Wie Venture Capital Secondaries die Illiquiditäts-Barriere durchbrechen: Investoren erhalten Zugang zu etablierten VC-Portfolios mit 3-5 Jahren statt 10 Jahren Kapitalbindung. Innovative Zweitmarkt-Strategien und praktische Einstiegstipps für DACH-Investoren.


Warum jetzt einsteigen? Der europäische Zweitmarkt für Venture Capital durchbricht gerade seine historischen Grenzen. Während traditionelle Börsennotierungen stagnieren, ermöglichen Secondary-Transaktionen Tech-Führungskräften erstmals flexiblen Zugang zu Premium-VC-Portfolios – ohne die üblichen Wartezeiten von einem Jahrzehnt.
Für Tech-Manager zwischen 35 und 55 Jahren öffnet sich damit ein Fenster zu einer Anlageklasse, die bisher institutionellen Großinvestoren vorbehalten war. Die Entwicklung eigener Zweitmarkt-Lösungen durch innovative Anbieter wie inVenture Capital zeigt: Die Zeit der starren Kapitalbindung bei Venture Capital geht zu Ende.
Der globale Zweitmarkthandel mit Venture Capital erreicht Rekordvolumina und wächst deutlich schneller als traditionelle Primärinvestments. Drei Faktoren treiben diese Entwicklung:
Liquiditätsklemme bei institutionellen Investoren: Pensionsfonds und Family Offices müssen ihre Portfolios rebalancieren, während IPO-Märkte schwächeln. Sie verkaufen etablierte VC-Positionen, um Platz für neue Investments zu schaffen.
Verlängerte Halteperioden: Erfolgreiche Startups bleiben länger privat. Was früher nach fünf Jahren an die Börse ging, dauert heute oft zehn Jahre oder mehr. Investoren brauchen alternative Ausstiegswege.
Professionalisierung durch Intermediäre: Spezialisierte Secondary-Buyer mit Multi-Milliarden-Fonds schaffen Liquidität und standardisierte Bewertungsverfahren.
Europa profitiert überproportional: Der Kontinent hat seinen Anteil am globalen Secondary-Markt erheblich ausgebaut. Besonders deutsche und skandinavische VC-Portfolios werden zu attraktiven Konditionen gehandelt – ein Vorteil für DACH-Investoren.
Takeaway: Der Markt reift von einem Nischen-Segment zur etablierten Anlageklasse. Wer jetzt einsteigt, profitiert von institutioneller Infrastruktur bei noch moderaten Bewertungen.
Was passiert hier? Bestehende Fondsinvestoren (Limited Partners) verkaufen ihre Anteile an spezialisierte Secondary-Buyer. Sie erhalten sofortige Liquidität, die Käufer übernehmen etablierte Portfolio-Positionen.
Praxisbeispiel: Ein deutscher Pensionsfonds verkauft seine Anteile an einem 2019er Rocket Internet Fonds. Der Fonds hat bereits mehrere erfolgreiche Exits hinter sich, die verbleibenden Portfolio-Unternehmen stehen vor Series-B-Finanzierungen. Der Secondary-Käufer zahlt etwa 85 Prozent des Nettoinventarwerts – deutlich über den historischen Discounts von 50-70 Prozent.
Ideal für: Tech-Manager, die schnell diversifizierte VC-Exposure aufbauen möchten, ohne jahrelang auf Primary-Investments zu warten. Die "Backfill"-Strategie schließt Lücken im Portfolio und reduziert Blind-Pool-Risiken.
Was passiert hier? General Partner gründen neue Vehikel, um besonders erfolgreiche Portfolio-Unternehmen länger zu halten. Bestehende Investoren können aussteigen oder "mitrollen".
Praxisbeispiel: HV Capital strukturiert ein Continuation Vehicle um seine SAP Concur-Beteiligung. Das Unternehmen zeigt starkes Wachstum, aber ein IPO ist noch zwei Jahre entfernt. Bestehende LPs können ihre Anteile verkaufen oder im neuen Vehikel bleiben. Neue Secondary-Investoren erhalten konzentrierte Exposure zu einem bewährten Asset.
Ideal für: Erfahrene Investoren, die gezielt auf einzelne High-Performer setzen möchten. Erfordert höhere Risikotoleranz, bietet aber potentiell überdurchschnittliche Renditen.
inVenture entwickelt eine wegweisende Zweitmarkt-Lösung speziell für Anleger des iVC Venture Innovation Fund. Die Innovation: Statt auf externe Secondary-Buyer angewiesen zu sein, schafft inVenture einen eigenen Handelsplatz für Fondsanteile.
So funktioniert es: Investoren können ihre Dachfonds-Anteile vor regulärer Laufzeit an andere Interessenten verkaufen.
Der Vorteil: Keine Abhängigkeit von institutionellen Secondary-Buyern. Transaktionen zwischen semi-professionellen Investoren zu marktgerechten Konditionen. Die traditionelle Illiquidität von Venture Capital wird systematisch aufgebrochen.
Takeaway: Jede Secondary-Strategie hat ihre Zielgruppe. LP-led für Diversifizierer, GP-led für Konzentrierte, inVenture für flexible Dachfonds-Investoren.
VC-Portfolios werden heute näher an ihren Nettoinventarwerten gehandelt als je zuvor. Die Bewertungslogik:
Premium-Fonds (Top-Quartil): 90-105% des NAV
Etablierte Fonds (zweites Quartil): 75-85% des NAV
Durchschnittliche Fonds: 60-75% des NAV
Problematische Assets: 40-60% des NAV
Geografische Unterschiede beachten: Deutsche und skandinavische Fonds handeln typischerweise zu höheren Multiples als südeuropäische Assets. US-Fonds dominieren weiterhin die Premium-Segmente.
Warnsignale bei Bewertungen:
Discounts über 50% ohne erkennbare Fundamentalprobleme
Extreme Pricing-Volatilität in kurzen Zeiträumen
Ungewöhnlich hohe Konzentrationen in einzelnen Sektoren oder Vintage-Jahren
DO: Gründliche GP-Analyse
Track Record über mindestens zwei Fondszyklen prüfen
Exit-Historie der letzten fünf Jahre analysieren
Management-Team-Kontinuität bewerten
DO: Portfolio-Transparenz einfordern
Aktuelle Finanzierungsrunden der Portfolio-Companies
Customer-Traction und Revenue-Entwicklung
Competitive-Positioning in relevanten Märkten
DON'T: Blind auf Discounts vertrauen
Hohe Discounts signalisieren oft Fundamentalprobleme
"Distressed"-Assets erfordern spezialisierte Expertise
Timing-Arbitrage ist schwieriger als es aussieht
DON'T: Regulatorische Komplexität unterschätzen
Transfer-Restriktionen können Verkäufe blockieren
GP-Consent ist nicht immer garantiert
Tax-Strukturen zwischen Jurisdiktionen variieren erheblich
Takeaway: Premium-Assets rechtfertigen höhere Preise durch bessere Risiko-Rendite-Profile. Vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich oft als Value-Traps.
Das Problem traditioneller VC-Investments: Die berüchtigte J-Curve sorgt in den ersten Jahren für negative Performance. Management-Gebühren laufen, während Portfolio-Unternehmen noch keine Exits generieren.
Die Secondary-Lösung: Sie steigen bei bereits aufgebauten Portfolios ein. Die schmerzhaften Anfangsjahre sind überstanden, erste Erfolge sichtbar. Konkret bedeutet das:
Cashflow-Generierung bereits nach 2-3 Jahren statt 5-7 Jahren
Reduzierte Capital-Call-Belastung durch teilweise abgerufene Commitments
Transparente Asset-Qualität durch operative Track Records
Fallstudie: Ein Münchener Tech-Manager investiert 50.000 Euro in Secondary-Anteile eines 2021er Berlin-Fonds. Statt sieben Jahre zu warten, erhält er bereits 2024 erste Distributionen durch den Exit eines FinTech-Startups. Seine Rendite-Kurve startet positiv, während Primary-Investoren des gleichen Vintage-Jahrs noch im negativen Bereich stehen.
Das Dilemma: Top-Tier VC-Fonds sind chronisch überzeichnet. Rocket Internet Ventures, HV Capital oder b2venture bevorzugen bestehende Investoren. Neue LPs landen auf jahrelangen Wartelisten.
Der Secondary-Shortcut: Etablierte LPs verkaufen Anteile – Sie können einsteigen. Praxisbeispiel: Atlantic Labs, einer der renommiertesten Early-Stage-Fonds Europas, ist normalerweise für Tickets unter 500.000 Euro nicht zugänglich. Über Secondary-Transaktionen können Tech-Manager ab 25.000 Euro partizipieren.
Die versteckten Netzwerk-Effekte: Secondary-Investments öffnen Türen zu GP-Beziehungen. Erfolgreiche Secondary-Investoren erhalten bevorzugten Zugang zu künftigen Primary-Fonds der gleichen Manager.
Traditioneller Weg: Sie committen in 5-8 verschiedene VC-Fonds über mehrere Jahre. Jeder Fonds braucht 2-3 Jahre für vollständige Kapitalbereitstellung. Echte Diversifikation erreichen Sie nach 5-6 Jahren.
Secondary-Shortcut: Ein einziger Secondary-Deal kann sofortige Exposure zu 20-50 Portfolio-Unternehmen verschiedener Sektoren und Entwicklungsstadien bieten.
Konkrete Rechnung für Tech-Manager:
Traditional-Szenario: 200.000 Euro über 4 Jahre in Primary-Fonds = 50.000 Euro/Jahr
Secondary-Szenario: 200.000 Euro sofort in diversifizierte Secondary-Position
Zeitvorteil: 3-4 Jahre frühere vollständige Allokation
Risikoreduktion: Sofortige Diversifikation statt sequenzieller Aufbau
Takeaway: Secondaries fungieren als "Fast-Track" zur diversifizierten VC-Allokation – besonders wertvoll für zeitkritische Investitionsstrategien.
Primäre Informationskanäle für DACH-Investoren:
Spezialisierte Berater: KPMG Private Markets, PwC Alternative Investments
Secondary-Plattformen: inVenture für Dachfonds-Lösungen
Industry-Events: SuperReturn Deutschland, DVCA Annual Conference
Netzwerk-Strategie für Tech-Führungskräfte:
Bestehende Kontakte nutzen: Viele Tech-Manager kennen Business Angels oder Corporate-VC-Leiter
LinkedIn-Communities: Gruppen wie "DACH Venture Capital" oder "European Private Equity"
Alumni-Netzwerke: TU München, RWTH Aachen haben aktive VC-Alumni-Gruppen
Fehler 1: Zu früh zu komplex einsteigen Viele beginnen mit GP-led Single-Asset-Deals. Das erfordert sophisticated Due Diligence.
Lösung: Starten Sie mit diversifizierten LP-led-Transaktionen oder Dachfonds-Secondaries.
Fehler 2: Discount-Jagd statt Quality-Fokus "30% unter NAV" klingt verlockend, signalisiert aber oft Fundamentalprobleme.
Lösung: Zahlen Sie lieber 85% für einen Top-Quartil-Fonds als 60% für einen Problemfall.
Fehler 3: Regulatorische Komplexität unterschätzen Transfer-Restriktionen können Secondary-Verkäufe blockieren.
Lösung: Lassen Sie Fondsdokumente vor Investment anwaltlich prüfen.
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Fehler 4: Liquiditätsbedarf falsch einschätzen Auch Secondaries können 3-5 Jahre bis zur vollständigen Liquidation dauern.
Lösung: Planen Sie konservativ und halten Sie separate Liquiditätsreserven.
Vor der Investition:
Fondsdokumentation vollständig geprüft
GP-Track-Record über zwei Zyklen analysiert
Portfolio-Companies auf operative Kennzahlen bewertet
Tax-Strukturen mit Steuerberater besprochen
Maximale Allokation festgelegt (10-15% des investierbaren Vermögens)
Während der Transaktion:
Legal-Counsel mit Private-Markets-Expertise eingebunden
Purchase-Price-Allocation verstanden
Timing der Capital-Distributions abgeschätzt
Reporting-Standards des neuen GP geklärt
Nach der Investition:
Quarterly-Reports aufmerksam verfolgen
Portfolio-Company-Updates aktiv anfordern
Networking-Chancen mit GP und Co-Investoren nutzen
Exit-Pipeline kontinuierlich überwachen
Takeaway: Der erste Secondary-Deal ist ein Lernprozess. Beginnen Sie konservativ und steigern Sie Komplexität schrittweise.
Die neue Realität: ESG-Kriterien beeinflussen Secondary-Bewertungen zunehmend. Portfolios mit starker Sustainability-Performance handeln zu Premium-Bewertungen, während Assets mit ESG-Risiken Discounts erleiden.
Konkrete Auswirkungen in DACH:
CleanTech-Fonds aus Berlin und München erzielen Aufschläge von 10-15%
Traditionelle Mobility-Fonds mit Fokus auf Verbrennermotoren handeln mit Abschlägen
HealthTech-Portfolios profitieren von Post-COVID-Bewertungen
Fallstudie – Planet A Ventures: Der Berliner Climate-Tech-Fonds zeigt, wie ESG-Fokus Secondary-Performance treibt. Portfolio-Companies wie Evonik's Carbon-Recycling-Technologie oder nachhaltige Packaging-Lösungen handeln zu Premium-Multiples. Secondary-Investoren zahlen bereitwillig 95-100% des NAV für proven Climate-Tech-Assets.
Praktische Implikation: ESG-Due-Diligence wird zum Standard-Prüfpunkt. Tech-Manager sollten ESG-Scores der Portfolio-Companies analysieren und regulatorische Risiken (EU-Taxonomie, SFDR) berücksichtigen.
Der Wandel: Specialized-AI-Tools analysieren Portfolio-Company-Daten in Echtzeit. Startup-Valuations basieren zunehmend auf Predictive-Analytics statt historischen Multiples.
Technologie-Beispiele:
Carta's Valuation-Engine nutzt Machine-Learning für Private-Market-Pricing
PitchBook's Comparable-Analysis integriert Alternative-Data-Sources
Moonfare's AI-Due-Diligence automatisiert Fondsbewertungen
Auswirkung auf DACH-Investoren: Bewertungsasymmetrien zwischen Tech-affinen und traditionellen Investoren entstehen. Wer AI-Tools nutzt, erkennt Under- oder Overvalued-Assets früher.
Praxistipp: Nutzen Sie Plattformen mit integrierter AI-Bewertung. inVentures geplante Technologie-Integration könnte DACH-Investoren systematische Bewertungsvorteile verschaffen.
Die Veränderung: ELTIF 2.0 reduziert Mindestinvestments auf 10.000 Euro und verkürzt Liquiditätsbeschränkungen. Secondaries werden für breitere Investorenschichten zugänglich.
Konkrete Vorteile für Tech-Manager:
Niedrigere Entry-Barriers: Statt 200.000 Euro reichen künftig 10.000 Euro
Verbesserte Liquidität: Quarterly-Redemptions statt jahrelanger Bindung
Standardisierte Strukturen: Einheitliche EU-Dokumentation reduziert Komplexität
Timeline: Erste ELTIF-2.0-Secondary-Produkte erwarten Experten für 2025. inVenture plant ELTIF-Integration für 2026.
HealthTech-Boom: Post-COVID-Bewertungen schaffen attraktive Secondary-Opportunities. Deutsche HealthTech-Startups wie DocCircle oder Temedica handeln zu moderaten Multiples bei starker Fundamentaldynamik.
DeepTech-Emergence: Münchener DeepTech-Hub mit TUM-Spin-offs wird zur Secondary-Goldmine. Quantentechnologie und Advanced-Materials bieten asymmetrische Risk-Return-Profile.
B2B-SaaS-Reife: Etablierte B2B-SaaS-Portfolios aus Hamburg und Düsseldorf generieren predictable-Cashflows. Secondary-Investoren zahlen Premium-Multiples für ARR-Growth und Customer-Retention.
Takeaway: Innovation-Trends schaffen neue Secondary-Opportunities und verändern Bewertungslogiken. Early-Mover profitieren von strukturellen Verschiebungen.
Phase 1: Markt-Orientierung (Monat 1-2)
Bildung aufbauen: Grundlagen zu Venture Capital verstehen
Netzwerk aktivieren: Bestehende Kontakte zu Business Angels und Corporate-VC befragen
Plattformen evaluieren: inVenture, lokale Berater vergleichen
Allocation festlegen: 5-10% des investierbaren Vermögens als Startallokation
Phase 2: Due-Diligence-Aufbau (Monat 3-4)
Berater-Team zusammenstellen: Steuerberater und Private-Markets-Anwalt identifizieren
Erste Deals analysieren: 3-5 Secondary-Opportunities detailliert prüfen
GP-Meetings arrangieren: Direkte Gespräche mit Fondsmanagern führen
Risk-Assessment: Maximale Verlusttoleranz definieren
Phase 3: Erster Investment (Monat 5-6)
Konservativ starten: LP-led-Deal oder Dachfonds-Secondary wählen
Dokumentation prüfen: Legal-Review aller Transaktionsdokumente
Investment ausführen: Transfer-Prozess professionell abwickeln
Monitoring etablieren: Reporting-Rhythmus mit GP vereinbaren
Digitale Plattformen:
inVenture Capital: Deutsche ELTIF-Lösung mit geplanter Secondary-Funktion
Moonfare: Internationaler Zugang zu Secondary-Deals ab 250.000 Euro
EquityZen: US-fokussierte Plattform mit europäischen Expansionsplänen
Traditionelle Intermediäre:
KPMG Private Markets: Full-Service Secondary-Beratung
Hauck Aufhäuser Lampe: Private-Banking mit VC-Spezialisierung
Berenberg Private Capital: Family-Office-Services für VC-Secondaries
Spezialisierte Secondary-Buyer:
HarbourVest (Europa): Etablierter Player mit deutschen Relationships
Coller Capital: London-basiert, aktiv in DACH-Secondaries
Industry Ventures: Tech-fokussierte Secondary-Investments
Tech-Manager mit 100.000€ investierbarem Vermögen:
Allocation: 10.000€ in inVenture-Dachfonds-Secondary
Strategie: Breit diversifiziert, niedrige Komplexität
Timeline: 3-5 Jahre bis erste Distributionen
Tech-Director mit 500.000€ investierbarem Vermögen:
Allocation: 50.000€ aufgeteilt in 2-3 Secondary-Deals
Strategie: Mix aus LP-led und GP-led Transaktionen
Timeline: Gestaffelte Investments über 12-18 Monate
Tech-VP mit 1.000.000€+ investierbarem Vermögen:
Allocation: 100-150.000€ in diversifizierten Secondary-Portfolio
Strategie: Direkte GP-Relationships, Co-Investment-Rights
Timeline: Kontinuierliche Deals über 2-3 Jahre
Risiko-Management für alle Größenklassen:
Niemals mehr als 15% des Gesamtvermögens in Venture Capital
Liquiditätsreserve für 3-5 Jahre ohne VC-Distributionen
Geographic-Diversification über DACH, Nordics, UK
Vintage-Year-Diversification zur Risikominimierung
Takeaway: Der Einstieg ist einfacher als gedacht. Beginnen Sie mit kleinen Beträgen und systematischem Lernen. Experience beats perfection.
Venture Capital Secondaries entwickeln sich von einer Nischenstrategie zur unverzichtbaren Portfolio-Komponente für semi-professionelle Investoren. Die Transformation ist fundamental: Statt jahrzehntelanger Illiquidität bieten moderne Secondary-Lösungen flexible Zugangswege zu Premium-VC-Assets.
Für Tech-Führungskräfte in DACH ergeben sich konkrete Chancen:
Beschleunigte Diversifikation durch etablierte Portfolio-Strukturen
Reduzierte Einstiegshürden via Dachfonds und digitale Plattformen
Innovative Liquiditätslösungen durch Anbieter wie inVenture Capital
Regulatorische Unterstützung durch ELTIF 2.0 und EU-Harmonisierung
Die Entwicklung eigener Zweitmarkt-Infrastrukturen zeigt: Der Markt arbeitet aktiv an der Lösung traditioneller Private-Markets-Restriktionen. Wer heute strategische Positionen aufbaut, profitiert von der Institutionalisierung einer entstehenden Anlageklasse.
Der nächste Schritt: Nutzen Sie die aktuellen Marktkonditionen für einen systematischen Einstieg. Die Kombination aus moderaten Bewertungen, verbesserter Infrastruktur und innovativen Anbietern schafft ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis für langfristig orientierte Vermögensaufbauer.
Sind Secondary-Investments wirklich liquider als Primary-VC-Investments? Ja, aber relativ betrachtet. Während Primary-VC-Investments 7-10 Jahre bis zur vollständigen Liquidation benötigen, generieren Secondaries typischerweise nach 3-5 Jahren bedeutsame Cashflows. Die absolute Illiquidität bleibt bestehen – die Zeiträume verkürzen sich erheblich.
Wie erkenne ich seriöse Secondary-Anbieter von unseriösen Akteuren? Seriöse Anbieter haben nachweisbare Track Records, transparente Gebührenstrukturen und regulatorische Zulassungen (BaFin, FCA). Warnsignale: Unrealistische Renditeversprechungen, intransparente Kostenstrukturen oder Druck zu schnellen Investitionsentscheidungen.
Welche steuerlichen Besonderheiten gelten für Secondary-Investments? Secondary-Investments unterliegen den gleichen Besteuerungsregeln wie Primary-VC-Investments. Besonderheiten entstehen durch Purchase-Price-Allocations und mögliche unterschiedliche Behandlung von Distributions. Lassen Sie sich vor Investment steuerlich beraten.
Kann ich als Einzelinvestor wirklich Zugang zu Top-Tier-VC-Fonds erhalten? Über Secondary-Märkte ja. Während direkte Investments in Funds wie HV Capital oder Rocket Internet Ventures Minimum-Commitments von 500.000€+ erfordern, ermöglichen Secondary-Transaktionen oft Zugang ab 25.000-50.000€.
Wie entwickelt sich der Secondary-Markt bei Wirtschaftskrisen? Secondary-Märkte zeigen historisch höhere Volatilität als Primary-Markets. Gleichzeitig entstehen in Krisen attraktive Buying-Opportunities durch erzwungene Verkäufe. Die Diversifikation über verschiedene Vintage-Jahre reduziert Krisenrisiken.
Was unterscheidet inVentures Secondary-Lösung von traditionellen Anbietern? inVenture entwickelt eine eigene Zweitmarkt-Infrastruktur für Dachfonds-Anteile. Statt auf externe Secondary-Buyer angewiesen zu sein, können Investoren direkt untereinander handeln. Das reduziert Kosten und erhöht Transparenz bei der Preisfindung.
Quellen
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