Neuer Zugang zu Private Equity – So erhalten Berater persönliche Relevanz und Kundentreue in Zeiten von Neobrokern

Private Equity wird durch ELTIF 2.0 erstmals breiten Anleger:innen zugänglich – warum gerade jetzt spezialisierte Berater persönlicher und digitaler denn je gefragt sind. Praxisnahe Erkenntnisse, Fehlervermeidung und Zukunftstrends für Tech-Führungskräfte in der DACH-Region.

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum
16. September 20255 Min
Neuer Zugang zu Private Equity – So erhalten Berater persönliche Relevanz und Kundentreue in Zeiten von Neobrokern

Die deutsche Finanzberatungslandschaft erlebt gerade ihre größte Umwälzung seit Jahrzehnten. Während Neobroker wie Trade Republic das Ein-Klick-Trading salonfähig machen, öffnet gleichzeitig ELTIF 2.0 die Türen zu Private Equity für mittlere Vermögen. Traditionelle Berater stehen vor einer klaren Entscheidung: Entweder sie werden zu spezialisierten Navigationshelfern durch den komplexer werdenden Anlagedschungel – oder sie verschwinden in der Bedeutungslosigkeit.

Warum 2025 der perfekte Zeitpunkt für die Neuausrichtung ist

ELTIF 2.0: Das regulatorische Fenster nutzen

Die überarbeitete europäische Fondsrichtlinie schafft erstmals einheitliche Standards für Private-Equity-Zugang in ganz Europa. Was bedeutet das konkret? Produkte, die früher nur institutionellen Anlegern vorbehalten waren, können jetzt reguliert und standardisiert an private Investoren verkauft werden.

Der Timing-Vorteil: Während die großen Vermögensverwalter noch ihre Compliance-Strukturen anpassen, können spezialisierte Berater bereits erste Erfahrungen sammeln und Kompetenz aufbauen. Es ist wie bei einem neuen iPhone-Launch – wer als Erster die Funktionen beherrscht, hat einen klaren Vorsprung.

Aktuelle Markttrends, die Berater kennen müssen

ESG wird zum Pflichtthema: Europäische Private-Equity-Manager integrieren zunehmend Nachhaltigkeitskriterien. Klimatechnologie-Investments wachsen überproportional, bieten aber auch höhere Bewertungsrisiken.

Secondaries-Markt boomt: Semi-liquide Strukturen ermöglichen es Anlegern, vor Fondsende auszusteigen. Das reduziert die gefürchtete Illiquidität, schafft aber neue Bewertungskomplexität.

Sektorverschiebungen beschleunigen: Technologie bleibt dominant, aber Gesundheitswesen, Logistik und erneuerbare Energien holen auf. Europäische Deeptech-Unternehmen werden zunehmend als Alternative zu überteuerten US-Investments entdeckt.

Diese Trends kann ein Neobroker nicht bewerten – hier ist spezialisiertes Wissen gefragt.

Die Google-Maps-Analogie: Wann reicht digital, wann braucht es den Bergführer?

Standardrouten: Hier gewinnen Neobroker

Stellen Sie sich vor, ein Anleger möchte einen MSCI World ETF kaufen. Das ist wie eine Fahrt von München nach Hamburg – die Route ist klar, Google Maps reicht völlig aus. Ein Klick bei Trade Republic, fertig. Kosten: praktisch null.

Warum Berater hier verlieren: Die Strecke ist bekannt, es gibt keine versteckten Gefahren, und das Ziel ist für jeden sichtbar. Hier zu beraten wäre wie ein Reiseführer für die Autobahn – überflüssig.

Unbekanntes Gelände: Hier wird der Bergführer unverzichtbar

Aber was passiert, wenn derselbe Anleger in einen Private-Equity-ELTIF investieren möchte? Plötzlich sind wir nicht mehr auf der Autobahn, sondern im unwegsamen Gelände:

  • Startpunkt unklar: Welcher Fonds passt zur individuellen Situation?

  • Versteckte Gefahren: Illiquiditätsrisiken, komplexe Gebührenstrukturen, Managementqualität

  • Wechselnde Bedingungen: Marktzyklen, regulatorische Änderungen, Ausstiegsmöglichkeiten

  • Ziel nicht sichtbar: Wann kommen Ausschüttungen? Wie entwickelt sich die Bewertung?

Hier ist Google Maps nutzlos. Sie brauchen einen erfahrenen Bergführer, der das Gelände kennt, Wetterumschwünge einschätzen kann und weiß, wo die Notausgänge sind.

Die Navigation durch verschiedene Investment-Phasen

Phase 1 - Routenplanung (Due Diligence):

  • Digital ausreichend: Grundinformationen recherchieren, Fact Sheets lesen

  • Berater unverzichtbar: Fondsmanager bewerten, versteckte Risiken identifizieren, individuelle Passung prüfen

Phase 2 - Aufbruch (Investment):

  • Digital ausreichend: Dokumente digital signieren, Überweisungen tätigen

  • Berater unverzichtbar: Letzte strategische Überlegungen, Timing-Fragen, Portfolio-Integration

Phase 3 - Unterwegs (Haltedauer):

  • Digital ausreichend: Quartalsberichte automatisch erhalten, Performance tracking

  • Berater unverzichtbar: Markteinordnung, emotionale Unterstützung bei Volatilität, Anpassung an Lebensveränderungen

Phase 4 - Ankommen (Exit):

  • Digital ausreichend: Ausschüttungen automatisch erhalten

  • Berater unverzichtbar: Reinvestitionsstrategie, steuerliche Optimierung, Lessons learned

Häufige Stolperfallen und wie Berater sie vermeiden helfen

Die kritischen Anlegerfehler bei Private Equity

Problem: Der Rendite-Tunnelblick Was passiert: Anleger sehen nur die historischen Renditen (15% p.a.) und übersehen Risiken
Berater-Lösung: Worst-Case-Szenarien durchrechnen, risikoadjustierte Renditen erklären, Volatilität verdeutlichen

Problem: Liquiditäts-Schock Was passiert: Anleger unterschätzen, wie lange das Kapital gebunden ist, und geraten unter Verkaufsdruck
Berater-Lösung: Konkrete Liquiditätsplanung mit verschiedenen Lebensszenarien (Jobwechsel, Immobilienkauf, Familienzuwachs)

Problem: Gebühren-Blindheit Was passiert: Komplexe Kostenstrukturen (Management Fee + Carried Interest + Admin Fees) werden nicht verstanden
Berater-Lösung: Transparente Kostenaufstellung, Nettorendite-Berechnung, Vergleich mit anderen Anlageklassen

Problem: Manager-Romantik Was passiert: Anleger verlieben sich in charismatische Fondsmanager ohne Track Record zu prüfen
Berater-Lösung: Systematische Due Diligence, Team-Stabilität bewerten, Referenz-Checks durchführen

Problem: Timing-Illusion Was passiert: Anleger glauben, den perfekten Markteintritt erwischen zu können
Berater-Lösung: Antizyklische Investitionsstrategie erklären, Dollar-Cost-Averaging für Private Markets

Problem: Portfolio-Isolation Was passiert: Private Equity wird isoliert betrachtet, ohne Bezug zum Gesamtvermögen
Berater-Lösung: Ganzheitliche Vermögensbetrachtung, Korrelationsanalyse, optimale Allokation bestimmen

Die Rotwein-Analogie: Illiquidität richtig verstehen

Illiquide Investments sind wie ein guter Rotweinvorrat. Sie brauchen Zeit, um ihr Potenzial zu entfalten, aber Sie sollten nicht Ihren gesamten Keller damit füllen. Die richtige "Lagerquote" hängt von Ihrem persönlichen "Konsumrhythmus" ab.

Der Getränkekühlschrank (liquide Anlagen wie ETFs): Schnell verfügbar, für den täglichen Bedarf, moderate Qualität
Der Weinkeller (Private Equity): Langfristige Reifung, höhere Qualität, aber nicht spontan verfügbar

Ein guter Berater hilft bei der Balance zwischen beiden.

Due Diligence: Handwerkskunst statt Algorithmus

Was Maschinen nicht können: Zwischen den Zeilen lesen

Viele Anbieter im deutschen Markt setzen heute gezielt auf spezialisierte Expertengremien für Private Equity, weil für hochwertige Investmentlösungen umfassendes Fachwissen und strategische Erfahrung unerlässlich sind. In der Praxis heißt das: Nur wer auf den gebündelten Sachverstand und die Marktkenntnis ausgewiesener Expert:innen zurückgreift, kann die Qualität der Fondsselektion und Due Diligence nachhaltig steigern.

Szenario: Zwei ELTIF-Fonds haben ähnliche historische Renditen von durchschnittlich 12% jährlich.

Fund A: Wird von einem Team mit 15 Jahren Erfahrung gemanagt, das bereits drei erfolgreiche Fonds aufgelegt hat. Investiert hauptsächlich in etablierte Mittelstandsunternehmen in Deutschland.

Fund B: Hat ein jüngeres Team, dafür aber exklusiven Zugang zu innovativen Technologie-Start-ups durch Universitätsnetzwerke. Fokus auf europäische Deeptech-Investments.

Was ein Robo-Advisor sähe: Zwei gleich gute Optionen
Was ein spezialisierter Berater erkennt: Komplett unterschiedliche Risikoprofile, die verschiedene Anlegertypen ansprechen

Für einen konservativen Ingenieur kurz vor der Rente wäre Fund A die bessere Wahl. Für einen 35-jährigen Tech-Manager mit hoher Risikobereitschaft könnte Fund B spannender sein.

Diese Art der qualitativen Bewertung erfordert Erfahrung und Marktgespür, die sich nicht in Algorithmen packen lässt.

Risikomanagement: Die CEO-Investor-Perspektive

Der Unterschied zwischen arbeiten FÜR ein Unicorn und investieren IN Unicorns

Tech-Führungskräfte erleben täglich Wachstum und Wertsteigerung in ihren Unternehmen, besitzen aber meist keine Firmenanteile. Sie sind wie CEOs ohne Eigenkapital – sie schaffen Werte, an denen andere verdienen.

Private Equity bietet die Chance, die Perspektive zu wechseln: vom Angestellten zum Investor, vom Wertschöpfer zum Wertbesitzer.

Die emotionale Verbindung nutzen: Diese Zielgruppe versteht Geschäftsmodelle, Skalierungseffekte und Marktrisiken intuitiv. Sie brauchen keine Grundlagen-Erklärungen, sondern strukturierten Zugang zu dem, was sie beruflich täglich erleben.

Szenario-Planung statt Kristallkugel

Erfolgreiche Berater arbeiten nicht mit Prognosen, sondern mit Szenarien:

Szenario 1 - Karriere-Boost: Beförderung, höheres Gehalt, mehr verfügbares Kapital
Strategie: Private-Equity-Quote erhöhen, diversifizieren

Szenario 2 - Jobwechsel: Temporär reduziertes Einkommen, höhere Flexibilität nötig
Strategie: Liquiditätsreserven prüfen, keine neuen illiquiden Investments

Szenario 3 - Familiengründung: Veränderte Risikobereitschaft, langfristige Planung wichtiger
Strategie: Portfolio-Schwerpunkt von Growth auf Income verschieben

Szenario 4 - Marktcrash: Bewertungsrückgänge, emotionaler Stress
Strategie: Antizyklisch nachkaufen, langfristige Perspektive stärken

Diese vorausschauende Planung unterscheidet professionelle Beratung von einfachen Produktempfehlungen.

Technologie intelligent nutzen: Das hybride Erfolgsmodell

Digital für Effizienz, menschlich für Komplexität

Die erfolgreichsten Berater der Zukunft werden Technologie nicht als Konkurrenz, sondern als Verstärker nutzen:

Automatisierung für Routine:

Persönliche Expertise für Entscheidungen:

  • Strategische Allokationsentscheidungen

  • Qualitative Manager-Bewertung

  • Emotionale Begleitung in volatilen Phasen

Das Monitoring-Paradox verstehen

Moderne Portfolio-Software kann beeindruckende Analysen erstellen. Aber Vorsicht vor dem Monitoring-Paradox: Mehr Daten führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen.

Beispiel: Ein Überwachungstool zeigt, dass ein Private-Equity-Investment seit zwei Jahren keine Ausschüttungen generiert hat. Ein Algorithmus könnte das als Warnsignal interpretieren. Ein erfahrener Berater weiß: Das ist völlig normal – Private Equity braucht Zeit zum Reifen.

Die Berater-Aufgabe: Daten in Kontext setzen, Entwicklungen einordnen, Erwartungen managen.

Langfristige Kundenbindung: Der Investment-Sherpa-Ansatz

Die Zehn-Jahres-Reise gemeinsam gehen

Private-Equity-Investments sind wie eine gemeinsame Bergbesteigung – sie dauern lange, haben emotionale Höhen und Tiefen, und der Erfolg hängt von der Qualität der Begleitung ab.

Jahr 1-2: Aufbau und Orientierung

  • Grundlagen vermitteln, Erwartungen kalibrieren

  • Portfolio-Struktur optimieren, erste Investments begleiten

  • Digitale Monitoring-Tools einrichten

Jahr 3-5: Durchhalten und Vertrauen stärken

Jahr 6-8: Erste Erfolge und Reinvestition

  • Exit-Strategien vorbereiten, Steuern optimieren

  • Lessons learned auswerten, Strategie anpassen

  • Nachfolgeinvestments strukturieren

Jahr 9-10: Erfolg feiern oder Fehler analysieren

  • Performance bewerten, Benchmark-Vergleiche

  • Erfahrungswissen für nächste Generation nutzen

  • Langfristige Vermögensplanung anpassen

Kontinuierlicher Mehrwert durch Wissensvermittlung

Die besten Berater werden zu "Private-Equity-Lehrern" für ihre Kunden:

Quartalsweise Marktbriefe: Aktuelle Entwicklungen einordnen, Portfolio-Performance erklären
Exklusive Veranstaltungen: Zugang zu Manager-Präsentationen und Investoren-Gesprächen Trend-Analysen: Neue Entwicklungen wie Secondaries-Märkte frühzeitig erklären

Zielgruppen-spezifische Kommunikation: Tech-Elite verstehen

Warum ausgerechnet diese Zielgruppe ideal ist

Tech-Führungskräfte zwischen 35 und 55 Jahren sind die perfekte Zielgruppe für Private-Equity-Beratung:

Sie verstehen Geschäftsmodelle: Skalierungseffekte, Netzwerkeffekte, Plattform-Ökonomie sind ihr tägliches Brot
Sie haben das nötige Kapital: Hohe Gehälter und Boni ermöglichen Investments ab 10.000 Euro aufwärts
Sie denken langfristig: Job-Hopping und langfristige Investments schließen sich nicht aus
Sie schätzen Exklusivität: Zugang zu alternativen Investments entspricht ihrem Status-Bewusstsein

Kommunikation auf Augenhöhe

Diese Zielgruppe erwartet:

  • Fakten statt Verkaufsgerede: Konkrete Zahlen, nachvollziehbare Analysen

  • Effizienz: Kurze, prägnante Information ohne überflüssige Erklärungen

  • Transparenz: Offene Diskussion von Risiken und Schwächen

  • Zugang: Exklusive Informationen und Kontakte, die andere nicht haben

Erfolgsformel: Respekt vor ihrer Intelligenz + Anerkennung ihrer Zeitknappheit + Zugang zu exklusiven Gelegenheiten = loyale Kundenbeziehung

Konkrete Handlungsschritte für Berater

Sofort umsetzbar: Die ersten 90 Tage

Wissen systematisch aufbauen:

Digitale Infrastruktur aufbauen:

  • Portfolio-Management-Tools für Private-Markets-Reporting implementieren

  • Hybride Kommunikationskanäle für verschiedene Kundenkontakte einrichten

  • Due-Diligence-Prozesse standardisieren und teilweise automatisieren

Erste Partnerschaften eingehen:

  • Kontakte zu spezialisierten Produktanbietern knüpfen

  • Netzwerk mit Steuerberatern und Rechtsanwälten für komplexe Fälle aufbauen

Mittelfristige Positionierung: Die nächsten 12 Monate

Thought Leadership entwickeln:

  • Regelmäßige Marktanalysen und Einschätzungen publizieren

  • Social-Media-Präsenz als Private-Markets-Spezialist aufbauen

  • Kunden-Events mit externen Experten organisieren

Exklusive Zugänge sichern:

Was zum Erfolg führt: Die Transformation schaffen

Die Demokratisierung von Private Equity ist keine vorübergehende Mode, sondern ein grundlegender Strukturwandel. Berater stehen vor einer historischen Weichenstellung: Entweder sie nutzen diesen Wandel als Sprungbrett für eine höherwertige Positionierung – oder sie werden von der digitalen Entwicklung überholt.

Die Erfolgslogik ist eigentlich einfach: Werden Sie zum Experten für das, was Neobroker nicht können. Komplexität beherrschen, Vertrauen aufbauen, langfristig denken und handeln. Private Equity bietet dafür den idealen Spielplatz.

Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Berater den Sprung schaffen und welche in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Der Unterschied liegt nicht in der Unternehmensgröße oder der Anzahl der Kunden – sondern in der Bereitschaft zur Spezialisierung und kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Die Kernbotschaft: Private Equity wird Mainstream, Beratung wird Premium. Wer diese Transformation intelligent navigiert, kann nicht nur überleben, sondern deutlich wachsen.

Der erste Schritt ist der wichtigste: Fangen Sie heute an, sich das Wissen anzueignen, das morgen unverzichtbar sein wird.

Häufige Fragen (FAQ)

Rechtfertigen höhere Gebühren bei Private-Equity-Beratung den Aufwand?

Ja, wenn echter Mehrwert entsteht. Die Komplexität von Due-Diligence-Prozessen, individueller Risikobewertung und langfristiger Begleitung rechtfertigt Premium-Preise. Wichtig ist die transparente Kommunikation des geschaffenen Werts – ähnlich wie bei einem Anwalt für komplexe Rechtsfälle.

Wie können kleinere Beratungsunternehmen mit großen Vermögensverwaltern konkurrieren?

Durch Spezialisierung und persönliche Betreuung. Große Anbieter müssen standardisieren und können nicht individuell auf spezielle Kundenbedürfnisse eingehen. Kleinere Berater sind flexibler und können exklusivere Zugänge bieten – wie ein Boutique-Hotel gegenüber einer Hotelkette.

Was passiert, wenn Neobroker auch Private Equity anbieten?

Das geschieht bereits teilweise. Aber Neobroker werden hauptsächlich standardisierte Produkte anbieten – vergleichbar mit ETFs. Die komplexere Fondsauswahl, Risikobewertung und individuelle Betreuung bleiben die Domäne spezialisierter Berater.

Wie erkläre ich Kunden die Illiquidität bei Private Equity am besten?

Durch Vergleiche mit bekannten illiquiden Anlagen: Immobilien, betriebliche Altersvorsorge, Festgeld mit Laufzeit. Die Illiquiditätsprämie als "Belohnung für Geduld" darstellen. Konkrete Liquiditätsplanung mit verschiedenen Lebensszenarien durchspielen – wie eine Finanzplanung für den Hausbau.

Welche technischen Hilfsmittel sind für Private-Equity-Beratung sinnvoll?

Portfolio-Management-Software mit Private-Markets-Funktionen, CRM-Systeme für langfristige Kundenbetreuung, digitale Reporting-Tools für regelmäßige Updates. Wichtig: Die Tools sollen die persönliche Beratung unterstützen, nicht ersetzen – wie ein Navigationssystem den Fahrer unterstützt, aber nicht das Fahren übernimmt.

Quellen

Alt, B. (2024). Interview mit Benjamin Alt von Schroders Capital zu ELTIF und Private Equity Portfolios. Private Banking Magazin.

Klöckner, P. (2024). LIQID gründet Private Equity Expert Council: "Für gute Investments braucht man die besten Köpfe". LIQID Pressemitteilung.

Schneider-Sickert, C. (2024). Wie ELTIF 2.0 den Zugang zu den Private Markets revolutioniert. LIQID Smart Letter.

Verschiedene Autoren (2024). Private Markets verstehen: Ihre Vorteile und Herausforderungen. Merck Finck Analyse.

Verschiedene Autoren (2024). Neobroker Vergleich 2025: Kosten und Risiken des schnellen Wertpapierhandels. Wirtschaftswoche/Verbraucherzentrale.

Inventure Capital. (2025, September 01). Wie Private Markets für Privatanleger zugänglich werden. Abgerufen am 16.09.2025 von https://live.handelsblatt.com/vom-elitensegment-zum-massenmarkt-wie-private-markets-fuer-privatanleger-zugaenglich-werden/

LIQID. (2025, June 23). LIQID gründet Private Equity Expert Council: „Für gute Investments braucht man die besten Köpfe“. Abgerufen am 16.09.2025 von https://www.liqid.de/presse/liqid-grundet-private-equity-expert-council-fur-gute-investments-braucht-man-die-besten-kopfe

LIQID. (2015, February 24). Wie ELTIF 2.0 den Zugang zu den Private Markets revolutioniert. Abgerufen am 16.09.2025 von https://www.liqid.de/smart-letter/wie-eltif-2-0-den-zugang-zu-den-private-markets-revolutioniert

Merck Finck. (2025, August 17). Private Markets – Chancen und Risiken für Privatanleger in Deutschland. Abgerufen am 16.09.2025 von https://www.merckfinck.de/de-de/analyse-und-ausblick/private-markets-verstehen-ihre-vorteile-und-herausforderungen

Inventure Capital. (2025, July 15). Semiliquide Secondaries: Frühere Ausschüttungen möglich? Abgerufen am 16.09.2025 von https://inventure.capital/intelligence-hub/semiliquide-secondaries-frhere-ausschttungen-mglich

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Inventure Capital. (2025, September 09). Die 5-Jahres-Regel: Warum Job-Hopping und langfristiges Investieren perfekt zusammenpassen. Abgerufen am 16.09.2025 von https://inventure.capital/intelligence-hub/die-5-jahres-regel-warum-job-hopping-und-langfristiges-investieren-perfekt-zusammenpassen