mittelfristige Sicht angewiesen sind oder in volatilen Marktphasen investieren. Wer hingegen einen langen Atem hat und systematisch Vermögen aufbauen möchte, kann mit dieser Schwäche leben.

Kontrahentenrisiko bei synthetischen ETFs

Synthetische ETFs, auch Swap-ETFs genannt, bergen ein oft unterschätztes Kontrahentenrisiko. Anders als physisch replizierende ETFs besitzen sie die Indexbestandteile nicht direkt, sondern bilden die Performance über Finanzderivate ab – ein fundamentaler Unterschied mit erheblichen Auswirkungen auf das Risiko.

Funktionsweise und Risiken von Swap-ETFs

Bei synthetischen ETFs schließt der Anbieter ein Tauschgeschäft (Swap) mit einer Investmentbank ab. Die Bank verpflichtet sich, die Indexrendite zu liefern. Im Gegenzug erhält sie die Performance des tatsächlich vom ETF gehaltenen Portfolios, das oft völlig andere Wertpapiere enthält als der Index.

Das Problem: Wird die Partnerbank zahlungsunfähig, können Anlegerinnen und Anleger ihre Investition ganz oder teilweise verlieren. Obwohl EU-Regulierungen das Kontrahentenrisiko auf maximal ein Zehntel des Fondsvermögens begrenzen, bleibt ein erhebliches Restrisiko bestehen. Dieser Nachteil von Swap-ETFs wird in Verkaufsprospekten oft nicht ausreichend betont.

Historische Beispiele und aktuelle Relevanz

Der Kollaps von Lehman Brothers 2008 zeigte dramatisch, was bei Bankpleiten passieren kann. Obwohl damals noch keine Swap-ETFs in großem Stil betroffen waren, verdeutlichte die Krise die realen Gefahren systemischer Finanzrisiken. Seitdem haben Regulierungsbehörden die Anforderungen verschärft, doch das Kontrahentenrisiko bleibt bestehen.

In der Finanzkrise wurden viele Investoren überrascht, dass auch vermeintlich sichere Konstruktionen zusammenbrechen können. Wer heute in synthetische ETFs investiert, sollte sich dieses Risiko bewusst machen – insbesondere bei ETFs auf schwer zugängliche Märkte, wo Swap-Konstruktionen häufiger zum Einsatz kommen.

Identifikation problematischer Produkte

Anleger können synthetische ETFs relativ einfach identifizieren. Im Produktnamen oder in der Dokumentation findet sich meist der Begriff "Swap" oder die Angabe "synthetisch replizierend". Auch das Kürzel "Swap-basiert" in der Produktbeschreibung ist ein Warnsignal.

Physisch replizierende ETFs hingegen kaufen tatsächlich die Aktien oder Anleihen des Index. Sie tragen kein Kontrahentenrisiko, haben aber andere Nachteile wie höhere Handelskosten oder eine schwächere Tracking-Performance. Die Vorteile und Nachteile beider Varianten sollten Anlegerinnen und Anleger sorgfältig gegeneinander abwägen.

Währungsrisiko bei internationalen ETFs

Anleger, die in internationale ETFs investieren, tragen automatisch ein Währungsrisiko. Dieses wird häufig unterschätzt, kann aber die Rendite erheblich beeinflussen – sowohl positiv als auch negativ. Bei einem MSCI World ETF beispielsweise sind die meisten Positionen in US-Dollar notiert, was deutsche Anleger dem Wechselkursrisiko zwischen Euro und Dollar aussetzt.

Mechanik des Währungsrisikos

Wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt, verlieren Anleger bei der Umrechnung Geld – selbst wenn die Aktien im ETF in ihrer Heimatwährung gestiegen sind. Umgekehrt profitieren sie von einem schwachen Euro. Diese Schwankungen können die Performance deutlich beeinflussen und die Vorteile von ETFs teilweise zunichtemachen.

Ein konkretes Beispiel: Steigt ein US-Aktienindex um zehn Prozent, der Euro wertet aber gleichzeitig um zehn Prozent auf, bleibt für deutsche Anleger unterm Strich keine Rendite übrig. Die Wertpapiere im Fonds haben zwar an Wert gewonnen, doch der Währungseffekt frisst den Gewinn auf.

Währungsgesicherte ETFs als Alternative

Manche ETF-Anbieter bieten währungsgesicherte Varianten an. Diese hedgen das Währungsrisiko durch Derivate und schützen so vor Wechselkursschwankungen. Allerdings haben diese Produkte deutliche Nachteile:

  • Höhere laufende Kosten durch die Absicherungsgeschäfte

  • Zusätzliches Kontrahentenrisiko durch die Derivate

  • Tracking-Differenz kann größer ausfallen

  • In manchen Fällen schlechtere steuerliche Behandlung

Für langfristig orientierte Anleger gleichen sich Währungsschwankungen oft aus. Wer jedoch auf mittlere Sicht anlegt oder große Beträge investiert, sollte das Währungsrisiko in seine Portfoliostrategie einbeziehen.

Unterschätzte Volatilität durch Währungen

Die Kombination aus Marktrisiko und Währungsrisiko erhöht die Gesamtvolatilität erheblich. Während der Index selbst vielleicht moderat schwankt, können Wechselkursbewegungen die Schwankungsbreite für deutsche Anleger deutlich erhöhen. Dies ist ein oft übersehener Nachteil internationaler ETFs, der sich in turbulenten Zeiten besonders bemerkbar macht.

Gerade bei Investments in Schwellenländer-ETFs oder Anleihen-ETFs aus Ländern mit instabilen Währungen kann dieses Risiko die Rendite dominieren. Anlegerinnen und Anleger sollten sich bewusst sein, dass sie nicht nur in Wertpapiere, sondern implizit auch in Währungen investieren.

Tracking-Differenz und versteckte Kosten

Auch wenn ETFs ihren Index theoretisch exakt abbilden sollten, gibt es in der Praxis immer Abweichungen. Diese Tracking-Differenz gehört zu den weniger bekannten Nachteilen von ETFs und kann die Rendite über die Jahre spürbar schmälern. Die beworbenen niedrigen Kosten erzählen oft nicht die ganze Geschichte.

Ursachen der Tracking-Differenz

Die Tracking-Differenz entsteht durch verschiedene Faktoren, die alle an der Performance des ETF nagen:

Verwaltungsgebühren: Die Total Expense Ratio (TER) wird täglich vom Fondsvermögen abgezogen. Bei einem ETF mit Kosten von einem halben Prozent pro Jahr fehlt dieser Betrag automatisch in der Performance – der Index selbst kennt keine Gebühren.

Handelskosten: Wenn der ETF Wertpapiere kauft oder verkauft, entstehen Transaktionskosten. Diese tauchen nicht in der TER auf, belasten aber die Rendite. Gerade bei häufigen Indexanpassungen können diese versteckten Kosten deutlich zu Buche schlagen.

Dividendenbesteuerung: Bei internationalen ETFs fallen Quellensteuern auf Dividenden an. Selbst mit Doppelbesteuerungsabkommen geht ein Teil der Ausschüttungen verloren. Der Index hingegen rechnet meist mit ungekürzten Dividenden.

Sampling-Methode: Große Indizes mit tausenden Positionen werden oft nur teilweise nachgebildet (Sampling). Die nicht gekauften Aktien können sich aber anders entwickeln als die im ETF enthaltenen – was zu Abweichungen führt.

Cash-Drag: ETFs müssen einen kleinen Teil des Vermögens liquide halten, um Anteilsrückgaben bedienen zu können. Dieses Geld ist nicht investiert und bringt kaum Rendite – in steigenden Märkten ein Nachteil.

Messung und Vergleich der Tracking-Differenz

Anleger sollten nicht nur auf die beworbene TER achten, sondern die tatsächliche Tracking-Differenz prüfen. Diese Information findet sich im Jahresbericht des ETF oder auf spezialisierten Vergleichsportalen. Manche ETFs weichen deutlich stärker vom Index ab als andere – trotz ähnlicher Gebühren.

Ein guter ETF sollte seinem Index sehr nahe kommen. Abweichungen von mehr als einem halben Prozentpunkt pro Jahr sind problematisch und deuten auf Qualitätsmängel hin. Bei der Auswahl zwischen verschiedenen ETFs auf denselben Index kann die Tracking-Differenz den Ausschlag geben.

Interessanterweise gelingt es manchen ETFs sogar, ihren Index leicht zu schlagen – meist durch geschicktes Wertpapierverleihegeschäft. Diese zusätzlichen Einnahmen können die Kosten überkompensieren. Doch auch hier gibt es einen Haken: Wertpapierleihe erhöht das Risiko, wie wir später noch sehen werden.

Fehlende Stimmrechte und Einflussnahme

Ein oft übersehener Nachteil von ETFs ist der Verlust von Stimmrechten. Während Direktaktionäre bei Hauptversammlungen mitentscheiden können, geben ETF-Anleger diese Rechte faktisch an den Fondsanbieter ab. Dies mag auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, hat aber weitreichende Konsequenzen für die Unternehmensführung und die Zukunft der europäischen Wirtschaft.

Konzentration von Stimmrechtsmacht

Die großen ETF-Anbieter BlackRock, Vanguard und State Street halten inzwischen bedeutende Anteile an fast allen börsennotierten Unternehmen weltweit. Sie üben die Stimmrechte aus, die eigentlich Millionen von Kleinanlegern zustehen würden. Diese Konzentration von Macht in den Händen weniger Asset Manager ist demokratiepolitisch bedenklich.

Faktisch entscheiden ein paar hundert Mitarbeiter bei den großen ETF-Anbietern über Strategien, Vorstände und Vergütungssysteme der wichtigsten Konzerne. Die eigentlichen Eigentümer – die Anlegerinnen und Anleger – haben keinen Einfluss mehr. Im Vergleich zu Einzelaktien ist dies ein klarer Nachteil von ETFs, der selten thematisiert wird.

Passive Governance als Problem

ETF-Anbieter verfolgen meist eine passive Governance-Strategie. Sie stimmen häufig mit dem Management, auch wenn dieses zweifelhafte Entscheidungen trifft. Kritische Aktionäre oder aktivistische Investoren, die für bessere Corporate Governance kämpfen, finden kaum Unterstützung bei den großen Indexfonds-Anbietern.

Dies kann langfristig die Unternehmensführung verschlechtern. Wenn niemand mehr widerspricht, fehlen wichtige Kontrollmechanismen. Die Vorteile von ETFs – Diversifikation und niedrige Kosten – erkauft man also auch mit einem Verlust an demokratischer Teilhabe und Kontrolle.

Ethische und nachhaltige Anliegen

Wer aus ethischen Gründen bestimmte Geschäftspraktiken ablehnt, hat bei ETFs kaum Einflussmöglichkeiten. Anders als bei Einzelaktien kann man nicht auf Hauptversammlungen kritische Fragen stellen oder Gegenanträge einbringen. Auch spezialisierte ESG-ETFs ändern daran wenig – die Stimmrechte liegen beim Anbieter, nicht bei den Anlegern.

Für vermögende Selbstentscheider, die ihre Investitionen mit ihren Werten in Einklang bringen möchten, kann dies ein entscheidender Nachteil sein. Alternative Anlageformen wie Investments in innovative europäische Technologie über spezialisierte Fonds bieten hier manchmal mehr Mitsprachemöglichkeiten.

Liquiditätsrisiko und Handelsprobleme

Obwohl ETFs an der Börse gehandelt werden und jederzeit verkaufbar sein sollten, birgt der Handel verschiedene Risiken. Die Liquidität kann trügerisch sein, besonders in Stresssituationen. Hier zeigen sich weitere wichtige Nachteile von ETFs, die im Alltag weniger auffallen, in Krisen aber erheblich werden können.

Die Geld-Brief-Spanne als versteckte Kosten

Beim Kauf oder Verkauf von ETFs zahlen Anleger die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – die sogenannte Geld-Brief-Spanne oder Spread. Bei liquiden ETFs auf den MSCI World oder S&P 500 beträgt dieser Spread oft nur wenige Cent. Bei exotischen oder kleinen ETFs kann er aber deutlich größer ausfallen.

Ein Spread von einem Prozent bedeutet: Schon beim Kauf verlieren Anlegerinnen und Anleger ein Prozent ihres Kapitals. Bei häufigem Handel summieren sich diese Kosten erheblich. Dies ist besonders ärgerlich, weil die niedrigen Verwaltungsgebühren – einer der Hauptvorteile von ETFs – durch hohe Spreads teilweise aufgefressen werden.

Die Geld-Brief-Spanne hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Handelsvolumen: Je mehr Umsatz der ETF macht, desto enger die Spreads

  • Liquidität der zugrundeliegenden Wertpapiere: Schwer handelbare Titel führen zu breiteren Spreads

  • Marktlage: In turbulenten Zeiten weiten sich die Spreads deutlich aus

  • Tageszeit: Außerhalb der Haupthandelszeiten sind Spreads oft größer

Liquiditätsprobleme in Krisenzeiten

Die wahre Bewährungsprobe für ETF-Liquidität kommt in Krisenzeiten. Der Corona-Crash im März 2020 zeigte eindrücklich, was passieren kann: Selbst große, normalerweise liquide ETFs wiesen plötzlich dramatisch erhöhte Spreads auf. Manche Anleihen-ETFs verloren kurzfristig deutlich mehr an Wert als ihre zugrundeliegenden Anleihen – sie handelten mit erheblichen Abschlägen.

In extremen Situationen kann der Handel mit ETFs sogar ganz ausgesetzt werden. Solche Handelsaussetzungen mögen rechtlich abgesichert sein, helfen den betroffenen Anlegerinnen und Anlegern aber nicht weiter. Sie sitzen fest und können weder verkaufen noch nachkaufen, während sich die Märkte weiterbewegen.

Das Liquiditätsrisiko ist besonders groß bei:

  • Nischen-ETFs mit geringem Handelsvolumen

  • ETFs auf illiquide Anlageklassen wie Hochzinsanleihen oder Schwellenländeranleihen

  • Gehebelten und inversen ETFs

  • Thematischen ETFs auf Trendthemen mit wenigen zugrundeliegenden Werten

Flash-Crash-Gefahr

Die elektronische Handelsstruktur macht ETFs anfällig für sogenannte Flash-Crashs – plötzliche, extreme Kursstürze innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden. Im Mai 2010 verloren manche ETFs binnen Minuten über 60 Prozent ihres Wertes, nur um kurz darauf wieder auf Normalwerte zu steigen.

Wer in solchen Momenten zufällig eine Verkaufsorder platziert hatte, realisierte katastrophale Verluste ohne echten fundamentalen Grund. Stop-Loss-Orders, die eigentlich vor großen Verlusten schützen sollen, werden in Flash-Crashs zum Verhängnis. Dieser strukturelle Nachteil von ETFs ist auch heute nicht vollständig gelöst.

Steuerliche Nachteile und Komplexität

Die steuerliche Behandlung von ETFs ist deutlich komplexer als viele Anleger annehmen. Was auf den ersten Blick einfach erscheint – ein Wertpapier kaufen und halten – entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als steuerliches Minenfeld mit verschiedenen Fallstricken.

Die Vorabpauschale als jährliche Belastung

Seit der Investmentsteuerreform 2018 müssen ETF-Anleger in Deutschland jährlich eine Vorabpauschale versteuern – auch wenn sie ihre ETFs gar nicht verkauft haben. Diese Steuer auf fiktive Erträge ist einer der am meisten kritisierten Nachteile von ETFs und sorgt regelmäßig für Verwirrung.

Die Vorabpauschale wird zu Jahresbeginn auf Basis des Wertzuwachses des Vorjahres berechnet. Selbst wenn der ETF nur gestiegen ist und keine Ausschüttungen erfolgt sind, fordert das Finanzamt Steuern. Wer nicht genügend liquides Geld auf dem Verrechnungskonto hat, dem werden automatisch Fondsanteile verkauft – was weitere Kosten verursacht.

In Jahren mit starken Kurssteigerungen kann die Vorabpauschale erheblich ausfallen. Anlegerinnen und Anleger müssen dann im Januar Steuern zahlen auf Gewinne, die sie möglicherweise noch gar nicht realisiert haben. Fällt der ETF später wieder, waren die Steuern umsonst gezahlt – eine Rückerstattung erfolgt erst beim tatsächlichen Verkauf.

Teilfreistellung und unterschiedliche Behandlung

Je nach Art des ETF gelten unterschiedliche Teilfreistellungen. Aktien-ETFs werden anders besteuert als Anleihen-ETFs oder Misch-ETFs. Diese Unterscheidung soll eigentlich faire Besteuerung sicherstellen, führt aber zu erheblicher Komplexität.

Die Teilfreistellung beträgt:

  • Bei Aktien-ETFs: 30 Prozent für vermögende Selbstentscheider

  • Bei Misch-ETFs: 15 Prozent

  • Bei Immobilien-ETFs: 60 Prozent (teilweise)

  • Bei Anleihen-ETFs: keine Teilfreistellung

Diese unterschiedliche Behandlung macht die Vergleichbarkeit verschiedener Anlageformen schwierig. Was brutto attraktiv aussieht, kann netto deutlich schlechter abschneiden als erwartet. Anleger müssen genau rechnen und die steuerlichen Auswirkungen in ihre Anlagestrategie einbeziehen.

Thesaurierende vs. ausschüttende ETFs

Auch zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs gibt es steuerliche Unterschiede. Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an, was langfristig zu höheren Renditen durch den Zinseszinseffekt führt. Steuerlich sind sie heute jedoch nicht mehr bevorzugt – die Vorabpauschale stellt sicher, dass auch hier jährlich Steuern anfallen.

Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden und Zinsen regelmäßig aus. Diese Ausschüttungen sind sofort zu versteuern, bieten aber den Vorteil, dass liquide Mittel für die Steuerzahlung vorhanden sind. Für Anlegerinnen und Anleger in der Entsparphase können ausschüttende ETFs daher sinnvoller sein.

Die Wahl zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs hat also steuerliche Implikationen, die je nach persönlicher Situation unterschiedlich zu bewerten sind. Dieser Aspekt wird bei der Diskussion der Vorteile von ETFs oft übersehen.

Besonderheiten bei ausländischen ETFs

Wer in ETFs investiert, die nicht in Deutschland aufgelegt sind, hat mit zusätzlichen steuerlichen Hürden zu kämpfen. Irische oder luxemburgische ETFs – also die meisten auf dem europäischen Markt – sind zwar inzwischen steuerlich gleichgestellt, erfordern aber oft manuelle Eingaben in der Steuererklärung.

Bei US-domizilierten ETFs wird es noch komplizierter. Hier können zusätzliche Steuerpflichten in den USA entstehen, und die deutsche Besteuerung läuft anders. Für die meisten deutschen Anleger sind US-ETFs daher ungeeignet – trotz oft niedrigerer Kosten in Amerika.

Psychologische Fallstricke beim ETF-Investment

Neben den strukturellen Nachteilen von ETFs gibt es eine Reihe psychologischer Risiken, die oft unterschätzt werden. Die Einfachheit und der täglich sichtbare Kurs können zu Verhaltensfehlern führen, die die Rendite erheblich schmälern – selbst bei eigentlich guter Produktauswahl.

Die Illusion der einfachen Geldanlage

ETFs werden als perfekte Geldanlage für Anfänger vermarktet. Diese Vereinfachung kann problematisch sein. Viele Menschen investieren in ETFs, ohne die zugrundeliegenden Mechanismen, Risiken oder ihre eigene Risikotoleranz wirklich zu verstehen. Wenn dann der erste Crash kommt, sind sie überrascht und reagieren emotional.

Die vermeintliche Einfachheit verführt dazu, wichtige Grundlagen zu überspringen. Wer nicht versteht, warum ein ETF plötzlich 30 Prozent an Wert verliert, neigt zu Panikverkäufen im falschen Moment. Die niedrige Einstiegshürde bedeutet nicht automatisch, dass ETFs für jeden geeignet sind.

Tägliches Kurschecken und emotionale Reaktionen

Anders als bei manchen anderen Anlageformen wie Immobilien oder alternativen Investments sehen ETF-Anleger jeden Tag, wie viel sie gewonnen oder verloren haben. Diese ständige Verfügbarkeit von Kursinformationen kann zu suboptimalem Verhalten führen.

Studien zeigen: Je häufiger Anlegerinnen und Anleger ihre Depots checken, desto eher neigen sie zu hektischem Handeln. Die täglichen Schwankungen werden überbewertet, der langfristige Trend aus den Augen verloren. Bei aktiv gemanagten Fonds mit seltenerem Reporting oder bei Immobilien wirkt diese psychologische Falle weniger stark.

Market-Timing und Handelsdrang

Die Tatsache, dass ETFs jederzeit handelbar sind, verführt manche Anleger zum Market-Timing – dem Versuch, Marktbewegungen vorherzusagen und entsprechend zu kaufen oder verkaufen. Zahlreiche Studien belegen: Market-Timing funktioniert nicht, zumindest nicht für die allermeisten Menschen.

Wer versucht, den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen, erreicht meist das Gegenteil. Anleger kaufen oft nach starken Anstiegen (aus Angst, etwas zu verpassen) und verkaufen nach Kurseinbrüchen (aus Angst vor weiteren Verlusten). Diese prozyklische Verhaltensweise vernichtet systematisch Rendite.

Der Vorteil der jederzeitigen Handelbarkeit von ETFs wird so zum Nachteil. Bei weniger liquiden Anlageformen wie geschlossenen Fonds oder Venture Capital Investments ist die Illiquidität ein Feature, kein Bug – sie zwingt zu langfristigem Denken.

Überdiversifikation als verstecktes Problem

Die Vorteile von ETFs in Sachen Diversifikation können ins Gegenteil umschlagen. Manche Anleger kaufen zehn oder mehr verschiedene ETFs, um noch besser diversifiziert zu sein. Das Ergebnis: Ein verwässertes Portfolio ohne klare Strategie, das im Wesentlichen dem Weltmarkt entspricht – aber mit höheren Kosten durch Überlappungen.

Zu viele ETFs führen zu:

  • Überlappenden Positionen (Apple ist in fast allen Welt-ETFs enthalten)

  • Höheren Gesamtkosten durch mehrfache Gebühren

  • Unübersichtlichkeit und Kontrollverlust

  • Verwässerung bewusster Anlageentscheidungen

Ein klar strukturiertes Portfolio mit zwei bis vier ETFs ist meist sinnvoller als ein Sammelsurium aus Dutzenden Produkten. Die einfache Verfügbarkeit von ETFs verleitet aber zur Überoptimierung.

Alternative Anlageformen im Vergleich

Um die Nachteile von ETFs richtig einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf alternative Anlageformen. Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile – die optimale Lösung hängt von den individuellen Zielen, dem Zeithorizont und der Risikotoleranz ab.

Aktiv gemanagte Fonds

Aktiv gemanagte Fonds versuchen, durch gezielte Titelauswahl besser abzuschneiden als der Markt. Dies ist der fundamentale Unterschied zu ETFs. Die Performance hängt stark vom Können des Fondsmanagers ab. Eine weitere Anlageklasse, bei der aktive Verwaltung eine wichtige Rolle spielt, ist Venture Capital.

Vorteile gegenüber ETFs:

  • Potenzial für Überrendite durch geschickte Auswahl

  • Flexibilität in Krisenzeiten (defensive Positionierung möglich)

  • Aktive Risikosteuerung

  • Möglichkeit, unterbewertete Titel zu identifizieren

Nachteile gegenüber ETFs:

  • Deutlich höhere Kosten (oft 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr)

  • Statistisch schlagen die meisten aktiven Fonds ihren Index langfristig nicht

  • Abhängigkeit vom Fondsmanager (Risiko bei Managerwechsel)

  • Oft geringere Transparenz

Für die meisten Anleger gilt: Wer einen wirklich guten aktiven Fonds findet, kann die höheren Kosten rechtfertigen. Das Problem ist die Identifikation im Voraus – historische Performance ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Erfolge.

Einzelaktien und Stock-Picking

Die klassische Alternative sind Einzelaktien. Hier entscheidet jeder Anleger selbst, welche Unternehmen er für aussichtsreich hält. Dies erfordert aber deutlich mehr Zeit, Wissen und Risikobereitschaft als ein ETF-Investment.

Vorteile gegenüber ETFs:

  • Volle Stimmrechte bei Hauptversammlungen

  • Potenzial für deutliche Überrenditen bei richtiger Auswahl

  • Keine Verwaltungsgebühren (nur Transaktionskosten)

  • Direkte Identifikation mit Unternehmen

Nachteile gegenüber ETFs:

  • Hohes Einzeltitelrisiko (Totalverlust möglich)

  • Erfordert erheblichen Zeitaufwand für Analyse

  • Schwierige Diversifikation (braucht viel Kapital)

  • Emotional belastender (einzelne Pleiten schmerzen)

Für vermögende Selbstentscheider mit ausreichend Zeit und Expertise können Einzelaktien eine sinnvolle Ergänzung zu ETFs sein. Als alleinige Anlagestrategie sind sie für die meisten Menschen aber zu risikoreich.

Immobilieninvestments

Immobilien gelten als traditionelle Vermögenssicherung. Sie bieten andere Eigenschaften als Wertpapiere und können ein Portfolio ergänzen – haben aber eigene Risiken und Nachteile.

Eigenschaften im Vergleich zu ETFs:

  • Geringe Korrelation zu Aktienmärkten (echte Diversifikation)

  • Illiquidität als Zwangsspareffekt

  • Inflationsschutz durch Sachwertcharakter

  • Aber: hoher Kapitalbedarf, Klumpenrisiko, Verwaltungsaufwand

Für Portfoliostrategien ist eine Kombination aus verschiedenen Anlageklassen oft sinnvoll. ETFs und Immobilien können sich gut ergänzen, da sie unterschiedliche Risiken abdecken.

Private Markets und Venture Capital

Eine zunehmend interessante Alternative für vermögende Anleger sind Private Markets und Venture Capital. Diese Anlageklassen waren lange nur institutionellen Investoren vorbehalten, werden aber zunehmend zugänglich.

Charakteristika:

  • Keine täglichen Kursschwankungen (reduziert emotionales Handeln)

  • Potenzial für attraktive Renditen durch Zugang zu Wachstumsunternehmen

  • Illiquidität erzwingt langfristige Perspektive

  • Geringe Korrelation zu öffentlichen Märkten

Diese Anlageklasse eignet sich als Beimischung für Anleger, die langfristig investieren können und Illiquidität akzeptieren. Sie kann die strukturellen Nachteile von ETFs ausgleichen, hat aber selbst spezifische Risiken.

Wann ETFs trotz ihrer Nachteile sinnvoll sind

Trotz aller diskutierten Nachteile bleiben ETFs für viele Anlegerinnen und Anleger eine vernünftige Wahl. Entscheidend ist, die Produkte richtig einzusetzen und die eigenen Ziele zu kennen. Dieser Abschnitt zeigt, unter welchen Bedingungen die Vorteile von ETFs ihre Nachteile überwiegen.

Die richtige Produktauswahl

Nicht alle ETFs sind gleich. Die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten können erheblich sein. Eine sorgfältige Auswahl minimiert viele der beschriebenen Nachteile:

Kriterien für qualitativ hochwertige ETFs:

  • Fondsvolumen: Mindestens 100 Millionen Euro (besser: über 500 Millionen)

  • Replikationsmethode: Physisch replizierend bevorzugen (kein Kontrahentenrisiko)

  • Kosten: TER unter 0,5 Prozent für Aktien-ETFs (Ausnahme: Nischen- und Schwellenländer-ETFs)

  • Alter: Mindestens drei Jahre Trackrecord vorhanden

  • Anbieter: Etablierte Häuser mit guter Reputation

  • Liquidität: Tägliches Handelsvolumen ausreichend hoch

Wer diese Kriterien beachtet, umgeht viele typische ETF-Fallen. Die Auswahl aus tausenden verfügbaren ETFs wird zwar eingeschränkt, aber das erhöht die Qualität des Investments. Ein MSCI World oder FTSE All World von einem großen Anbieter erfüllt diese Anforderungen problemlos.

Diversifikationsstrategien

Die richtige Diversifikation kann viele Nachteile von ETFs kompensieren. Dabei geht es nicht um möglichst viele ETFs, sondern um intelligente Streuung über verschiedene Dimensionen:

Core-Satellite-Ansatz:

  • 70-80 Prozent in breit diversifizierte Basis-ETFs (Weltportfolio)

  • 20-30 Prozent in spezialisiertere Beimischungen (Regionen, Sektoren, Anlageklassen)

  • Maximale Einzelposition: 10 Prozent des Gesamtportfolios

  • Regelmäßiges Rebalancing zur Risikokontrolle

Dieser Ansatz kombiniert die Vorteile von ETFs (niedrige Kosten, breite Streuung) mit der Möglichkeit, eigene Überzeugungen umzusetzen. Die Satelliten können auch alternative Anlageklassen umfassen.

Multi-Asset-Diversifikation:

  • Aktien-ETFs für Wachstum

  • Anleihen-ETFs für Stabilität

  • Rohstoff-ETFs oder Gold als Inflationsschutz

  • Immobilien-ETFs für Sachwertanteil

  • Alternative Investments als Renditeturbo

Die Verteilung richtet sich nach Alter, Risikobereitschaft und Zielen. Jüngere Anleger können höhere Aktienquoten fahren, ältere sollten defensiver positioniert sein.

Langfristiger Anlagehorizont als Erfolgsfaktor

Die meisten Nachteile von ETFs werden durch einen ausreichend langen Anlagehorizont deutlich reduziert. Zeit ist der beste Verbündete des ETF-Investors.

Zeitliche Empfehlungen:

  • Mindestens 10 Jahre für reine Aktien-ETFs

  • 5-7 Jahre für gemischte Portfolios mit Anleihenanteil

  • 3-5 Jahre für konservative Anleihen-ETFs

Wer diese Zeiträume nicht einhalten kann, sollte alternative Anlageformen in Betracht ziehen. Kurzfristige Spekulation mit ETFs verstärkt die Nachteile und minimiert die Vorteile.

Langfristige Anleger profitieren von:

  • Ausgleich kurzfristiger Marktschwankungen über mehrere Zyklen

  • Zinseszinseffekt bei thesaurierenden ETFs

  • Durchschnittlicher Einkaufspreis bei Sparplan-Strategien

  • Geringerer Einfluss einzelner Verlustjahre

Die historischen Daten zeigen: Über Zeiträume von 15 Jahren oder mehr waren breit diversifizierte Aktien-ETFs praktisch immer im Plus. Wer einen langfristigen Vermögensaufbau plant, kann die beschriebenen Risiken deutlich besser verkraften.

ETF-Sparpläne als strukturierter Einstieg

Regelmäßige Sparpläne sind für viele Anlegerinnen und Anleger der beste Weg, in ETFs zu investieren. Sie minimieren das Timing-Risiko und fördern diszipliniertes Anlegen.

Vorteile von Sparplänen:

  • Automatisierung verhindert emotionale Fehlentscheidungen

  • Cost-Average-Effekt: In Crashs kauft man automatisch günstig nach

  • Niedrige Einstiegshürden (ab 25 Euro monatlich möglich)

  • Flexibilität bei Anpassung der Sparrate

Sparpläne eignen sich besonders für Menschen, die nicht mit einer großen Summe einsteigen können oder wollen. Das psychologische Risiko hoher Einmalverluste wird reduziert – ein wichtiger Faktor für die Durchhaltefähigkeit in Krisen.

ETF-Nachteile vs. Vorteile: Eine Bewertung

Nach der ausführlichen Analyse der ETF-Nachteile stellt sich die Frage: Überwiegen die Risiken oder bleiben die Vorteile dominierend? Eine ehrliche Bewertung zeigt ein differenziertes Bild, das von der individuellen Situation abhängt.

Nachteile in der Gesamtbetrachtung

Die systematischen Nachteile von ETFs sind real und können in bestimmten Situationen schwerwiegende Folgen haben:

  • Marktkrisen treffen ETF-Anleger mit voller Härte ohne Abfederung

  • Passive Verwaltung verhindert defensive Anpassungen und Chancennutzung

  • Spezialrisiken (Kontrahentenrisiko bei Swap-ETFs, Währungsrisiken) sind nicht von der Hand zu weisen

  • Steuerliche Komplexität überfordert viele Menschen

  • Liquiditätsrisiken in Krisenzeiten werden unterschätzt

  • Fehlende Stimmrechte bedeuten Machtverlust für Anleger

  • Psychologische Fallstricke führen zu suboptimalen Entscheidungen

Diese Nachteile sind strukturell bedingt und lassen sich nicht vollständig eliminieren. Wer in ETFs investiert, muss sie akzeptieren und in Kauf nehmen.

Vergleich mit alternativen Anlageformen

Gegenüber aktiv gemanagten Fonds:

ETFs haben niedrigere Kosten, was langfristig einen erheblichen Renditevorteil bedeutet. Allerdings fehlt die Flexibilität in Krisenzeiten. Statistisch gesehen schlagen die meisten aktiven Fonds ihren Vergleichsindex langfristig nicht – nach Kosten landen sie oft hinter ETFs.

Das bedeutet: Wer einen durchschnittlichen aktiven Fonds wählt, fährt mit ETFs besser. Nur die Auswahl überdurchschnittlicher Manager rechtfertigt die höheren Gebühren – und diese Auswahl ist im Voraus kaum möglich.

Gegenüber Einzelaktien:

ETFs bieten automatische Diversifikation, aber keine Chance auf Überrendite durch geschickte Einzeltitelauswahl. Stimmrechte gehen verloren. Für die meisten Anleger überwiegen die Vorteile der Diversifikation, insbesondere wenn sie nicht die Zeit oder das Wissen für fundierte Einzelaktienanalyse haben.

Erfahrene Investoren mit ausreichend Kapital können Einzelaktien und ETFs kombinieren: Das Grundportfolio läuft passiv über ETFs, Satellitenpositionen werden aktiv mit Einzeltiteln bestückt.

Gegenüber alternativen Investments:

Alternative Anlageklassen wie Private Equity oder Venture Capital bieten oft geringe Korrelation zu ETFs und Potenzial für höhere Renditen. Sie haben aber eigene Nachteile: Illiquidität, hohe Mindestinvestitionen, Intransparenz.

Für vermögende Selbstentscheider kann eine Mischung sinnvoll sein: ETFs als liquide Basis, ergänzt durch illiquide alternative Investments für Renditesteigerung. Diese Kombination nutzt die jeweiligen Vorteile optimal.

Zielgruppenanalyse

ETFs besonders geeignet für:

  • Langfristig orientierte Anleger mit mindestens 10 Jahren Zeithorizont

  • Einsteiger ohne Erfahrung im Stock-Picking oder Fondsauswahl

  • Menschen mit begrenztem Zeitbudget für Kapitalanlagen

  • Kostenbewusste Investoren, die Gebühren minimieren wollen

  • Anleger, die systematisch Vermögen aufbauen möchten

ETFs problematisch für:

  • Kurzfristige Spekulanten und Trader

  • Anleger in der Entsparphase, die regelmäßige Entnahmen brauchen

  • Investoren mit starken ethischen Überzeugungen und Mitsprachewunsch

  • Menschen mit sehr hoher Risikoaversion

  • Anleger, die in Krisen nicht durchhalten können

Die Realität zeigt: Für die Mehrheit der vermögenden Selbstentscheider überwiegen trotz aller Nachteile die Vorteile von ETFs. Entscheidend sind die richtige Auswahl, angemessene Diversifikation und ein langfristiger Anlagehorizont. Wie institutionelle Investoren wie das Yale Endowment zeigen, können passive Investments ein wichtiger Portfoliobaustein sein – allerdings nicht der einzige.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können ETFs wertlos werden?

ETFs können theoretisch wertlos werden, ein Totalverlust ist aber bei breit diversifizierten Produkten extrem unwahrscheinlich. Da ETFs reale Vermögenswerte wie Aktien oder Anleihen halten, würde ein Totalverlust bedeuten, dass alle zugrundeliegenden Wertpapiere gleichzeitig wertlos werden. Bei breit diversifizierten ETFs auf den MSCI World oder FTSE All World ist dies praktisch ausgeschlossen – das würde den Zusammenbruch der globalen Wirtschaft bedeuten. Bei Nischen-ETFs, gehebelten Produkten oder ETFs auf volatile Anlageklassen sind hingegen dramatische Verluste bis hin zum Totalverlust möglich. Das Fondsver mögen ist als Sondervermögen geschützt und geht nicht in die Insolvenzmasse des Anbieters ein.

Was passiert bei einer ETF-Schließung?

Wenn ein ETF geschlossen wird, erhalten Anlegerinnen und Anleger den aktuellen Marktwert ihrer Anteile ausgezahlt. ETF-Schließungen sind nicht selten – jährlich werden einige Prozent aller ETFs liquidiert, meist aufgrund zu geringen Volumens oder mangelnder Nachfrage. Anleger verlieren dabei kein Geld durch die Schließung selbst, müssen aber eventuell Steuern auf realisierte Gewinne zahlen und einen neuen ETF finden. Meist gibt es eine Ankündigungsfrist von mehreren Wochen, in der man entweder selbst verkaufen oder die automatische Auszahlung abwarten kann. Das Fondsvermögen ist als Sondervermögen geschützt – auch wenn der Anbieter pleitegeht, bleibt das Geld der Anleger sicher.

Sind ETFs sicherer als Aktien?

ETFs sind durch ihre Diversifikation in der Regel deutlich sicherer als Einzelaktien. Das Risiko einzelner Unternehmensinsolvenzen wird durch die Streuung auf hunderte oder tausende Aktien massiv minimiert. Wenn eine Firma im Index pleitegeht, macht das nur einen Bruchteil des ETF aus. Bei Einzelaktien hingegen bedeutet eine Insolvenz den Totalverlust dieser Position. Allerdings tragen ETF-Anleger das volle Marktrisiko und zusätzliche spezifische Risiken wie Kontrahentenrisiko bei Swap-ETFs, Anbieterrisiko und Tracking-Fehler. Bei Einzelaktien haben Anlegerinnen und Anleger dafür die Chance auf Überrenditen und vollständige Stimmrechte. Für die meisten Menschen sind ETFs die risikoärmere Wahl.

Wie hoch ist das Risiko bei ETFs wirklich?

Das Risiko variiert stark je nach ETF-Typ und zugrundeliegender Anlageklasse. Breit diversifizierte Aktien-ETFs auf Weltindizes haben historisch Schwankungen von 15-20 Prozent pro Jahr gezeigt, mit maximalen Verlusten von 50-60 Prozent in schweren Krisen wie 2008. Anleihen-ETFs schwanken meist weniger, können aber bei Zinsänderungen oder Kreditrisiken ebenfalls erheblich verlieren. Gehebelte ETFs, inverse ETFs oder Nischen-ETFs auf volatile Sektoren können 80-100 Prozent ihres Wertes verlieren. Entscheidend für das tatsächliche Risiko sind Anlagehorizont, Diversifikation über mehrere Anlageklassen und die gewählten ETF-Typen. Wer langfristig investiert und diversifiziert, kann Risiken deutlich reduzieren.

Welche ETFs sollte man meiden?

Vermögende Selbstentscheider sollten folgende ETF-Typen in der Regel meiden: Gehebelte ETFs, die Marktbewegungen verstärken und für langfristiges Investieren ungeeignet sind; inverse ETFs, die auf fallende Kurse setzen und ebenfalls nur für kurzfristige Spekulation gedacht sind; synthetische Swap-ETFs mit hohem Kontrahentenrisiko; illiquide Nischen-ETFs mit Volumen unter 100 Millionen Euro; ETFs mit sehr hohen Kosten über 0,8 Prozent TER ohne guten Grund; thematische Trend-ETFs auf Spekulationswellen, die oft auf Höchstständen lanciert werden; und ETFs mit ungünstigen steuerlichen Strukturen wie US-domizilierte Produkte für deutsche Anleger. Auch ETFs auf extrem volatile Anlageklassen wie Kryptowährungen oder einzelne Rohstoffe sind für die meisten Menschen ungeeignet. Besser: einfache, breite, kostengünstige Welt-ETFs von etablierten Anbietern.

Können ETF-Anbieter pleite gehen?

ETF-Anbieter können theoretisch insolvent werden, das Fondsvermögen ist aber als Sondervermögen rechtlich geschützt und gehört nicht zur Insolvenzmasse. Bei einer Insolvenz des Anbieters würde typischerweise ein anderer Anbieter den ETF übernehmen oder das Fondsvermögen würde an die Anlegerinnen und Anleger ausgezahlt zum aktuellen Marktwert. Problematisch wird es nur bei synthetischen Swap-ETFs: Hier besteht ein Kontrahentenrisiko gegenüber den Swap-Partnern. Geht sowohl der ETF-Anbieter als auch die Swap-Partnerbank pleite, können Anleger Verluste erleiden. Dieses Doppelausfallrisiko ist aber sehr gering, da die EU die Gegenparteirisiken auf maximal zehn Prozent des Fondsvermögens begrenzt hat. Bei physisch replizierenden ETFs großer Anbieter ist das Risiko vernachlässigbar.

Was ist das größte Risiko bei ETFs?

Das größte Risiko bei ETFs ist das vollständige, ungefilterte Marktrisiko ohne jede Schutzfunktion. Anders als aktive Fonds mit Fondsmanagern können ETFs in Krisen nicht defensiv reagieren, Verluste begrenzen oder antizyklisch positionieren. Sie folgen ihrem Index mechanisch auch ins Minus. Für deutsche Anleger kommt das Währungsrisiko internationaler ETFs hinzu, das die Volatilität zusätzlich erhöht. Bei synthetischen ETFs besteht zusätzlich ein Kontrahentenrisiko gegenüber den Swap-Partnern. Das größte verhaltensbezogene Risiko liegt im Market-Timing und emotionalen Verkäufen: Viele Anlegerinnen und Anleger verkaufen ETFs in Krisen zum Tiefststand und verpassen die anschließende Erholung, wodurch aus temporären Buchverlusten realisierte Verluste werden. Die Kombination aus Marktrisiko und menschlichem Fehlverhalten ist gefährlicher als jedes strukturelle ETF-Problem.

Sind ETFs für Anfänger trotz der Nachteile geeignet?

Ja, ETFs bleiben für Anfänger im Bereich Geldanlage grundsätzlich geeignet, wenn sie richtig eingesetzt werden. Die Vorteile – niedrige Kosten, breite Diversifikation, Einfachheit und Transparenz – überwiegen für langfristige Anleger die Nachteile deutlich. Anfänger sollten aber einige Grundregeln beachten: Nur breit diversifizierte, physisch replizierende ETFs auf Weltindizes wählen; einen langen Anlagehorizont von mindestens zehn bis fünfzehn Jahren mitbringen; spezielle ETF-Typen wie gehebelte, inverse oder Nischen-ETFs meiden; sich über die grundlegenden steuerlichen Aspekte informieren; und realistische Erwartungen haben bezüglich Schwankungen und möglicher Verlustphasen. Mit einem simplen Weltportfolio aus ein bis drei ETFs auf breite Indizes fahren Anfänger oft besser als mit komplexen aktiven Strategien oder Einzelaktienportfolios. Wichtig ist, die Grundlagen des Vermögensaufbaus zu verstehen und nicht blind zu investieren.

Fazit: Bewusster Umgang mit ETF-Nachteilen

ETFs sind weder die perfekte Geldanlage noch gefährliche Finanzprodukte – die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Die analysierten Nachteile von ETFs sind real und können in bestimmten Situationen erhebliche Auswirkungen haben. Gleichzeitig bleiben die Vorteile von ETFs für viele Anlegerinnen und Anleger überzeugend.

Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich so zusammenfassen:

Strukturelle Nachteile akzeptieren: ETFs folgen dem Markt ohne Schutzmechanismus, haben bei Swap-Konstruktionen Kontrahentenrisiken und bieten keine Überrendite-Chancen. Wer diese fundamentalen Einschränkungen nicht akzeptieren kann, sollte alternative Anlageformen in Betracht ziehen.

Produktauswahl entscheidet: Zwischen qualitativ hochwertigen, breit diversifizierten ETFs großer Anbieter und riskanten Nischen-Produkten liegen Welten. Die richtige Auswahl minimiert viele Risiken erheblich.

Zeithorizont ist kritisch: Fast alle ETF-Nachteile werden durch einen Anlagehorizont von zehn bis fünfzehn Jahren deutlich abgemildert. Kurzfristige Anleger sollten andere Produkte nutzen.

Diversifikation über ETFs hinaus: Eine intelligente Gesamtstrategie kombiniert ETFs mit anderen Anlageklassen. Wie erfolgreiche institutionelle Investoren zeigen, gehören neben liquiden börsennotierten Wertpapieren auch alternative Investments ins Portfolio.

Psychologie beherrschen: Die größte Gefahr sind emotionale Fehlentscheidungen, nicht die strukturellen ETF-Eigenschaften. Disziplin und langfristiges Denken sind wichtiger als die Produktauswahl.

Für vermögende Selbstentscheider mit einem diversifizierten Vermögen sind ETFs typischerweise ein sinnvoller Baustein – aber eben nur ein Baustein. Wer ausschließlich in ETFs investiert, verzichtet auf Chancen und nimmt unnötige Klumpenrisiken in Kauf. Eine ausgewogene Strategie berücksichtigt verschiedene Anlageklassen, Währungsräume und Liquiditätsprofile.

Die Nachteile von ETFs sollten nicht verschwiegen oder verharmlost werden. Gleichzeitig rechtfertigen sie für die meisten Menschen keine grundsätzliche Ablehnung dieser Anlageform. Entscheidend ist der bewusste, informierte Umgang mit dem Instrument ETF – dann können die Vorteile die Nachteile überwiegen und ETFs einen wertvollen Beitrag zum langfristigen Vermögensaufbau leisten.

Quellen

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, Marktdaten, regulatorischen Vorgaben und wissenschaftlichen Studien zur Performance verschiedener Anlageformen. Konkrete Statistiken und Bewertungen wurden auf Basis anerkannter Finanzmarktanalysen erstellt.