Portfolio 2026: Warum die klassische 60/40-Aufteilung ausgedient hat – und wie vermögende Anleger jetzt umdenken sollten
Portfolio 2026: Warum 60/40 ausgedient hat und wie vermögende Anleger mit Private Markets und ELTIF 2.0 institutionelle Strategien nutzen. Jetzt informieren.


Kurze Zusammenfassung: Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt in der Vermögensallokation für anspruchsvolle Privatanleger. Während traditionelle 60/40-Portfolios aus Aktien und Anleihen jahrzehntelang als Goldstandard galten, vollzieht sich derzeit eine fundamentale Neuausrichtung. Private Markets entwickeln sich von der Nischenanlage zur strategischen Kernkomponente moderner Portfolios – getrieben durch regulatorische Innovationen wie ELTIF 2.0, strukturelle Marktveränderungen und neue Zugangsmöglichkeiten. Für vermögende Anleger in der DACH-Region mit Anlagevermögen zwischen 500.000 und mehreren Millionen Euro eröffnet sich erstmals echter Zugang zu institutionellen Anlagestrategien, die bisher Family Offices und Universitätsstiftungen vorbehalten waren.
Der stille Abschied vom 60/40-Portfolio
Die Finanzwelt steht vor einer Zeitenwende. Was über Jahrzehnte als bewährte Portfolioformel galt – 60 Prozent Aktien für Wachstum, 40 Prozent Anleihen für Stabilität – stößt zunehmend an strukturelle Grenzen. Tatsächlich haben führende Vermögensverwalter wie AllianzGI und BlackRock das traditionelle Portfolio-Paradigma bereits für überholt erklärt und empfehlen vermögenden Anlegern eine fundamentale Neuausrichtung ihrer Allokation.
Die Schwächen des klassischen Modells zeigen sich auf mehreren Ebenen. Erstens: Die Konzentration globaler Aktienmärkte auf wenige Technologieunternehmen hat zu Klumpenrisiken geführt, die viele Anleger unterschätzen. Allein die "Magnificent Seven" dominieren mittlerweile erhebliche Anteile der wichtigsten Indizes – ein historischer Spitzenwert, der Diversifikationseffekte systematisch untergräbt.
Zweitens bieten Anleihen in einem Umfeld persistenter Inflationsrisiken und volatiler Zinsentwicklung nicht mehr die Stabilität, die sie einst versprachen. Interessanterweise empfehlen Marktexperten heute europäische Unternehmensanleihen eher als Staatsanleihen – eine bemerkenswerte Umkehr traditioneller Weisheiten. Unternehmen können flexibler auf veränderte Marktbedingungen reagieren, während staatliche Emittenten zunehmend geopolitischen Risiken ausgesetzt sind.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob Anleger ihre Portfolios neu ausrichten sollten, sondern wie diese Neuausrichtung konkret aussieht. Nach unserer Einschätzung bei inVenture Capital geht es dabei um weit mehr als kosmetische Anpassungen – es geht um die Integration einer dritten, gleichwertigen Säule in die strategische Vermögensallokation.
Private Markets: Von der Alternative zum Mainstream
Das zukunftsweisende Portfolio-Modell, das sich 2026 als neuer Standard etabliert, folgt einer 50/30/20-Allokation: liquide Aktien bleiben mit rund der Hälfte des Vermögens der Wachstumsmotor, Anleihen und andere defensive Anlagen sichern mit knapp einem Drittel die Stabilität, und Private Markets ergänzen mit etwa einem Fünftel das Renditepotenzial bei gleichzeitiger Diversifikation.
Diese Verschiebung ist keine vorübergehende Mode, sondern Ausdruck struktureller Veränderungen. Institutionelle Investoren haben ihre Private-Markets-Allokation bereits deutlich ausgebaut – nicht aus Experimentierfreude, sondern weil diese Anlageklasse nachweislich überdurchschnittliche Renditechancen bei gleichzeitig geringer Korrelation zu öffentlichen Märkten bietet.
Der entscheidende Unterschied zu historischen Portfolios liegt in der Erkenntnis, dass echte Diversifikation nur durch Anlageklassen mit geringer Korrelation erreicht werden kann. Ein Portfolio, das ausschließlich auf börsennotierte Wertpapiere setzt, bleibt anfällig für systemische Marktrisiken – unabhängig davon, wie breit die geografische oder sektorale Streuung angelegt ist.
Was Private Markets heute bedeuten
Private Markets umfassen Kapitalanlagen, die nicht an Börsen gehandelt werden: Private Equity, Venture Capital, Private Debt, Infrastrukturprojekte und andere illiquide Vermögenswerte. Die Attraktivität dieser Anlageklasse speist sich aus mehreren Quellen.
Erstens ermöglichen sie Investoren, direkt an strukturellen Trends wie Energiewende, Digitalisierung und demografischem Wandel zu partizipieren – oft Jahre bevor diese Entwicklungen an öffentlichen Märkten sichtbar werden. Zweitens bieten sie stabilere Cashflows und geringere Volatilität, da sie nicht der täglichen Börsenpreisfindung unterworfen sind. Drittens kompensiert die sogenannte Illiquiditätsprämie Anleger dafür, dass sie auf tägliche Handelbarkeit verzichten.
Lange waren diese Märkte ausschließlich Großanlegern vorbehalten. Doch neue Fondsstrukturen wie ELTIF 2.0 oder semi-liquide Produkte öffnen sie zunehmend für vermögende Privatanleger – ein Gamechanger, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann.
ELTIF 2.0: Die regulatorische Revolution
Die Reform der ELTIF-Verordnung (European Long-Term Investment Fund), die im Januar 2024 in Kraft trat, markiert einen Wendepunkt für Privatanleger in Europa. Was ELTIF 2.0 so bedeutsam macht: Die überarbeitete Verordnung eliminiert die bisherigen Mindestanlagesummen und Vermögensuntergrenzen, die Privatanleger zuvor systematisch ausschlossen.
Gleichzeitig erweitert die Reform das Spektrum zulässiger Vermögenswerte erheblich und ermöglicht Investitionen in ein breiteres Spektrum von Private-Market-Segmenten. Für Fondsanbieter bedeutet dies deutlich mehr Gestaltungsfreiheit bei der Produktentwicklung, insbesondere durch vereinfachte Dachfondsstrukturen und flexiblere Diversifikationsmöglichkeiten.
Die Reaktion des Marktes lässt sich als elektrisierend beschreiben. Marktbeobachter erwarten, dass das europäische ELTIF-Volumen bis Ende 2026 auf deutlich höhere Niveaus steigen könnte. Allein in den ersten drei Quartalen 2025 wurden mehr neue Produkte aufgelegt als im gesamten Vorjahr – eine Dynamik, die sich beschleunigt, seit Neobroker und digitale Plattformen in den Vertrieb eingestiegen sind.
Die praktischen Vorteile für Anleger
Die neuen ELTIF-Strukturen bieten vermögenden Privatanlegern mehrere entscheidende Vorteile. Sie ermöglichen den Zugang zu professionell gemanagten Private-Market-Portfolios mit deutlich niedrigeren Einstiegshürden als bisher. Statt sechsstelliger Mindestanlagesummen können Anleger bereits mit moderaten Beträgen partizipieren.
Besonders bemerkenswert: Viele moderne ELTIFs bieten semi-liquide Strukturen mit quartalsweisen Rückgabefenstern, die die Liquiditätsproblematik traditioneller Private-Market-Investments adressieren. Dabei ist Vorsicht geboten – diese Liquiditätsfenster sollten nicht als Freifahrtschein für kurzfristiges Trading missverstanden werden. Die Illiquiditätsprämie, die Private Markets bieten, ist gerade Ausdruck der Tatsache, dass Anleger für den Verzicht auf tägliche Liquidität kompensiert werden.
Ein weiterer Vorteil liegt in der breiten Diversifikation durch Dachfondsstrukturen. Statt direkt in einzelne Projekte oder Fonds zu investieren, können Anleger über einen einzigen ELTIF Zugang zu einem diversifizierten Portfolio erhalten, das verschiedene Manager, Strategien und Sektoren umfasst.
Venture Capital als strategischer Portfolio-Baustein
Innerhalb der Private Markets hat sich Venture Capital als besonders attraktive Komponente für moderne Portfolios etabliert. Die Anlageklasse bietet nicht nur überdurchschnittliche Renditepotenziale, sondern auch Zugang zu Innovationszyklen, die zunehmend abseits öffentlicher Märkte stattfinden.
Ein Blick auf die historische Performance verdeutlicht das Potenzial: Über längere Zeiträume hinweg konnten Venture-Capital-Investments Renditen erwirtschaften, die deutlich über denen traditioneller Aktienanlagen lagen. Dabei ist entscheidend zu verstehen, dass diese Renditen sehr ungleichmäßig verteilt sind – sie folgen dem sogenannten "Power Law".
Das Power Law verstehen
Das Power Law besagt, dass eine kleine Anzahl erfolgreicher Investitionen den Großteil der Renditen eines Fonds trägt – und eine kleine Anzahl an Fonds die Rendite der gesamten Branche. Konkret bedeutet dies: Die besten Venture-Capital-Fonds erzielen Renditen, die ein Vielfaches über dem Durchschnitt liegen, während mittelmäßige oder schlechte Fonds oft kaum ihre Kosten decken.
Für Privatanleger folgt daraus eine klare Konsequenz: Der Zugang zu Top-Managern ist der entscheidende Schlüssel zum Anlageerfolg bei Venture Capital. Direktinvestitionen oder Investments in zufällig ausgewählte Einzelfonds bergen erhebliche Risiken, selbst für erfahrene Investoren.
Dachfonds als optimaler Zugang
Die Lösung liegt in professionell gemanagten Dachfonds. Eine Dachfondsstruktur bietet einen hohen Diversifizierungseffekt bei attraktivem Rendite-Risiko-Profil. Über einen Venture-Capital-Dachfonds wird das Portfolio sinnvoll, risiko- und transaktionskostenoptimiert um eine Anlage mit hohem Renditepotenzial diversifiziert.
Bei inVenture Capital verfolgen wir mit dem iVC Venture Innovation Fund genau diesen Ansatz. Als BaFin-zugelassener Venture-Capital-Dachfonds investieren wir breit diversifiziert in europäische Top-Manager verschiedener Branchen, Unternehmensphasen und Jahrgänge. Diese Strategie ermöglicht es Anlegern bereits ab 10.000 Euro, von einem breit gestreuten Portfolio zu profitieren, das sich an mehreren hundert Startups beteiligt.
Institutionelle Investoren haben diesen Vorteil längst erkannt. Führende Universitätsstiftungen wie Yale und Family Offices weltweit nutzen Venture Capital systematisch als Renditebaustein in ihrer strategischen Asset-Allokation. Was institutionellen Investoren bisher vorbehalten war, steht nun auch Privatanlegern mit moderaten Mindestanlagesummen zur Verfügung.
Europa als Innovations-Hotspot
Ein häufiges Missverständnis besteht in der Annahme, dass erfolgreiches Venture-Capital-Investment zwingend US-Exposure erfordert. Tatsächlich entwickelt sich Europa zunehmend zum attraktiven Markt für Venture-Capital-Investments. Der Kontinent verfügt über starke Innovationszentren nicht nur in etablierten Hubs wie Berlin, London oder Paris, sondern auch in aufstrebenden Regionen der "zweiten Reihe".
Besonders vielversprechend sind europäische Startups in Zukunftssektoren wie ClimateTech, HealthTech und DeepTech. Europa hat sich in diesen Bereichen als führende Region etabliert, mit einem Investitionsvolumen, das die USA teilweise übertrifft.
Die Integration von ESG-Kriterien und Impact-Zielen ist dabei kein Hindernis, sondern Wettbewerbsvorteil. Europäische Startups profitieren von regulatorischer Unterstützung und gesellschaftlicher Akzeptanz für nachhaltige Technologien, was ihnen Zugang zu wachsenden Märkten verschafft. Skandinavien und die DACH-Region haben sich dabei als besonders innovative Standorte etabliert.
Praktische Portfoliokonstruktion für verschiedene Vermögensstufen
Die optimale Portfolio-Allokation variiert je nach Vermögensgröße und individueller Risikotoleranz. Dennoch lassen sich einige allgemeine Leitlinien für die Umsetzung eines zeitgemäßen Portfolios ableiten.
Anleger mit 500.000 bis 1 Million Euro
Für Anleger in dieser Vermögensklasse empfiehlt sich eine schrittweise Integration von Private Markets. Der Fokus sollte zunächst auf liquiden Anlageklassen liegen, ergänzt durch eine gezielte Beimischung von semi-liquiden ELTIFs oder Venture-Capital-Dachfonds.
Eine moderate Allokation von rund einem Zehntel des Vermögens in Private Markets ermöglicht erste Erfahrungen mit dieser Anlageklasse, ohne die Liquidität des Gesamtportfolios zu gefährden. Die Diversifikation über börsennotierte Aktien sollte bewusst global und mit Fokus auf Qualität erfolgen. Europäische Märkte erscheinen derzeit attraktiv bewertet gegenüber US-Märkten.
Wichtig ist, dass Anleger einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen und bereit sind, kurzfristige Volatilität auszuhalten. Private-Markets-Investments erfordern typischerweise einen Zeithorizont von zehn bis fünfzehn Jahren.
Anleger mit 1 bis 3 Millionen Euro
Mit steigendem Vermögen eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten zur Portfoliodiversifikation. Anleger in dieser Kategorie sollten ihre Private-Markets-Allokation systematisch ausbauen und verschiedene Segmente integrieren.
Neben Venture Capital können Private Equity, Private Debt und Infrastruktur-Investments das Portfolio ergänzen. Die Diversifikation sollte nicht nur über Anlageklassen, sondern auch innerhalb der Anlageklassen erfolgen – durch Streuung über verschiedene Manager, Strategien, Regionen und Investitionsphasen.
Eine Allokation von rund einem Fünftel des Vermögens in Private Markets entspricht dabei zunehmend institutionellen Standards und ermöglicht echte Diversifikationseffekte. Professionelle Dachfonds-Strukturen bieten hierfür die optimale Plattform.
Anleger mit über 3 Millionen Euro
Vermögende Anleger mit Portfolios über drei Millionen Euro können das volle Spektrum institutioneller Anlagestrategien nutzen. Die Private-Markets-Allokation kann auf institutionelle Niveaus ausgebaut werden, wobei sowohl Primärfonds als auch Sekundärmarkt-Strategien und Co-Investments zum Einsatz kommen können.
In dieser Vermögensklasse wird die Zusammenarbeit mit spezialisierten Beratern oder Family-Office-Strukturen zunehmend sinnvoll. Diese können nicht nur bei der Produktselektion unterstützen, sondern auch Zugang zu exklusiven Investmentmöglichkeiten verschaffen, die dem breiteren Markt nicht offenstehen.
Risikomanagement und Due Diligence
Ein zeitgemäßes Portfolio erfordert nicht nur die richtige Allokation, sondern auch professionelles Risikomanagement. Gerade bei Private-Markets-Investments ist sorgfältige Due Diligence unerlässlich.
Die Rolle qualifizierter Manager
Die Auswahl qualifizierter Fondsmanager ist entscheidend für den Investmenterfolg. Institutionelle Investoren wenden aufwendige Auswahlverfahren an, bei denen Track Record, Team-Expertise, Netzwerk und Investmentprozess gründlich geprüft werden.
Bei inVenture Capital analysieren wir mehr als 200 Venture-Capital-Fonds nach strengen Kriterien, bevor wir eine Investitionsentscheidung treffen. Qualitätskriterien umfassen nicht nur historische Performance, sondern auch Konsistenz über verschiedene Marktzyklen, Transparenz der Berichterstattung und Alignment of Interest zwischen Manager und Investoren.
Manager, die selbst signifikant in ihre Fonds investieren, zeigen besonders starkes Commitment zum gemeinsamen Erfolg. Diese Co-Investment-Mentalität ist ein wichtiger Indikator für Qualität.
Liquiditätsplanung und Anlagehorizont
Private-Markets-Investments erfordern einen langfristigen Anlagehorizont. Anleger sollten nur Kapital investieren, das sie über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren nicht benötigen. Die J-Curve-Dynamik von Venture-Capital-Fonds bedeutet, dass in den ersten Jahren zunächst Kapital abgerufen wird, bevor später Ausschüttungen erfolgen.
Moderne semi-liquide Strukturen bieten zwar gewisse Liquiditätsfenster, sollten jedoch nicht als kurzfristige Trading-Vehikel missverstanden werden. Die Illiquiditätsprämie, die Private Markets bieten, ist gerade Ausdruck der Tatsache, dass Anleger für den Verzicht auf tägliche Liquidität kompensiert werden.
Megatrends als thematische Orientierung
Ein zeitgemäßes Portfolio sollte nicht nur nach Anlageklassen, sondern auch nach thematischen Schwerpunkten strukturiert werden. Megatrends wie Künstliche Intelligenz, Dekarbonisierung und Digitalisierung treiben strukturelle Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft.
Künstliche Intelligenz und Digitalisierung
Die digitale Transformation bleibt der dominanteste Trend für 2026. Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom Hype zur tatsächlichen Wertschöpfung. Dabei profitieren nicht nur die großen Tech-Konzerne, sondern zunehmend auch spezialisierte B2B-Software-Anbieter und Enterprise-Lösungen.
Investoren sollten dabei nicht nur auf die offensichtlichen Player setzen, sondern auch Zulieferer und Infrastrukturanbieter berücksichtigen. Die Erfahrung zeigt: In Technologie-Wellen verdienen oft nicht die Endprodukt-Hersteller am meisten, sondern die "Schaufelverkäufer" – jene Unternehmen, die Infrastruktur und Basisdienstleistungen bereitstellen.
ClimateTech und nachhaltige Innovation
Europa hat sich als globaler Hotspot für ClimateTech-Innovationen etabliert. Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und Kreislaufwirtschaft bieten nicht nur attraktive Renditeaussichten, sondern tragen auch zur notwendigen Transformation der Energiesysteme bei.
Die regulatorische Unterstützung und gesellschaftliche Akzeptanz für nachhaltige Technologien schaffen ein günstiges Umfeld für langfristiges Wachstum. Anleger, die frühzeitig in diesen Bereich investieren, partizipieren an strukturellen Wachstumstrends, die über Jahrzehnte wirken werden.
Die Rolle digitaler Plattformen und Berater
Die Komplexität moderner Portfolios erfordert entweder erhebliche Eigenexpertise oder professionelle Unterstützung. Spezialisierte Finanzberater, die Zugang zu Private-Markets-Produkten haben, können entscheidenden Mehrwert schaffen.
Gleichzeitig demokratisieren digitale Plattformen den Zugang zu alternativen Investments. Bei inVenture Capital verbinden wir beides: technologiegestützte Effizienz mit menschlicher Expertise und institutionellem Zugang zu Top-Managern. Unsere digitale Plattform ermöglicht einen vollständig digitalen Prozess von der Registrierung bis zur Investition – transparent, effizient und mit niedrigen Mindestanlagesummen.
Wichtig ist, dass Anleger verstehen, was sie kaufen und warum. Transparenz über Gebührenmodelle, Anlagestrategien und Risiken ist essentiell. Seriöse Anbieter informieren umfassend und setzen auf Aufklärung statt auf Verkaufsdruck.
Fazit: Portfolio 2026 als Paradigmenwechsel
Das zeitgemäße Portfolio für anspruchsvolle Privatanleger ist ein diversifiziertes Multi-Asset-Konstrukt, das traditionelle und alternative Anlageklassen strategisch kombiniert. Die Integration von Private Markets ist dabei kein optionaler Baustein mehr, sondern wird zunehmend zum Standard institutioneller Portfolioarchitektur – ein Standard, der nun auch Privatanlegern offensteht.
Die regulatorischen Fortschritte durch ELTIF 2.0, die Verfügbarkeit professioneller Dachfonds-Strukturen und die zunehmende Professionalisierung des Marktes schaffen ein Umfeld, in dem vermögende Privatanleger erstmals echten Zugang zu jenen Anlageklassen erhalten, die bisher großen institutionellen Investoren vorbehalten waren.
Diese Demokratisierung der Private Markets ist eine der bedeutendsten Entwicklungen im Wealth Management der vergangenen Jahre. Sie ermöglicht es vermögenden Selbstentscheidern, ihr Portfolio nach denselben Prinzipien zu konstruieren, die Universitätsstiftungen und Family Offices seit Jahrzehnten erfolgreich anwenden.
Entscheidend für den Erfolg ist jedoch nicht nur die richtige Allokation, sondern auch die professionelle Umsetzung, sorgfältige Managerselektion und Disziplin in der langfristigen Strategie. Wer bereit ist, Illiquidität zu akzeptieren, einen langen Anlagehorizont mitbringt und auf Qualität bei der Produktauswahl achtet, kann von den strukturellen Vorteilen profitieren, die Private Markets bieten.
Das Portfolio 2026 ist damit nicht nur eine Antwort auf die Herausforderungen traditioneller Anlagestrategien, sondern öffnet vermögenden Privatanlegern den Weg zu einer Vermögensverwaltung, die bisher nur professionellen Investoren vorbehalten war. Es ist ein Paradigmenwechsel, der die Spielregeln der Vermögensallokation neu definiert – und damit die Chancen, langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum sollte ich mein bewährtes 60/40-Portfolio überhaupt verändern?
Das klassische 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen stößt an strukturelle Grenzen. Aktienm märkte zeigen zunehmende Konzentrationsrisiken, während Anleihen bei persistenten Inflationsrisiken nicht mehr die frühere Stabilität bieten. Private Markets als dritte Säule ermöglichen echte Diversifikation durch geringe Korrelation zu öffentlichen Märkten und erschließen Renditequellen, die in traditionellen Portfolios systematisch fehlen.
Was sind Private Markets eigentlich genau?
Private Markets umfassen Kapitalanlagen, die nicht an Börsen gehandelt werden: Private Equity, Venture Capital, Private Debt, Infrastrukturprojekte und andere illiquide Vermögenswerte. Sie ermöglichen Investoren, direkt in Unternehmen, Energie- und Digitalinfrastruktur oder alternative Finanzierungsformen zu investieren. Die Attraktivität liegt in stabileren Cashflows, geringerer Korrelation zu Aktien und einem Renditepotenzial, das sich aus strukturellen Trends wie Energiewende oder Digitalisierung speist.
Wie hat ELTIF 2.0 den Zugang zu Private Markets verändert?
ELTIF 2.0 hat die bisherigen Mindestanlagesummen und Vermögensuntergrenzen eliminiert, die Privatanleger zuvor ausschlossen. Gleichzeitig erweitert die Reform das Spektrum zulässiger Vermögenswerte erheblich und ermöglicht vereinfachte Dachfondsstrukturen. Dadurch können vermögende Privatanleger erstmals mit moderaten Beträgen in professionell gemanagte Private-Market-Portfolios investieren – ein echter Gamechanger für die Demokratisierung dieser Anlageklasse.
Warum sollte ich in Venture Capital investieren?
Venture Capital bietet überdurchschnittliche Renditepotenziale und Zugang zu Innovationszyklen, die zunehmend abseits öffentlicher Märkte stattfinden. Unternehmen bleiben heute deutlich länger in Privatbesitz und können zu wesentlich höheren Bewertungen verkauft werden. Historisch betrachtet konnten Top-Quartile-Venture-Fonds Renditen erzielen, die ein Vielfaches über traditionellen Aktienanlagen lagen. Entscheidend ist jedoch der Zugang zu qualifizierten Managern über Dachfonds-Strukturen.
Was ist der Vorteil eines Venture-Capital-Dachfonds gegenüber Direktinvestitionen?
Ein Dachfonds bietet breite Diversifikation über verschiedene Manager, Strategien, Sektoren und Jahrgänge hinweg. Dies ist entscheidend, da Venture-Capital-Renditen dem "Power Law" folgen – wenige erfolgreiche Investments tragen den Großteil der Renditen. Direktinvestitionen oder Einzelfonds bergen erhebliche Risiken. Ein professionell gemanagter Dachfonds ermöglicht Zugang zu Top-Managern und mehreren hundert Startups bei deutlich niedrigeren Mindestanlagesummen als Direktinvestments.
Wie viel meines Vermögens sollte ich in Private Markets investieren?
Die optimale Allokation hängt von Ihrer Vermögensgröße und Risikotoleranz ab. Als Orientierung: Anleger mit 500.000 bis 1 Million Euro sollten mit rund einem Zehntel beginnen, Anleger mit 1 bis 3 Millionen Euro können rund ein Fünftel allokieren, größere Vermögen können auf institutionelle Niveaus gehen. Entscheidend ist, dass Sie nur Kapital investieren, das Sie über zehn bis fünfzehn Jahre nicht benötigen.
Welche Risiken sind mit Private-Markets-Investments verbunden?
Die Hauptrisiken sind Illiquidität, Kapitalbindung über lange Zeiträume, die J-Curve-Dynamik (negative Cashflows in den Anfangsjahren) und Managementrisiko. Zudem sind die Renditen sehr ungleichmäßig verteilt – die Auswahl qualifizierter Manager ist daher entscheidend. Seriöse Anbieter informieren transparent über diese Risiken und setzen auf Aufklärung statt Renditeversprechen.
Warum sollte ich in europäische statt amerikanische Startups investieren?
Europa hat sich als führende Region in Zukunftssektoren wie ClimateTech, HealthTech und DeepTech etabliert. Europäische Startups profitieren von regulatorischer Unterstützung für nachhaltige Technologien und oft attraktiveren Bewertungen als in den USA. Zudem bieten aufstrebende Innovationszentren der "zweiten Reihe" attraktive Opportunitäten. Die Integration von ESG-Kriterien ist dabei Wettbewerbsvorteil, nicht Hindernis.
Wie lange muss ich bei Venture Capital auf Renditen warten?
Venture-Capital-Fonds haben typischerweise Laufzeiten von zehn bis fünfzehn Jahren. Die J-Curve-Dynamik bedeutet, dass in den ersten Jahren zunächst Kapital abgerufen wird, bevor später Ausschüttungen erfolgen. Erste Ausschüttungen können bereits nach fünf bis sieben Jahren erfolgen, die Hauptrenditen realisieren sich jedoch oft erst im letzten Drittel der Fondslaufzeit. Ein langfristiger Anlagehorizont ist daher unabdingbar.
Kann ich Private-Markets-Investments auch als ETF oder über die Börse kaufen?
Einige Venture-Capital-Gesellschaften sind zwar börsennotiert, allerdings tun sich viele an der Börse schwer und weisen erhebliche Abschläge auf ihren Nettoinventarwert auf. Die Transparenzpflichten des Handelsplatzes stellen oft einen Nachteil gegenüber nicht börsennotierten Wettbewerbern dar. Für echten Zugang zu institutionellen Private Markets empfehlen sich regulierte Strukturen wie ELTIFs oder BaFin-zugelassene Dachfonds, die professionelles Management und echte Diversifikation bieten.
Quellen
AllianzGI. (2025). Private Markets im Aufwind: Warum AllianzGI 2026 zum Wendepunkt erklärt. https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/anlagetrend-private-markets-im-aufwind-warum-allianzgi-2026-zum-wendepunkt-erklaert-15319755
Handelsblatt. (2025). Geldanlage: Experten zeigen, wohin sich Anleger 2026 wenden sollten. https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/geldanlage-experten-zeigen-wohin-sich-anleger-2026-wenden-sollten/100175464.html
Scope Fund Analysis. (2024). Eine neue Zeitrechnung - ELTIF-Studie 2024. https://www.scopegroup.com/dam/jcr:407acf83-8f69-4465-ad44-d4ce562e6592/Scope%20ELTIF-Studie%202024.pdf
Immobilienmanager. (2024). Eltif-Fonds: Neue Regeln werden das Vehikel beleben. https://www.immobilienmanager.de/eltif-fonds-16092024
Asset Physics. (2025). ELTIF: Europäische Erfolgsgeschichte – auch für Deutschland?. https://assetphysics.com/de/eltif-europaeische-erfolgsgesichte-auch-fuer-deutschland/
DAS INVESTMENT. (2025). Ranking: Das sind die 10 größten Eltifs. https://www.dasinvestment.com/ranking-das-sind-die-10-groessten-eltifs/
Cash Online. (2025). Weiterer US-Investment-Riese kommt mit ELTIF 2.0 für deutsche Privatanleger. https://www.cash-online.de/a/weiterer-us-investment-riese-kommt-mit-eltif-2-0-fuer-deutsche-privatanleger-694608/
Bundesverband Deutscher Stiftungen. Anlagen in Venture Capital. https://www.stiftungen.org/aktuelles/meldungen/anlagen-in-venture-capital.html
KfW Capital. (2025). Wachstumsfonds Deutschland. https://www.kfw-capital.de/Newsroom/Wachstumsfonds-Deutschland/
Eulerpool News. (2025). Wohin Anleger 2026 steuern sollten: Was die Strategen jetzt empfehlen. https://eulerpool.com/news/unternehmen/wohin-anleger-2026-steuern-sollten-was-die-strategen-jetzt-empfehlen
e-fundresearch. (2025). ELTIF 2.0 im Realitätscheck: Zwischen Demokratisierung und „Riester-Falle"? https://e-fundresearch.com/funds/artikel/57467-eltif-20-im-realitätscheck-zwischen-demokratisierung-und-riester-falle
Privatize Group. Private Markets: Diversifikation als Schlüsselargument für Investoren. https://www.privatizegroup.com/de/market-insights/blog/Private-Markets-Diversifikation-Schluesselargument-fuer-Investoren/
Private Banking Magazin. Das 50-30-20-Portfolio: Zukunft für Privatanleger? https://www.private-banking-magazin.de/das-50-30-20-portfolio-zukunft-fuer-privatanleger/