Europas nächste Deeptech-Stars: Diese Unternehmen könnten 2025 zu Milliarden-Bewertungen aufsteigen

Der europäische Deeptech-Sektor erlebt gerade eine bemerkenswerte Renaissance. Während sich immer mehr Investoren um die gleichen Software-Startups streiten und die Bewertungen in schwindelerregende Höhen treiben, entsteht im Schatten der großen Tech-Giganten eine neue Generation von Unternehmen, die an den fundamentalen Problemen unserer Zeit arbeiten.

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum
17. Juli 202513 min read
Europas nächste Deeptech-Stars: Diese Unternehmen könnten 2025 zu Milliarden-Bewertungen aufsteigen

Für Privatanleger, die bereit sind, über den Tellerrand hinauszuschauen, eröffnen sich hier einzigartige Chancen. Mit einem Mindestinvestment von 10.000 Euro über Venture Capital Dachfonds können auch Kleinanleger an dieser Entwicklung teilhaben.

Was macht Deeptech so besonders?

Stellen Sie sich vor, Sie investieren nicht in die nächste Dating-App oder den x-ten Lieferdienst, sondern in Unternehmen, die an der Heilung von Krebs arbeiten, die Energieprobleme der Menschheit lösen oder uns ins All bringen. Genau das ist Deeptech. Diese Unternehmen unterscheiden sich fundamental von herkömmlichen Software-Startups. Sie basieren auf echten wissenschaftlichen Durchbrüchen, oft das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung an Universitäten oder in Laboren.

Der Deeptech-Sektor ist dabei alles andere als eindimensional. Er umfasst Künstliche Intelligenz, die weit über Chatbots hinausgeht, Quantencomputer, die Probleme lösen, an denen heutige Supercomputer scheitern würden, revolutionäre Energietechnologien, die uns von fossilen Brennstoffen befreien könnten, sowie Biotechnologie, die die Medizin von morgen definiert. Jeder dieser Bereiche hat das Potenzial, ganze Industrien zu transformieren.

Der europäische Deeptech-Markt in Zahlen

Die Entwicklung des europäischen Deeptech-Marktes liest sich wie eine Erfolgsgeschichte. Zwischen 2019 und 2023 konnte Europa seinen Anteil an den globalen Deeptech-Investitionen fast verdoppeln – von bescheidenen 10 Prozent auf beeindruckende 19 Prozent. Im Jahr 2024 flossen etwa 15 Milliarden Euro in europäische Deeptech-Startups. Das entspricht fast der Hälfte aller Tech-Investitionen auf dem Kontinent.

Was besonders beeindruckt, ist die Widerstandsfähigkeit des Sektors. Als 2022 die Tech-Blase platzte und traditionelle Software-Investments stärker einbrachen, hielt sich Deeptech vergleichsweise stabil. Diese Resilienz zeigt, dass Investoren zunehmend den langfristigen Wert echter Innovation erkennen – eine Entwicklung, die besonders für langfristig orientierte Anleger interessant ist.

Geografische Verteilung und Schwerpunkte

Europa ist nicht gleich Europa, wenn es um Deeptech geht. Das Vereinigte Königreich führt das Feld mit 4,2 Milliarden Euro an Investitionen an, dicht gefolgt von den nordischen Ländern. Frankreich und Deutschland liegen mit 3,0 bzw. 2,7 Milliarden Euro nicht weit dahinter.

Jede Region hat dabei ihre eigenen Stärken entwickelt. London hat sich als Zentrum für die Integration von Fintech und KI etabliert, während Stockholm zur Hochburg für Energie- und Klimatechnologien geworden ist. Paris brilliert im Bereich Quantencomputing und Raumfahrt, München hat sich auf Luft- und Raumfahrttechnik spezialisiert, und die Universitätsstädte Cambridge und Oxford sind Brutstätten für wissenschaftliche Spin-offs. Diese geografische Diversität ist eine der großen Stärken des europäischen Deeptech-Ökosystems.

Sektorenanalyse: Wo die größten Chancen liegen

Künstliche Intelligenz dominiert mit 25% der Investitionen

KI ist der unangefochtene König des europäischen Deeptech-Sektors. Aber wir sprechen hier nicht von einfachen Chatbots oder Bilderkennungssoftware. Europäische KI-Startups arbeiten an Technologien, die fundamentale Probleme lösen – von der Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse bis hin zur Entwicklung souveräner KI-Systeme für kritische Infrastrukturen. Ein faszinierendes Beispiel ist die Integration von KI-Tools für automatisierte Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zeigt, wie KI bereits heute regulatorische Herausforderungen in praktische Lösungen verwandelt.

Mistral AI aus Frankreich ist dabei zum Aushängeschild der europäischen KI-Szene geworden. Das Unternehmen hat es geschafft, innerhalb von nur zwei Jahren eine Bewertung von 6 Milliarden Euro zu erreichen – und das mit einem klaren Fokus auf Open-Source-Technologie, die eine Alternative zu den geschlossenen Systemen amerikanischer Tech-Giganten bietet.

ElevenLabs aus Großbritannien revolutioniert unterdessen die Sprach-KI. Ihre Text-zu-Sprache-Technologie ist so überzeugend, dass sie bereits von großen Plattformen genutzt wird. Der Unicorn-Status, den das Unternehmen 2024 erreichte, überrascht niemanden, der die Technologie einmal erlebt hat.

In Deutschland setzt Aleph Alpha auf einen anderen Ansatz: souveräne KI-Lösungen, die speziell für europäische Unternehmen und Regierungen entwickelt werden. In Zeiten geopolitischer Spannungen und Datenschutzbedenken könnte sich dieser Fokus als goldrichtig erweisen.

Raumfahrttechnologie erlebt einen Boom mit 18% der Investitionen

Europa will nicht länger nur Zuschauer im neuen Weltraumrennen sein. Mit 18 Prozent der Deeptech-Investitionen zeigt der Raumfahrtsektor, dass der Kontinent es ernst meint. Die geopolitischen Spannungen der letzten Jahre haben deutlich gemacht, wie wichtig technologische Souveränität im All ist.

The Exploration Company aus Deutschland entwickelt wiederverwendbare Raumkapseln und hat ca. 215 Millionen Dollar eingesammelt. Das Unternehmen will nichts weniger als die europäische Antwort auf SpaceX werden. Angesichts der Tatsache, dass Europa derzeit für bemannte Raumfahrt auf andere angewiesen ist, könnte das Timing nicht besser sein.

Noch ambitionierter ist Isar Aerospace, ebenfalls aus Deutschland. Mit ca. 320 Millionen Dollar ist es Europas bestfinanziertes Raumfahrt-Startup. Die erste Raketenmission ist für 2025 geplant – ein Meilenstein, der zeigen wird, ob Europa im kommerziellen Raumfahrtmarkt mitspielen kann.

Biotechnologie profitiert von Europas Forschungsstärke mit 16% der Investitionen

Wenn es einen Bereich gibt, in dem Europas akademische Exzellenz direkt in kommerzielle Innovation mündet, dann ist es die Biotechnologie. Mit 16 Prozent der Deeptech-Investitionen zeigt der Sektor, dass Investoren das Potenzial erkannt haben.

Cytocast aus Ungarn ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Deeptech die Grenzen des Möglichen verschiebt. Ihre "Digital Twin Patient"-Plattform nutzt KI und Computersimulationen, um die Wirkung von Medikamenten vorherzusagen – bevor sie an echten Patienten getestet werden. Das könnte nicht nur die Entwicklungszeit drastisch verkürzen, sondern auch die Kosten senken und die Sicherheit erhöhen.

Gate2Brain aus Spanien hat sich einem der größten Probleme der Medizin angenommen: der Blut-Hirn-Schranke. Diese natürliche Barriere schützt unser Gehirn, macht es aber auch extrem schwierig, Medikamente dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Mit ihrer Peptid-basierten Technologie könnte Gate2Brain den Weg für völlig neue Behandlungsmöglichkeiten bei neurologischen Erkrankungen ebnen.

Quantencomputing steht noch am Anfang, zeigt aber enormes Potenzial

Mit 10 Prozent der Investitionen mag Quantencomputing wie der kleinste Player wirken, aber unterschätzen Sie diesen Sektor nicht. Die Technologie steht kurz vor dem Durchbruch, und europäische Unternehmen sind ganz vorne mit dabei.

PASQAL aus Frankreich hat 2024 Geschichte geschrieben, als ihr Quantencomputer erstmals eine Berechnung durchführte, die mit klassischen Computern vergleichbar war. Das mag unspektakulär klingen, ist aber ein enormer Meilenstein. Mit 100 Millionen Euro Finanzierung arbeitet das Unternehmen daran, Quantencomputing aus dem Labor in die echte Welt zu bringen.

Cambridge Quantum Computing verfolgt einen anderen Ansatz: Statt eigene Quantencomputer zu bauen, entwickeln sie Software, die auf verschiedenen Quantencomputer-Architekturen läuft. In einem noch unreifen Markt, in dem Standards fehlen, könnte sich diese Flexibilität als entscheidender Vorteil erweisen.

Investment-Performance: Warum Deeptech überzeugt

Die Renditen sprechen eine deutliche Sprache: Deeptech-fokussierte Venture-Capital-Fonds erzielen im Durchschnitt eine interne Rendite von 16 Prozent – das sind satte 60 Prozent mehr als die 10 Prozent traditioneller Tech-Fonds. Besonders beeindruckend sind die Zahlen im Climate-Tech-Bereich, wo Frühphasen-Investoren sogar 9 Prozent mehr Rendite erzielen als in anderen Sektoren.

Was steckt hinter dieser Outperformance? Es ist eine Kombination mehrerer Faktoren. Deeptech-Unternehmen bauen auf echten Innovationen auf, oft geschützt durch Patente und jahrelange Forschung. Das schafft Eintrittsbarrieren, die in der Software-Welt undenkbar wären. Während jeder talentierte Programmierer die nächste App entwickeln kann, braucht es für einen funktionierenden Quantencomputer oder eine revolutionäre Batterietechnologie ein ganzes Team von Spitzenwissenschaftlern und Millionen an Entwicklungsbudget.

Diese hohen Barrieren bedeuten auch, dass erfolgreiche Deeptech-Unternehmen oft ganze Märkte für sich erobern können. Wenn Sie die einzige funktionierende Lösung für ein drängendes Problem haben, bestimmen Sie die Spielregeln. Das führt zu den spektakulären Bewertungen, die wir bei erfolgreichen Deeptech-Exits sehen.

Risiken und Herausforderungen für Privatanleger

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Deeptech-Investitionen kommen mit ihren eigenen Herausforderungen. Die Entwicklungszeiten sind lang – zwischen den Finanzierungsrunden vergeht oft mehr Zeit als bei traditionellen Tech-Startups. Das bedeutet, dass Ihr Kapital länger gebunden ist und Sie Geduld mitbringen müssen.

Auch das technologische Risiko ist nicht zu unterschätzen. Ein Großteil der Deeptech-Unternehmen entwickeln physische Produkte. Das bedeutet nicht nur höhere Entwicklungskosten, sondern auch Risiken in der Produktion, Lieferkette und Skalierung, die Software-Unternehmen nicht kennen.

Regulatorische Hürden können ebenfalls zum Stolperstein werden. Ein neues Medikament muss jahrelange klinische Studien durchlaufen, eine Rakete braucht unzählige Genehmigungen, und selbst eine revolutionäre Batterietechnologie muss strenge Sicherheitsstandards erfüllen. Diese Prozesse kosten Zeit und Geld – und manchmal scheitern vielversprechende Technologien an bürokratischen Hürden.

Die Rolle von VC-Dachfonds für Privatanleger

Angesichts dieser Komplexität stellt sich die Frage: Wie können Privatanleger sinnvoll in Deeptech investieren? Die Antwort liegt in professionell gemanagten VC-Dachfonds. Der iVC Venture Innovation Fund beispielsweise macht Deeptech-Investments ab 10.000 Euro zugänglich – ein Bruchteil dessen, was direkte VC-Investitionen erfordern würden.

Der große Vorteil liegt in der Diversifikation. Statt alles auf ein Pferd zu setzen, verteilt ein Dachfonds das Risiko über 10-15 verschiedene Venture Capital Fonds, die wiederum in jeweils 15-25 Startups investieren. Am Ende haben Sie Zugang zu über 200 verschiedenen Unternehmen – eine Diversifikation, die als Privatanleger sonst unmöglich wäre.

Noch wichtiger ist das professionelle Management. Die Teams hinter diesen Fonds haben jahrelange Erfahrung in der Bewertung von Deeptech-Unternehmen. Sie verstehen die Technologie, kennen die Märkte und haben Zugang zu Deals, die Privatanlegern verschlossen bleiben. In einem Sektor, wo technisches Verständnis über Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist diese Expertise unbezahlbar.

Marktausblick für 2025

Das Jahr 2025 verspricht, ein Wendepunkt für den europäischen Deeptech-Sektor zu werden. Experten erwarten eine Konsolidierungswelle, besonders durch US-Investoren, die erkannt haben, dass Europa bei vielen Zukunftstechnologien führend ist. KI, Raumfahrt, Verteidigung und Halbleiter stehen dabei im Fokus.

Die Dominanz der Künstlichen Intelligenz wird sich weiter verstärken. Aber es geht nicht mehr nur um KI als eigenständige Technologie. Vielmehr wird KI zum Enabler für andere Deeptech-Bereiche – von der Optimierung von Quantenalgorithmen über die Beschleunigung der Medikamentenentwicklung bis hin zur Verbesserung von Raumfahrttechnologien.

Interessant ist auch die erwartete Hardwarerenaissance. Nach Jahren, in denen Software die Schlagzeilen dominierte, rückt Hardware wieder in den Fokus. Besonders Halbleitertechnologien, die für Europas technologische Souveränität entscheidend sind, erleben einen Investitionsboom.

Die öffentliche Hand spielt dabei eine wichtige Rolle. Der European Innovation Council plant, 2025 ganze 1,4 Milliarden Euro in Deeptech-Forschung und vielversprechende Startups zu investieren. Diese Unterstützung könnte der Katalysator sein, der europäische Deeptech-Unternehmen über die kritische Schwelle hebt.

Konkrete Unicorn-Kandidaten für 2025

Welche Unternehmen könnten 2025 die Milliarden-Bewertung knacken? Die Kandidaten stehen bereits in den Startlöchern. Sunfire aus Deutschland, spezialisiert auf erneuerbare Energietechnologien, wird bereits mit 946 Millionen bis 1,4 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen steht exemplarisch für Europas Stärke im Cleantech-Bereich.

Wayve aus Großbritannien revolutioniert das autonome Fahren mit einem auf maschinellem Lernen basierenden Ansatz. Mit einer Bewertung zwischen 800 Millionen und 1,2 Milliarden Euro ist der Unicorn-Status nur noch eine Frage der Zeit. Ihr Ansatz unterscheidet sich fundamental von dem der US-Konkurrenz und könnte sich als überlegen erweisen.

DNA Script aus Frankreich arbeitet an der nächsten Generation der DNA-Synthese. In einer Welt, in der personalisierte Medizin und synthetische Biologie immer wichtiger werden, könnte ihre enzymatische Technologie zum Gamechanger werden. Die Milliarden-Bewertung scheint in greifbarer Nähe.

Fazit: Chancen und Empfehlungen

Der europäische Deeptech-Sektor steht an einem Wendepunkt. Die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, wachsenden Investitionen und staatlicher Unterstützung schafft ein Umfeld, in dem die nächsten Technologie-Champions entstehen können. Für Privatanleger, die bereit sind, über den kurzfristigen Horizont hinauszublicken, bieten sich hier einzigartige Chancen.

Die Zahlen untermauern das Potenzial: höhere Renditen als bei traditionellen Tech-Investments, größere Resilienz in Krisenzeiten und die Chance, an Technologien teilzuhaben, die unsere Welt verändern werden. Gleichzeitig sind die Risiken nicht zu vernachlässigen – von längeren Entwicklungszeiten über technologische Unsicherheiten bis hin zu regulatorischen Hürden.

Für Investoren mit einem Anlagehorizont von 7-10 Jahren und dem Willen, in echte Innovation zu investieren, bieten VC-Dachfonds den idealen Einstieg. Mit professionellem Management, breiter Diversifikation und Zugang zu Premium-Deals können auch Privatanleger vom Deeptech-Boom profitieren. Die Mindestanlage von 10.000 Euro macht diese Anlageklasse erstmals für ein breiteres Publikum zugänglich.

2025 wird zeigen, welche der heutigen Hoffnungsträger zu den Technologie-Giganten von morgen werden. Wer jetzt investiert, kann Teil dieser Erfolgsgeschichte werden. Die europäische Deeptech-Revolution hat gerade erst begonnen.

FAQ

Was ist Deeptech und wie unterscheidet es sich von regulären Tech-Startups? Deeptech-Unternehmen basieren auf grundlegenden wissenschaftlichen oder technologischen Durchbrüchen, die oft aus jahrelanger Forschung entstehen. Im Gegensatz zu Software-Startups, die bestehende Technologien neu kombinieren, schaffen Deeptech-Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Sie lösen fundamentale Probleme in Bereichen wie Energie, Gesundheit oder Raumfahrt und haben dadurch das Potenzial, ganze Industrien zu transformieren.

Welche Rendite kann ich von Deeptech-Investments erwarten? Historisch erzielen Deeptech-fokussierte VC-Fonds eine durchschnittliche interne Rendite (IRR) von 16 Prozent, während traditionelle Tech-Fonds bei etwa 10 Prozent liegen. Der iVC Venture Innovation Fund strebt eine Renditeerwartung von etwa 10 Prozent IRR im mittleren Szenario an. Wichtig zu verstehen ist, dass diese Renditen über einen längeren Zeitraum von typischerweise 7-10 Jahren realisiert werden.

Wie kann ich als Privatanleger in europäische Deeptech-Startups investieren? Der praktikabelste Weg führt über spezialisierte VC-Dachfonds. Diese bündeln Investments in mehrere Top-VC-Fonds, die wiederum in die vielversprechendsten Startups investieren. Mit einem Mindestinvestment von 10.000 Euro erhalten Privatanleger so Zugang zu einem Portfolio von über 200 Startups – eine Diversifikation, die durch Direktinvestments unmöglich wäre.

Welche Risiken bestehen bei Deeptech-Investments? Die größten Risiken liegen in den längeren Entwicklungszeiten (oft 10+ Jahre bis zum Exit), dem höheren Kapitalbedarf für Forschung und Entwicklung, technologischen Unsicherheiten (nicht jede Innovation funktioniert wie geplant) und regulatorischen Hürden, besonders in Bereichen wie Biotech oder Raumfahrt. Diese Risiken werden jedoch durch professionelles Fondsmanagement und breite Diversifikation deutlich gemindert.

Warum ist Europa besonders stark im Deeptech-Bereich? Europa vereint mehrere Erfolgsfaktoren: exzellente technische Universitäten mit starker Grundlagenforschung, eine lange Ingenieurs- und Industrietradition, zunehmende staatliche Förderung (wie die 1,4 Milliarden Euro des EIC), und einen wachsenden Fokus auf nachhaltige Technologien. Der Anteil Europas an globalen Deeptech-Investitionen ist in nur vier Jahren von 10 auf 19 Prozent gestiegen – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung des europäischen Ökosystems.

Quellen

Bitkom e.V. (2025). Unicorn Report 2025. https://www.bitkom.org/sites/main/files/2025-01/getstarted-unicorn-report.pdf

McKinsey & Company. (2024, August 1). DeepTech-Investitionen: McKinsey sieht Europa im Aufschwung. https://brutkasten.com/artikel/deeptech-investitionen-mckinsey-sieht-europa-im-aufschwung

McKinsey & Company. (o.J.). Deep Tech kann Europas neuer Innovationsmotor werden. https://www.mckinsey.de/news/presse/deep-tech---europes-chance-for-innovation-leadership

Boston Consulting Group (BCG). (o.J.). Europas Rolle im globalen Wettlauf um Deep-Tech-Innovationen. https://www.bcg.com/press/8november2024-8-billionen-euro-marktpotenzial-europas-rolle-im-globalen-wettlauf-um-deep-tech-innovationen

Presseartikel & Branchenportale

Inventure Capital. (2025, Mai 7). Europas nächste Unicorns? Diese Startups sollten Sie 2025 im Auge behalten. https://www.inventure.capital/magazin/europas-nachste-unicorns-diese-startups-sollten-sie-2025-im-auge-behalten

Handelsblatt. (o.J.). Diese neuen Technologien interessieren Zukunftsinvestoren 2025. https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/start-ups-diese-neuen-technologien-interessieren-zukunftsinvestoren-2025/100098376.html

Munich Startup. (o.J.). Die wichtigsten Investitionen des 2. Quartals 2024. https://www.munich-startup.de/102995/die-wichtigsten-investitionen-des-2-quartals-2024/

Munich Startup. (o.J.). Weitere 65 Millionen Euro für Isar Aerospace. https://www.munich-startup.de/102475/isar-aerospace-erweiterung-series-c/

Business Insider Deutschland. (2024, Juni 20). Nato investiert: Weitere 65 Millionen für Isar Aerospace. https://www.businessinsider.de/gruenderszene/technologie/isar-aerospace-erweiterte-finanzierung-65-millionen/

Brutkasten. (o.J.). EIC: 2025 stehen 1,4 Mrd. Euro für Deep-Tech-Forschung und Startups bereit. https://brutkasten.com/artikel/eic-2025-stehen-14-mrd-euro-fuer-deep-tech-forschung-und-startups-bereit/14

VC Magazin. (2025, März 19). Die Milliardenwette auf die Zukunft oder das nächste Buzzword? https://www.vc-magazin.de/blog/2025/03/19/die-milliardenwette-auf-die-zukunft-oder-das-naechste-buzzword/

Unternehmens- und Technologieprofile

DataScientest. (o.J.). Mistral AI: Der europäische Marktführer für Künstliche Intelligenz. https://datascientest.com/de/mistral-ai-europaeischer-marktfuehrer-fuer-kuenstliche-intelligenz

Unternehmensportal.com. (2025, April 1). Mistral AI: 2 Milliarden Bewertung ohne Produkt – wie geht das? https://unternehmensportal.com/mistral-ai-2-milliarden-bewertung-ohne-produkt-wie-geht-das/

Yahoo Finance. (o.J.). KI-Milliarden: Helsing und Mistral AI machen gemeinsame Sache. https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/helsing-mistral-ai-schlie%C3%9Fen-strategische-112708757.html

Offizielle Mitteilungen & EU-Institutionen

European Innovation Council. (2024, Oktober 29). European Innovation Council to invest €1.4 billion in deep tech and scale-up of strategic technologies in 2025. https://eic.ec.europa.eu/news/european-innovation-council-invest-eu14-billion-deep-tech-and-scale-strategic-technologies-2025-2024-10-29\\\_en

Europäische Kommission. (2024, Oktober 29). Europäischer Innovationsrat: 1,4 Mrd. Euro für Deep-Tech-Forschung und Start-ups. https://germany.representation.ec.europa.eu/news/europaischer-innovationsrat-14-mrd-euro-fur-deep-tech-forschung-und-start-ups-2024-10-29\\\_de

PubAffairs Bruxelles. (2025, Juni 13). European Innovation Council to invest €1.4 billion in deep tech and scale-up of strategic technologies in 2025. https://www.pubaffairsbruxelles.eu/eu-institution-news/european-innovation-council-to-invest-e1-4-billion-in-deep-tech-and-scale-up-of-strategic-technologies-in-2025/

Forschungszentrum Jülich. (2025, Januar 24). Boosting Europe’s Quantum Computing Infrastructure. https://www.fz-juelich.de/en/news/archive/press-release/2024/boosting-europe2019s-quantum-computing-infrastructure

Pasqal. (2025, April 2). Pasqal Selected to Deliver EuroQCS-Italy Quantum Computer under EuroHPC JU. https://www.pasqal.com/newsroom/pasqal-selected-to-deliver-new-quantum-computer/